I. Mannschaft

Saison 2015/2016 – Verbandsliga

Aufstellung:
http://www.schach-sachsen-anhalt.de/component/clm/?view=mannschaft&saison=13&liga=91&tlnr=7&Itemid=156

Tabelle:
http://www.schach-sachsen-anhalt.de/component/clm/?view=rangliste&saison=13&liga=91&Itemid=156&typeid=21

Hätte, hätte, Fahrradkette…

Wir konnten den Abstieg nicht verhindern. Leider, aber die Probleme der gesamten Saison konnten wir auch bei der zentralen Endrunde in Magdeburg (vielen Dank übrigens für die super Organisation!) an den letzten beiden Spieltagen nicht abstellen.

8. Runde VfL GHC – Reideburg 3,5 : 4,5

VfL Gräfenhainichen

1887 3.5 : 4.5 Reideburger SV 90 Halle 1886
1 Kurth,Uwe 2002 0.5 – 0.5 Eckhardt,Claudia 2092
2 Dubbratz,Frank 1835 0.5 – 0.5 Oltmanns,Ingmar 1953
3 Michel,Steffen 2107 0 – 1 Weber,Benedikt 2022
4 Hintzsche,Ingolf 2012 0 – 1 Bergmann,Marcus 1894
5 Schubert,Marco 1781 0.5 – 0.5 Schnoor,Friedrich 1885
6 Kowalski,Bernd 1710 0 – 1 Post,Hugo 1731
7 Quinque,Michael 1637 1 – 0 Hentschel,Uwe 1832
8 Schönfeld,Frank 2008 1 – 0 Dietz,Florian 1681

Gegen Reideburg starteten wir mit der „Stammacht“ nach einem guten asiatischen Mittagessen optimistisch um 14:00 Uhr in die Operation Klassenerhalt. Lutz kam zur moralischen Unterstützung und zum späteren Abend mit nach Magdeburg. Supi!

Es entwickelten sich (fast) überall ausgeglichene Partien. Uwe hatte mit Schwarz gegen Claudia Eckhardt seine geplante Stellung auf dem Brett, Frank wählte gegen Ingmar Oltmanns das bekannte f4, war aber wohl nicht so ganz zufrieden. Ich ließ mich irgendwie mit Schwarz von Benedikt Weber durch ein frühes g4 etwas aus dem Konzept bringen und stand echt gedrückt, Ingolf hatte im Sizi dagegen eine komfortable Stellung mit Weiß gegen Marcus Bergmann. Marco wurde von seinem Gegner Friedrich Schnoor am Königsflügel angefallen und musste sich mit Schwarz gut verteidigen. Ko dagegen kam mit Weiß ganz gut gegen Hugo Post aus der Eröffnung, versäumte es aber seinen Damenflügel (Springer und Turm) zu entwickeln. Auch Micha sah sich mit Schwarz gegen Uwe Hentschel etwas unter Druck, konnte aber alle Drohungen abwehren. Und bei Schöni sah es mit Weiß gegen Florian Dietz gut aus, hatte er doch das aktivere Figurenspiel.

Uwe bot seiner Gegnerin bald Remis an, was nach reichlicher Überlegung akzeptiert wurde. Frank verlor einen Bauern, aber die Partie schien haltbar. Ich hatte auch einen Bauern eingebüßt, konnte mich aber etwas aus der Umklammerung befreien. Ingolf holte sich eine Qualität. Bei Marco wurde es etwas kompliziert, aber der Gegner wickelte in eine Zugwiederholung ab. Ko gewann zwar einen Turm, dafür war sein König aber ungeschützt und wurde „erlegt“. Micha konterte seinen Gegner aus und konnte Ko’s Niederlage kompensieren. Schöni gewann ebenfalls eine Qualität und kurz darauf die Partie. Damit lagen wir 3:2 vorn und mit Ingolfs Mehrqualle sollte was gehen.

Aber dann leider das übliche Bild dieser Saison. Ingolf versuchte die gegnerische Verteidigung zu knacken, verlor kurz den Überblick und musste plötzlich die Qualität zurück geben und verlor dazu noch einen Bauer. Damit hatte er ein verlorenes Bauern-Turm- Endspiel auf dem Brett und gab kurz darauf auf. Ich holte mir den Bauern wieder und konnte sogar Druck auf meinen Gegner ausüben. Bei Frank wurde es richtig unklar, holte er sich plötzlich eine Damen, dafür hatte sein Gegner einen Bauern auf der 3. Reihe mit Unterstützung von Springer und König. Dann patzte ich und stellte meinen König auf das falsche Feld. So frustriert von einem erneuten, unnötigen Fehler (wie so vielen in dieser Saison) fand ich nicht die mögliche Fortsetzung, verlor eine Qualität und später die Partie. Leider fand auch Frank nicht den Gewinnweg gegen den vorgerückten Bauern und spielte Remis. Die 3,5 : 4,5 Niederlage bedeutete den Abstieg.

Damit war klar, dass es abends beim Kroaten mehrere Frustbierchen geben würde…

9. Runde Köthen – VfL GHC 4,5 : 3,5

Cöthener FC Germania 03 1988 4.5 : 3.5 VfL Gräfenhainichen 1887
1 Zimmermann,Christian 2106 1 – 0 Kurth,Uwe 2002
2 David,Rene 2112 1 – 0 Dubbratz,Frank 1835
3 Bader,Philipp 2058 0 – 1 Michel,Steffen 2107
4 Praczyk,Karl 1906 1 – 0 Hintzsche,Ingolf 2012
5 Häntsch,Ralf 2013 1 – 0 Schubert,Marco 1781
6 Garbe,Maximilian 1787 0.5 – 0.5 Kowalski,Bernd 1710
7 Schneider,Eric 1930 0 – 1 Quinque,Michael 1637
8 Renner,Bernd 1989 0 – 1 Schönfeld,Frank 2008

Es ging zwar um nichts mehr, aber wir wollten uns mit Anstand aus der Verbandsliga verabschieden. Und auch dieser Wettkampf sollte nicht ohne eigene Fehler ablaufen…

Uwe begann gegen Christian Zimmermann mit Weiß sehr offensiv und startete einen Königsangriff. Frank verteidigte sich mit Schwarz gegen Rene David mit Holländisch. Ich eröffnete mit d4 gegen Philipp Bader, spielte aber etwas passiv. 4 Niederlagen am Stück zeigen halt Wirkung. Ingolf wieder mit Sizi, diesmal mit Schwarz gegen Karl Praczyk. Marco stand mit Weiß gegen Ralf Häntsch ausgeglichen, die Schwerfiguren standen sich auf der c- und d- Linie gegenüber. Ko hatte Skandinavisch mit Schwarz gegen Maximilian Garbe gewählt, war aber unter Druck. Bei Micha gegen Eric Schneider war es wohl auch Skandinavisch, aber Micha wanderte mit seinem weißen König nach f2, stellte seine Figuren wieder „in den Stall“…irgendwie komisch. Und Schöni hatte eine „englische Struktur“ mit Schwarz gegen Bernd Renner auf dem Brett.

Uwe stand super und er musste seinen Königsangriff eigentlich nur noch vollenden. Frank’s Holländer war nicht ganz korrekt angelegt und er verlor. Ich hatte irgendwie das Gefühl, keinen Platz für meine Figuren zu haben und spielte ein komisches f4. Vorher ohne Schwächen in der Stellung, bekam ich plötzlich Probleme. Ingolf konnte sich befreien und setzte seinen Gegner unter Druck. Marco stand plötzlich auch sehr gut und hatte etwas Angriff. Ko kombinierte seinem Gegner eine Figur für 2 Bauern ab. Micha entwickelte irgendwann seine Figuren und konnte jetzt ebenfalls Druck machen. Schöni öffnete mit einem feinen c4 die Stellung seines Gegners und konnte wenig später gewinnen.

Uwe fand nicht die richtige Fortsetzung, musste plötzlich um die Weiterführung seines Angriffs kämpfen, stellte dann auch noch einen Turm ein und gab auf. Ob in Zeitnot seines Gegners evtl. noch eine Fortsetzung möglich war, spielte keine Rolle mehr. Der Frustfaktor war einfach zu hoch…Micha konterte Eric Schneider aus und glich wieder aus. Ko konnte seinen Figurenvorteil nicht nutzen und spielte nur Remis. Marco hatte plötzlich deutliche Vorteile, gewann einen Bauern, wickelte dabei aber nicht glücklich ab und stand nicht mehr so aktiv. Dann in Zeitnot ein Fehler und die Aufgabe. Hoppla, warum das denn…Marco hatte nur den Zug Dd1 gerechnet, der zum Verlust führte. Daher die Aufgabe – Dd3 mit sehr sehr guten Chancen auf mindestens Remis. Mein Gegner half mir aus meinem Negativtrend und übersah eine Fortsetzung und ich konnte die Dame gegen Läufer und Turm fangen. Danach konnte ich auf den schwarzen Feldern meinen König in Stellung bringen und gewinnen. Damit lag es an Ingolf einen positiven Saisonabschluss zu gestalten. Er spielte aktiv mit Dame und Springer gegen Dame und Läufer bei jeweils mehreren Bauern und drohte einen Bauern auf d3 zu gewinnen. Dann aber das „logisch-unlogische“ Bild für diese Saison. Dg6 übersehen, den d3-Bauern zwar gewonnen, dafür den a- Bauern verloren. Der Gegner tauscht die Damen und ist am d-Bauern dran, der a-Bauer ist für Ingolf zu fern für die Verteidigung und wieder verlieren wir 4,5:3,5. Das „schafften“ wir 4x in dieser Saison gegen 4 Mitkontrahenten im Abstiegskampf – und immer war mehr drin. Daher sind wir am Ende auch zurecht abgestiegen.

Aufsteiger in die Oberliga ist Naumburg (Glückwunsch!) und uns begleiten u.U. beide USV Halle-Mannschaften in die Landesliga…USV II steigt sicher ab, USV III (und USV I) hoffen noch auf Schöneck.

Jetzt gilt es für uns aber, die „Wunden“ zu lecken, die Fehler und Probleme in der Partienverwertung zu analysieren und uns gut auf die neue Landesligasaison vorzubereiten. Aber ich glaube fest daran, dass wir mal wieder in der Verbandsliga vorbei schauen werden…

7. Runde USV Halle III – VfL Gräfenhainichen 4,5 : 3,5

Erst hat man kein Glück…

Die Zeit um Punkte zu holen wird mit fortschreitender Rundenzahl immer schwieriger. Also galt es für uns am 13.03.2016 beim USV Halle III endlich Punkte einzufahren. Bei uns spielte Lutz wieder für Ko, bei unserem Gegner zeigte sich das gewohnte Bild mit einigen Ersatzleuten.

Uwe hatte gegen Detlef Neukirch mit Weiß einen Sizi auf dem Brett und kam besser aus der Eröffnung. Frank führte die schwarzen Steine gegen Georg Hamm und es war eine ausgeglichene Stellung. Ich hatte es mit Weiß mit Stefan Nowak zu tun und ich war mit meiner Eröffnung zufrieden. Auch bei Ingolf mit Schwarz gegen Rainer Pommrich wurde Sizi gespielt. Marco kämpfte mit Weiß gegen Peter Swoboda und hatte sich gut entwickelt. Bei Micha mit Schwarz gegen Uwe Jedlitzke war es irgendwas mit e4 e5, aber Micha’s Stellung gefiel mir eigentlich. Schöni hat es mit Günter Reinemann zu tun und setzte diesen von Beginn an unter Druck. Und Lutz spielte ebenfalls Sizi gegen Klaus Renziehausen.

Fast alle Partien entwickelten sich ausgeglichen, aber bei Frank, Ingolf und bei mir konnten wir Vorteile erreichen. Frank konnte das g4 seines Gegners einfach mit Sxg4 erwidern und neben dem Bauerngewinn war auch die weiße Königsstellung dahin. Ingolf holte sich nach einer Tauschaktion einen weißen Einzelbauern auf e5 und ich konnte mit einem Mehrbauern und deutlichem Stellungsvorteil ins Endspiel gehen. Diese Entwicklung veranlasste uns, bei Uwe und Lutz ins Remis zu gehen, zumal auch Schöni seinen Vorteil ausbauen konnte. Leider verloren Schubi und Micha auch jeweils einen Bauern, aber insgesamt sa es sehr gut für uns aus.

Schöni gewann schließlich eine Qualität und später auch seine Partie, Ingolf kämpfte bei verringertem Material um den Gewinn, fand aber auf Grund der aktiven Verteidigung seines Gegners keine Möglichkeit – Remis. Frank baute seinen Vorteil aus und konnte nach schöner Partie gewinnen. Marco übersah (erneut in Zeitnot – Zeitmanagement?!) eine Fortsetzung und verlor. Mit Mehrbauern und großem Stellungsvorteil fand ich aus unerklärlichen Gründen nicht mehr die besten Züge. Ich gab den Mehrbauern zurück, gab noch einen weiteren Bauern ab. Plötzlich stellte ich fest, dass mein Plan mit d- und c-Bauern voranzugehen, nicht funktioniert. Es war aber zu spät und ich hatte aus einer vermeintlichen Gewinnstellung eine Verluststellung gemacht. Auch Micha, der bis zum Ende mit Minusbauern um das 4:4 kämpfte, konnte seine Partie nicht halten.

Damit ging auch der Kampf gegen einen direkten Mitkontrahenten mit 3,5:4,5 verloren. Zuerst hat man kein Glück und dann kommen auch noch gravierende Fehler dazu, die uns die Punkte kosten. Dies müssen wir irgendwie abstellen, wenn wir das „Ruder“ in den letzten beiden Runden noch zum Positiven drehen wollen.

6. Runde VfL Gräfenhainichen – USV Halle II 3,5 : 4,5

Wieder keine Punkte…

Gegen den direkten Mitkontrahenten USV Halle II sollten im Abstiegskampf endlich mal wieder Punkte erzielt werden. Nachdem Freitag einige Mannschaftskollegen noch bei Kurthi zur Geburtstagsfeier waren, traten wir Sonntag gut vorbereitet an die Bretter. Micha war dienstlich verhindert und wurde durch Lutz ersetzt.

Mein Gegner Aaron Gröbel musste kurzfristig wegen Grippe passen und so blieb für mich die Rolle des Beobachters und Schreibers über, was allerdings nicht erholsam war. Kurthi spielte mit Schwarz gegen Andreas Fritsch und kam gut aus der Eröffnung. Er hatte deutlichen Raumvorteil. Frank überraschte Manfred Pichler im Skandinavisch und stand richtig fett. Ingolf hatte mit Weiß gegen Maksym Perekhozhuk Drachen zu kämpfen und ich fand seine Fortsetzung zu passiv bzw. seine Attacke auf den schwarzen König zu langsam. Bei Marco mit Schwarz gegen Eric Gröger war es zunächst relativ ruhig und ausgeglichen. Ähnlich sah es bei Ko mit Weiß gegen Karsten Kühn aus. Schöni griff mit Schwarz zunächst seinen Gegner René Heppner mit den Leichtfiguren an, um sie dann aber wieder zurück zu beordern, nachdem er auf d5 verzichtet hatte. Und bei Lutz mit Weiß gegen Michael Niggl war es bis zur Öffnung des Zentrum mit dem schwarzen Bauernzug auf e5 auch eher ruhig. Aber durch meinen kampflosen Führungspunkt und den Stellungen auf den Brettern hatte ich nach der Eröffnung doch ein gutes Gefühl.

Bei Ingolf ging sein Gegner zum Angriff am Damenflügel über. Dann wurden aber die Damen getauscht und das Spiel verflachte. Schließlich einigte man sich auf Remis. Bei Uwe konnte sich sein Gegner etwas befreien, dann verschwanden die Damen vom Brett und Uwe stand mit einem Einzelbauern am Damenflügel etwas unter Druck. Erst b6, dann a6 mit anschließendem b5 hätte dies evtl. verhindert. Bei Frank ging vielleicht (?) ein Figurenopfer mit Lxb7, was aber nicht einfach zu berechnen war. Auch ich fand keine eindeutige Variante. Plötzlich verflachte sein Angriff und er blieb mit einem Doppelbauern auf der f-Linie zurück. Dann ging auch noch ein Bauer am Damenflügel verloren und ich schrieb die Partie ab. Auch bei Marco entwickelte sich die Partie nicht wie gewünscht weiter. Er versuchte ein aktives Leichtfigurenspiel zu entwickeln, sah sich aber plötzlich in der Defensive und auf einmal war eine Leichtfigur dahin. Auch bei Ko war es schwieriger geworden. Nach zu passiver Spielweise im Mittelspiel bekam er Druck auf der halboffenen c-Linie. Dann blieb er mit der schlechteren Bauernstruktur zurück und es ging der vereinzelte d-Bauer verloren. Schöni holte seine Leichtfiguren wieder in den Stall, konnte im Mittelspiel den Raumvorteil seines Gegners aber kontern und war auf dem Weg einen Bauern zu gewinnen. Bei Lutz hatte ich immer ein gutes Gefühl, was er auch bald bestätigte. Sein Gegner blieb mit schwachen, schwarzen Feldern am Königsflügel zurück, was Lutz stark ausnutzen konnte und die Partie gewann. Mit 3 aus 5 ist er aktuell unser bester Punktesammler. Marco investierte viel Zeit in eine Lösungssuche gegen den Figurenverlust, hatte dann auch fast wieder eine Chance auf Gegenspiel, schaffte aber leider nicht die 40 Züge in der vorgegebenen Zeit. Uwe verteidigte sich glaube zu passiv und verpasste mit Te5 evtl. eine gute Remischance aus. Plötzlich hatte er ein verlorenes Endspiel auf dem Brett, was sich sein Gegner auch nicht mehr nehmen ließ.

Damit standen unsere Chancen nicht mehr so gut. Ko musste mit Minusbauer ins Damenendspiel, vielleicht mit der Remismöglichkeit. Schöni auf dem Weg zum Bauerngewinn in ein gewonnenes Endspiel, Frank eher auf Verlust stehend. Ko kannte seine Partie leider nicht halten und verlor. Schöni spielte die falsche Idee und hatte danach einen Minusbauer und konnte sich aber in eine Zugwiederholung retten. Und bei Frank kippte die Partie plötzlich zu unseren Gunsten. Aus schlechterer Stellung mit Minusbauer wurde eine Plusbauer mit besserer Stellung. Konnten wir vielleicht doch noch einen Punkt mitnehmen? Leider nein, denn M. Pichler konnte sich in ein Turmendspiel retten, was nicht mehr zu gewinnen war.

Damit sind wir nun mit 3 Punkten Tabellenletzter und die Chancen werden immer geringer. Es fehlt uns aktuell etwas an Geschick und manchmal auch ein Quäntchen Glück. Dies müssen wir nun versuchen, in den letzten 3 Runden zu erzwingen. Die nächste Möglichkeit dafür gibt es am 13.03.2016 – dann gegen USV Halle III.

5. Runde 17.01.2016: AE Magdeburg – VfL Gräfenhainichen 5:3

Da war mehr drin…

Am 17.01.2016 fuhren wir nach Magdeburg zur 5. Runde der Verbandsliga. Trotz Schnee waren wir pünktlich vor Ort und es ging kurz nach 9:00 Uhr los.

An allen Brettern entwickelten sich spannende Partien. Ingolf hatte leider nicht das beste Händchen bei seiner Eröffnungswahl mit Schwarz. Trotz Qualitätsgewinn spielten seinen Figuren irgendwie nicht richtig zusammen und Marcel Schulz konnte die Partie siegreich gestalten. Lutz Adolph war anfangs mit seinem schwarzen Sizilianer gegen Jan-Hendrik Heyne etwas unter Druck, konnte sich aber befreien und spielte aggressiv weiter. Schließlich gewannen Lutz. Schöni spielte mit Weiß von Beginn an offensiv und konnte seinen Gegner Alexander Nieber überspielen. Bei Micha gegen Martin Sieber sah es lange ausgeglichen aus, allerdings hatte Micha etwas Probleme sich mit Schwarz etwas Raum zu verschaffen. Dies führte dann auch zu Schwierigkeiten bei der Koordination seiner Figuren, was dann auch den Verlust bedeutete. Marco opferte bei seinem Saisondebüt mit Weiß gegen Frank Wilberg früh einen Bauern, um den dann der Kampf entbrannte. Trotz Zeitvorteil konnte Marco nicht die richtige Strategie finden und verlor ebenfalls. Damit lagen wir 3:2 hinten. Bei Uwe mit Weiß war die Partie gegen Guido Rothe glaube immer dicht am Ausgleich, dann leichter Vorteil für den Magdeburger und in Zeitnot übersah Kurthi einen Figurengewinn. Die Partie endete Remis. Bei Frank mit Schwarz gegen Jens Windelband ging es im Italiener immer hin und her. Zunächst schien Frank am Drücker, dann musste er sich selbst wieder zurückziehen, bekam einen Doppelbauer und musste sich verteidigen. Im Endspiel kassierte er dann einen Bauern ein und es schien, als ob er die Partie siegreich gestalten kann. Jetzt war es Jens Windelband, der sich erfolgreich verteidigte und die Partie endete Remis. Es war übrigens die letzte Partie, die lief.

Da mir die tragische Rolle des Wettkampfes zukommt, hab ich meine Partie ans Ende gestellt. Nach anfänglichem Ausgleich mit Weiß gegen Jonas Roseneck, erspielte ich mir Vorteil. Nach einem Springereinschlag auf Sxf7, fand ich nicht die richtige Fortsetzung mit dem direkten Lxf5. Ich kam aus der Abwicklung aber nach einer Ungenauigkeit von Jonas doch mit einem Mehrbauern heraus. Diesen stellte ich dann leider ein und war natürlich ziemlich frustriert. Schließlich ging es um mindestens einen Mannschaftspunkt. In Zeitnot fand ich dann auch nicht die Abwicklung zum Tausch der Schwerfiguren, was evtl. noch das Remis gerettet hätte. Der letzte Fehler kostete dann die Partie und wir verloren den Wettkampf.

Daher kann ich auch nicht ganz die Einschätzung von Frank Wilberg teilen. Der Kampf war absolut ausgeglichen und es war definitiv ein Punkt drin. Jetzt gilt es die Konzentration auf die nächsten Runden zu richten, geht es jetzt gegen die Mitkontrahenten um den Klassenerhalt.

4. Runde 13.12.2015: VfL Gräfenhainichen – SV Merseburg 2,5 : 5,5

Nichts zu holen gegen Merseburg (von Ingolf)

Nach unserem Punktgewinn in Löberitz waren wir auch für das letzte Spiel des Jahres gegen den SV Merseburg guten Mutes, der sich noch verstärkte, als unser Gegner nur zu siebt an die Bretter ging. Tobias Richter stand nur auf dem Spielberichtsbogen, so dass ich diesmal das Berichtschreiben übernahm.

Los gings an 1 für Uwe mit seinem gewohnten Pirc gegen Thomas Grieger. Frank eröffnete mit 1.f4 und baute einen Stonewall gegen Thomas Hartung auf. Dirk Wildenrath spielte gegen Steffen Englisch. Ko’s Eröffnung sah nach Damengambit aus, aber sowohl er als auch seine Gegnerin Katja Hartung rochierten dann lang. Französisch wählte die zweite Amazone Tanja Pflug gegen Micha, der in der Abtauschvariante als Weißer unter Druck geriet. Ebenfalls Französisch stand bei Schöni zur Debatte. Nach frühem Damentausch hatte er die schlechtere Bauernstruktur als Marcus Grieger, dafür aber das Läuferpaar. Und schließlich wählte Lutz an Brett 8 1. d4, was Martin Feuerherdt mit Damengambit beantwortete.

Es entspannen sich zähe Kämpfe, die die Merseburger nach meinem Empfinden von Beginn an mit leichten Vorteilen führten. Schöni gab sein Läuferpaar für eine freie Turmlinie ab und gewann auch einen Bauern, verlor dadurch aber die Initiative. Steffens Abwicklung gegen Dirk gefiel mir auch nicht wirklich, er hatte für zwei Leichte nur Turm und einen Bauern bekommen. Uwe wurde von seinem Gegner – er hatte die Rochade zurückgestellt – scharf am Königsflügel attackiert. Die Entscheidung, den KF abzuriegeln, war dann aber leider die falsche, Thomas wickelte am Damenflügel zum Sieg ab. Lutz war kurzzeitig auch in Bauernvorteil gekommen, welcher aber nicht zu halten war. Die ausgeglichene Stellung wurde Remis gegeben. Schöni geriet immer mehr ins Hintertreffen, sein abgeklemmter Läufer fehlte gegen den in sein Lager eingedrungenen weißen Turm und die Partie ging schließlich verloren. Nach zäher Verteidigung übersah Micha leider einen Bauernverlust, welchen seine Gegnerin sicher zum Sieg verwertete. Und auch Ko geriet auf die Verliererstraße. Nach einigen Tauschaktionen verblieb Katja mit dem Läuferpaar und erhöhte den Druck gegen den schwarzen König, welcher letztlich in einen Mattangriff mündete. Steffen ergriff die Flucht nach vorn, doch Dirk verteidigte seinen Monarchen umsichtig und drückte dann einen Bauern zum Sieg durch. Frank, der zwischenzeitlich auch (einen Bauern) in Rückstand geraten war, gelang noch etwas Ergebniskosmetik. Sein Gegner überzog, so dass er mit seinem Turm eindringen und auf Grund der Bauernschwächen im gegnerischen Lager doch noch den Sieg davontragen konnte.

Auch unser nächster Gegner Aufbau Elbe II wurde vom USC mit einer Niederlage an uns übergeben – späte Rache für die Niederlage gegen uns? Dass in diesem Jahr scheinbar jeder jeden schlagen kann, nehmen wir aber auch für uns in Anspruch.

Bis dahin erst mal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in neue Jahr!

3. Runde 15.11.2015: SG Löberitz II – VfL Gräfenhainichen 4,0 : 4,0

Auswärtspunkt „auf dem Dorf“!

Am 15.11.2015 fuhren wir zum Auswärtsspiel nach Löberitz. Nach dem Sieg beim USC Magdeburg wollten wir uns auch „auf dem Dorf“ so teuer wie möglich verkaufen.  Zu unserer Überraschung sahen wir uns einer ersatzgeschwächten Heimmannschaft gegenüber, aber auch wir mussten wieder Schubi und Ko durch Dirk und Lutz ersetzen.

Kurthi spielte mit Weiß gegen Normi und es wurde Sizilianisch (ich glaube es war Paulsen) gespielt. Uwe fand glaube nicht die richtigen Züge, bekam einen Doppelbauern auf der c-Linie und das etwas schwere Spiel. Bei Sebastian Pallas gegen Frank wurde glaube Schottisch gespielt. Frank kam ganz gut aus der Eröffnung, die Entscheidung zwei Figuren gegen einen Turm zu tauschen, war glaube nicht die beste Entscheidung. Ich spielte gegen Reyker eine normale Partie, die sich immer relativ am Ausgleich bewegte. Bei Elina Otikova gegen Ingolf gab es auch einen Sizi, wo ich Ingolfs Stellung immer recht gut fand.

Micha führte die weißen Steine gegen Patricia Lehmann und hatte die ganze Zeit eine druckvolle Stellung. Schöni dagegen kämpfte mit Schwarz die ganze Partie gegen Münzi an unterschiedlichen Fronten. Münzi griff am Königsflügel an und Schöni versuchte Gegenspiel am Damenflügel. Dirk gewann gegen Thomas Richter früh einen Bauern und konnte diesen Vorteil absichern. Bei Annika Priese gab es dann auch wieder einen Sizi, wobei Lutz ebenfalls das bessere Spiel hatte. 3x Sizi und 3x hatte Schwarz das bessere Spiel.

Dirk nutzte seinen Bauernvorteil, tauschte die Damen und konnte seine Partie siegreich gestalten. Mit 2/3 hat Dirk einen guten Start in die Saison hingelegt. Schöni wurde am Königsflügel „überrannt“ und verlor. Ich wickelte in ein vermeintlich günstigeres Endspiel ab. Leider war es nur eine optische Überlegenheit, einen vermeintlichen Gewinnweg gibt es nur an einer Stelle. Da hatte ich zwar eine ähnliche Idee im Kopf, aber leider nicht die richtige und die Partie wurde Remis. Bei Frank ging es glaube immer mal wieder hin und her. Damit war die Punkteteilung wohl gerecht und es stand 2:2.

Uwe verteidigte seine Stellung glaube nicht aktiv genug und es wurde der a- Bauer gegen die beiden c- Bauern getauscht. Damit blieb ein Minusbauer und am Ende der Verlust der Partie. Aber bei Ingolf sah es gut aus, hatte er doch 2 Mehrbauern. Auch Micha hatte eine klar bessere Stellung. Lutz wickelte falsch ab und hatte plötzlich eine Qualität weniger. Aber zum Glück hatte er etwas Druck gegen den weißen König. Micha konnte seinen Vorteil sicher nach Hause bringen (auch bei 2/3), Lutz sicherte das Remis und nun lag es an Ingolf. Leider gab er wieder beide Mehrbauern ab. Dann ging es in ein Turmendspiel, wo es wahrscheinlich keinen Vorteil für eine Seite gab. Evtl. hätte Ingolf einen Versuch starten können, sich die weißen Bauern am Königsflügel zu holen. Aber auch dann wäre die Partie wahrscheinlich Remis ausgegangen. So gingen Partie und der Kampf unentschieden aus. Vielleicht war am Ende sogar mehr drin…

Auf Grund der Ergebnisse in der Verbandsliga müssen wir am Ende schauen, was das 4:4 Wert ist. Das ganze Feld ist ziemlich eng zusammengerückt.

2. Runde 11.10.2015: USC Magdeburg – VfL Gräfenhainichen 3,5 : 4,5

Wichtiger Auswärtssieg beim USC Magdeburg!

Nach der Auftaktniederlage gegen Naumburg sollte gegen einen der vermeintlichen „Mitkontrahenten“ im Abstiegskampf was Zählbares her. Entsprechend konzentriert gingen wir in die 2 Runde. Hier entbrannte an allen Brettern ein spannender Wettkampf. Ohne auf die Eröffnungsdetails einzugehen, waren nach 3 Stunden an allen Brettern noch keine 20 Züge gespielt und es ging überall mit großen Schritten auf die Zeitnotphase zu.

Uwe stand mit den weißen Steinen gegen Niklas Geue glaube leicht besser, Frank hatte mit Schwarz einen Bauern gegen Jens Kapischka eingebüßt. Ich hatte mir mit Weiß eine leicht bessere Stellung gegen Kevin Schiffner erarbeitet und hatte auch die bessere Zeit. Ingolf stand optisch auf jeden Fall mit Schwarz aktiver gegen Thomas Bundrock. Bei Micha war es gegen Hans Werchan genau umgekehrt und er musste sich mit Weiß in gedrückter Stellung genau verteidigen. Schöni hatte glaube zu dem Zeitpunkt mit Schwarz gegen Phillipp Marx auch schon einen Bauern eingesammelt, hatte dafür eine etwas gedrückte Stellung und keine Schwächen. Dirk hatte sich mit Weiß sehr gut gegen Karl-Heinz Bondick entwickelt und hatte seine Chancen und unser Neuling in der 1. Mannschaft Lutz Adolph hatte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen Thomas Reichert gut befreit.

Dann ging es fast Schlag auf Schlag. Frank verlor noch einen Bauern und als sein König auch noch auf Wanderschaft musste, war es schnell vorbei. Fast zeitgleich konnte ich meine Partie siegreich gestalten. Dirks Gegner stellte die Dame ein und wir konnten mit 2:1 in Führung gehen. Uwe trieb es mit seinem Gegner auf die Spitze. Ich glaube beide hatten im 25 Zug noch ca. 1 Minute auf der Uhr und Uwe wickelte ins Dauerschach ab. Es war wohl aber mehr drin. Schöni’s Gegner versuchte zwar noch sich aktiv zu verteidigen, aber es half nichts. Schöni verwandelte sicher. 3,5:1,5 für uns!

Nur Ingolf, Micha und Lutz „mussten“ über die Zeitkontrolle. Micha seine Partie war nicht mehr zu halten und Lutz hatte in der Zeitnotphase leider den Gewinn ausgelassen, dann folgte ein weiterer Fehler und damit war auch noch das Remis dahin. Plötzlich stand es 3,5:3,5 und Ingolf musste es richten. Er hatte einen Springer gegen 2 Bauern, mit jeweils einem Turm und einigen Bauern, aber es war schwierig. Zum Glück hatte er einigen Zeitvorteil und konnte am Ende die Partie gewinnen.

Damit haben wir unser erstes Nahziel erreicht und den ersten Sieg eingefahren. Jetzt geht es in der nächsten Runde „auf’s Dorf“ und mal schauen – vielleicht geht da auch was…

1. Runde 20.09.2015: VfL Gräfenhainichen – Naumburger SV 2 : 6

Am 20.09.2015 startete für uns wieder das Abenteuer Verbandsliga. Als DWZ-schwächstes Team werden wir in allen Kämpfen mehr oder weniger Außenseiter sein, aber wir werden überall einen harten Kampf abliefern. So auch in der ersten Runde gegen Naumburg.

Am Brett 1 hatte es Uwe mit dem starken Naumburger Neuzugang Sebastian Schmidt-Schäfer (2380) zu tun. Aber Uwe hat ja keine Probleme mit großen Zahlen (siehe Görlitz). Mit Schwarz erreichte er schnell Ausgleich und konnte dann auch Druck aufbauen. Am Ende stand ein Endspiel auf dem Brett, wo Uwe leichte Vorteile hatte, aber das Remis ging voll in Ordnung. Frank an Brett 2 spielte mit Weiß seine Eröffnung gegen Florian Wendling. Die Partie bewegte sich immer am Ausgleich, bis Frank etwas Angst vor einem schwarzen Angriff am Königsflügel bekam. Ein unnötiges Qualitätsopfer besiegelte dann die Niederlage. Bei mir war es gegen Julius Tobias Heinrich ähnlich. Eine relativ ausgeglichene Partie wurde durch das h4 meines Gegners plötzlich wesentlich besser für mich und ich kam mit Schwarz in Vorteil . Leider spielte ich an 3 Stellen zu ungenau und verdarb die Partie ins Remis. Ingolfs Partie war eigentlich bereits im 12. Zug entschieden. Das falsche g5 brachte Jens Härtig so in eine aktive Position, dass er die Partie mit Schwarz dann sauber nach Hause spielte.

Bei Ko war es auch eine eigene Ungenauigkeit, die aus einer leicht besseren, eine deutlich schlechtere Stellung machte. Jens-Frieder Mükkes f4 beantwortete Ko mit f4 und danach ging es nur noch abwärts. Wesentlich positiver konnte Micha seine Weißpartie gegen Joey Deutsch gestalten. Micha öffnete zur richtigen Zeit den Damenflügel, spielte dann aber gegen den weißen Königsflügel und konnte einen Bauern bis f7 bringen. Dieser Vorposten war nicht zu verteidigen und Micha holte den einzigen Sieg für uns.Schöni‘s Partie war leider auch schon frühzeitig durch eine Ungenauigkeit entschieden. Mit den schwarzen Steinen zog er im 8. Zug gegen Bernd Rößler d5 und plötzlich löste sich seine Stellung auf. Die Löcher waren nicht mehr zu stopfen und die Partie ging verloren. Dirk führte die weißen Steine gegen Mathias Will und konnte die Eröffnungsphase zu seinen Gunsten gestalten. Leider ließ er sich vom f3 seines Gegners aus der Fassung bringen, denn es ging einfach Sxf3. Das angedachte Qualitätsopfer Txf3 hätte Schwarz nicht auf die Siegerstraße gebracht, denn die Bauern f2 und f3 hätten alle möglichen Angriffsfelder im Griff gehabt.

Am Ende stand eine 2:6 Heimniederlage, die zwar deutlich aussieht, es aber eigentlich gar nicht war. Ich sehe/bewerte sie daher auch etwas anders, als die Naumburger in ihrem Bericht. Wir wurden nicht überspielt, sondern kamen durch eigene Ungenauigkeiten in schlechtere Stellungen. Da zeigt sich dann aber die Klasse der Naumburger, die dies überall ausnutzen konnten. Wir müssen uns auf uns konzentrieren, unsere Chancen besser nutzen (ich zum Beispiel) und die eigenen Fehler minimieren. Dann wäre selbst gegen Naumburg mehr drin gewesen.

Kleiner Hinweis noch in Sachen Internet. Wir sind grad dabei unseren Auftritt zu überarbeiten. Daher werde ich aktuell nur minimalen Aufwand betrieben…

Saison 2014/ 2015 – Landesliga B

Ergebnisse beim LSV Sachsen-Anhalt:

http://www.schach-sachsen-anhalt.de/index.php/component/clm/?view=rangliste&saison=10&liga=78&Itemid=156&typeid=21

Name DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte %
Michel, Steffen 2083 1 0 1 + ½ 0 1 1 5,5 61
Hintzsche, Ingolf 1992 ½ 1 1 ½ ½ + ½ 1 1 7,0 78
Kurth, Uwe 1920 1 1 1 1 1 1 ½ 1 1 8,5 94
Schönfeld, Frank 2086 1 1 1 1 1 1 ½ 0 6,5 72
Dubbratz, Frank 1814 ½ 1 ½ 1 ½ ½ ½ ½ 1 6,0 67
Schubert, Marco 1793 + ½ 0 0 1 ½ 1 ½ 1 5,5 61
Kowalski, Bernd 1696 ½ 1 ½ 2,0 67
Quinque, Michael 1645 + ½ 0 ½ ½ ½ 1 1 5,0 63
Neumann, Dirk 1679 + ½ 0 ½ 2,0 50
Quinque, KlausGast, Rainer

Stockmann, Till

16601540

1270

1 +  

0

       1,0   1,0  0,0 100 100 0
Brettpunkte 7 5,5 5 6 5 5,5 4 6 6 50
Punkte 2 2 2 2 2 2 2 2 2 18

9. Runde VfL Gräfenhainichen – SF Hettstedt 6,0 : 2,0

VfL Gräfenhainichen 1824 6.0 : 2.0 Schachfreunde Hettstedt 1749
1
2113
1 – 0
1966
2
1992
1 – 0
1952
3
1920
1 – 0
1794
4
2048
-/+
1782
5
1814
1 – 0
1694
6
1793
1 – 0
1717
7
1645
1 – 0
1558
8
1270
0 – 1
1525

18:0 – Letztes Saisonziel erreicht

Am letzten Spieltag empfingen wir alle Mannschaften zur zentralen Endrunde. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit der Anzahl der Bretter konnte Dank Einheit Halle, die 2 komplette Mannschaftssätze mit hatten, die letzte Runde gestartet werden.

Wir wollten wie angekündigt auch diese Runde erfolgreich gestalten, mussten aber leider den krankheitsbedingten Ausfall von Schöni und Ko verkraften. Da sich aber unsere anderen Mannschaften alle im Abstiegskampf befanden, entschlossen wir uns Schöni’s Brett frei zu lassen und für Ko spielte am Brett 8 unser Nachwuchstalent Till Stockmann. Aber auch Hettstedt trat nicht in Bestbesetzung an und so entwickelte sich ein spannender Kampf.

Nachdem wir am Vortag unseren Aufstieg mit Stadtführung und Abendessen (+ Trinken) in Wittenberg gefeiert hatten, verschlief ich mit Schwarz gegen Dirk Michael zunächst völlig die Eröffnung. Plötzlich wachte ich schon nach wenigen Zügen mit einer Minusqualität auf. Ingolf spielte gegen Kai Friedrich’s Caro-Kann aktiv und hatte mehr vom Spiel. Uwe führte auch die schwarzen Steine und gegen Tobias Kunth entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Wilhelm Brandt gewann kampflos gegen Schöni und somit lagen wir 0:1 zurück.

Bei Frank mit Schwarz gegen Eberhard Kipka und Schubi mit den weißen Steinen gegen Falk Matiebe waren die Partien ebenso ausgeglichen wie bei Micha gegen Jens Flieger. Till musste sich zunächst gegen Jens Reckner gut verteidigen, um nicht in Nachteil zu geraten. Aber dies gelang ihm sehr gut.

Dann konnte Frank unseren ersten Sieg einfahren. Er gewann erst eine Figur, dann wurde daraus ein Turm. Frank musste dann noch einen versuchten Mattangriff abwehren, aber sein Sieg war nicht mehr gefährdet. Nachdem Schubi im letzten Punktspiel noch den Königsangriff nicht erfolgreich abschließen konnte, machte er es diesmal besser. Er opferte einen Springer und drang mit der Dame auf h7 ein und konnte den schwarzen Monarchen erlegen bzw. sein Gegner hätte die Dame verloren. Daher folgte die Aufgabe. Auch Ingolf konnte sein aktives Spiel in zählbares ummünzen. Nachdem er erst Lxc5 übersah, machte dann Txe5 den Sieg klar. Damit lagen wir 3:1 in Führung.

An den anderen 4 Brettern wurde weiter gekämpft. Uwe’s Gegner beschränkte sich zu sehr auf das Verwalten seine Stellung, was Uwe wiederum zur Verbesserung seiner Stellung nutzte. Dann schlug er im richtigen Moment zu und konnte einen starken Angriff mit Dame und aktivem Läuferpaar vollenden. Till spielte sehr stark und stand auf Gewinn. Leider übersah er dann den schwarzen Läufer auf der Diagonale zu seinem König und verlor durch einen Abzug die Dame. Schade, denn da war wirklich ein Sieg für Till im ersten Einsatz für die 1. Mannschaft drin. Micha’s Gegner opferte einen Springer, was aber nicht gerechtfertigt war. Micha, zwar auch gesundheitlich angeschlagen, konnte diesen Vorteil sicher nach Hause bringen. Ich selbst musste bis zum Ende kämpfen. Nach dem Qualitätsgewinn fand Dirk Michael nicht mehr die besten Züge und investierte zusätzlich noch viel Zeit. Ich konnte Aktivität entwickeln, einen Bauern gewinnen und meine Stellung aussichtsreicher gestalten. Mein Gegner gab eine Figur für 3 Bauern und meine Stellung war danach wohl schon gewonnen, weil ich auch noch einen Turm einfangen konnte. Dann galt es noch die Zeitnot zu überstehen und ich konnte den Sieg einfahren.

Der 6:2 Sieg geht vom Spielverlauf absolut in Ordnung. Meine Partie war eher glücklich, dafür Till’s Niederlage unglücklich und alle anderen Partien gingen wohl verdient an uns. Somit haben wir unser letztes Saisonziel mit 18:0 Punkten bei 50 Brettpunkten erreicht. Das ist eine stolze Bilanz und wir können guten Mutes in die nächste Saison in der Verbandsliga schauen.

Ein Dank übrigens noch ans Gräfenhainicher Gymnasium für die Räumlichkeiten und die Bewirtung durch die Abiturienten der 12. Klasse!

8. Runde VfL Gräfenhainichen – Naumburg II 6,0 : 2,0

VfL Gräfenhainichen 1858 6.0 : 2.0 Naumburger SV 1951 II 1667
1
2113
1 – 0
1706
2
1992
1 – 0
1846
3
1920
1 – 0
1843
4
2048
0 – 1
1977
5
1814
0.5 – 0.5
1687
6
1793
0.5 – 0.5
1609
7
1645
1 – 0
1478
8
1540
+/-
1192

AUFSTIEG!

Es ist vollbracht –im Heimspiel gegen Naumburg II haben wir mit einem 6:2 Sieg den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft.

Auch wenn es scheinbar nur noch „Formsache“ war, wir wollten (und wollen bis zum Ende) eine gute und konzentrierte Saison spielen. Wir wollten uns auch nicht auf Schützenhilfe im Verfolgerduell Piesteritz – Einheit Halle verlassen, sondern mit einem Sieg den Aufstieg aus eigener Kraft fest machen. Also saßen wir pünktlich um 9:00 Uhr an den Brettern. Ko mussten wir ersetzen und wollten diesmal nicht auf Dirk zurückgreifen, der in der 2. Mannschaft im Abstiegskampf gebraucht wurde. Also kam Rainer Gast zum Einsatz und konnte gleich einen Punkt einfahren. Leider „fanden“ nur 7 Naumburger den Weg zu uns und Rainer siegte kampflos.

An den anderen Brettern wurde aber hart gekämpft. Nach überstandener Grippe musste ich mit Schwarz gegen Holger Reichelt ran. Uwe beschwerte sich sofort, da dies eigentlich sein Gegner gewesen wäre und in etwa die Partie auf das Brett kam, die er sich vorgestellt hatte. Ingolf spielte gegen Andreas Schlag Spanisch und hatte aus meiner Sicht zunächst mehr von der Eröffnung. Uwe musste also umdenken und spielte gegen Klaus Baerthel Pirc (?). Die Partie verlief glaube zunächst ziemlich ausgeglichen, aber sein Gegner verbrachte viel Zeit. Schöni mit Reti gegen Hermann Packroff war solide unterwegs. Frank verteidigte sich gegen Frank Mächler mit dem Stonewall-Holländer und hatte damit ein bekanntes Stellungsbild auf dem Brett. Marco führte die weißen Steine gegen Vinzenz Mehner und es wurden früh je zwei Leichtfiguren und 2 Mittelbauern getauscht. Und Micha musste sich gegen Geritt Schlag mit Schottisch beschäftigen, was er sehr gut hinbekam und mit Vorteil aus der Eröffnung kam. Die Damen und Leichtfiguren wurden getauscht – die Initiative lag aber bei Micha.

Schubi machte einen Ausflug mit der Dame nach Dh4, um den Punkt h7 und den gegnerischen König anzugreifen, was sein Gegner mit f5 konterte. Leider war aber gleich Lxh7 möglich mit anschließendem Dh4 und Rückgewinn der geopferten Figur plus Mehrbauer. Danach schwächte er noch seine Bauernstruktur durch f4, damit blieb ein rückständiger Bauer e3 zurück. Daher war die Annahme des Remisangebotes die richtige Entscheidung. Frank erspielte sich klaren Stellungsvorteil, eroberte die offene c-Linie und sein Gegner konnte eigentlich nur noch verteidigen. Aber auch er fand nicht die richtige Gewinnidee wie die Analyse nach der Partie zeigte. Beide Türme auf der c- Linie belassen und mit dem König zum Damenflügel wandern. Frank wählte einen Weg für seinen König, der einen Turmtausch zuließ. Damit war der Gewinnweg wohl dahin und man einigte sich ebenfalls auf Remis.

Ich lehnte das Remisangebot (was auch an vielen anderen Brettern kam…) von Holger ab, weil ich meine Stellung immer etwas besser fand und mit meinem Lb7 Druck Richtung weißem Königsflügel ausüben wollte, musste aber noch meinen König in Sicherheit bringen. Bei Ingolf wurde die a-Linie geöffnet und dort tauchte plötzlich ein schwarzer Turm auf Ta2 auf. Da gefiel mir Ingolfs Stellung gar nicht mehr so gut. Uwe hatte die d- Linie „in Beschlag“ genommen. Ein aktiver Springer auf Sd5 und die Türme dahinter schafften immer Drohungen. Und die Uhr beim Gegner tickte unermüdlich weiter. Schöni lehnte ebenfalls ein Remisangebot ab, verpasste dann aber die Möglichkeit mit e3-e4 seinen Läufer Lc1 zu befreien. Danach tauschte er im Ärger über den nicht ausgeführten Zug auch noch einen Springer auf Sc4 und damit hatte er eine schwierige Stellung. Micha nutzte seine Initiative gut aus und konnte schließlich einen Bauern gewinnen. Anschließend baute er seinen Vorteil aus und erreichte eine Gewinnstellung, da seine Gegnerin keine logischen Züge mehr hatte.

Die genaue Reihenfolge hab ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Schöni verlor seine Partie dann leider, da Hermann Packroff seinen Stellungsvorteil dann auch gut nutzte. Micha setzte seine Gegnerin matt. Ingolf holte zum Konter aus und gewann eine Qualität und die Partie. Ingolf holte zum Konter aus und gewann eine Qualität und die Partie. Ich bekam meinen König zwar in die Ecke, aber ich hatte Glück, dass mein Gegner mal ein taktische Wendung zu meinen Ungunsten übersah, so tauschte ich dann auch meinen Lb7 gegen seinen weißen Widerpart ab und wollte dann mit dem Turm über die 5. Reihe zum Königsflügel. Allerdings übersah mein Gegner einen Bauernverlust, den ich gern annahm. Wenige Züge später folgte ein weiterer Fehler und ich konnte gewinnen. Uwe’s Gegner überschritt in dann schon schwieriger Stellung die Zeit. 6:2 Sieg und Aufstieg! SUPER – Verbandsliga wir kommen.

Jetzt gilt es die Konzentration auch für das letzte Spiel am 12.04.2015 bei der zentralen Endrunde daheim in Gräfenhainichen hochzuhalten, denn jetzt wollen wir auch mit 18:0 Punkten durch die Saison kommen.

7. Runde SV Merseburg II – VfL Gräfenhainichen 3,0 : 4,0

SV Merseburg II 1746 3.0 : 4.0 VfL Gräfenhainichen 1878
1
-/-
2113
2
1953
0.5 – 0.5
1992
3
1848
0.5 – 0.5
1920
4
1766
0.5 – 0.5
2048
5
1753
0.5 – 0.5
1814
6
1675
0 – 1
1793
7
1659
0.5 – 0.5
1696
8
1571
0.5 – 0.5
1645

Nach Sieg in Merseburg haben wir nun zwei Matchbälle (von Ingolf)

Zum fälligen Punktspiel bei der Merseburger Zweiten hatten wir Hoffnung, mit dem Stamm-Achter spielen zu können. Leider machte uns Steffens kurzfristige Krankmeldung (Erkältungszeit) einen Strich durch die Rechnung.

Die Befürchtung, zunächst einen Rückstand aufholen zu müssen, zerstreute sich jedoch schnell – die Gastgeber hatten ihr 1.Brett mit K.-H. Müller besetzt, welcher meines Wissens in den letzten Jahren keine Partie bestritten hat. Ergebnis damit 0 : 0 bzw. – :-.

Für die übrigen Sieben sollte die Aufgabe, mindestens 4 Brettpunkte für den Mannschaftssieg zu holen, lösbar sein, denn die Merseburger mussten gleich 4 Stammspieler an die Erste abgeben.

Beginnen wir also am 2.Brett. Ich hatte mir gegen Peter Burghardt – dem einzigen Aktiven aus der gemeldeten ersten Acht – Grünfeld ausgesucht, mit dem Ziel, die Partie schnell auszugleichen. Uwe verhinderte gegen Ronny Wiegand erfolgreich die „Berliner Mauer“ (oder Marshall?) im Spanier, die Stellung ergab das übliche Lavieren zu Anfang. Unser zweiter Hundertprozentiger Schöni wollte als Schwarzer mit einem Damenbauernspiel seine Serie fortsetzen, gab dabei relativ schnell das Läuferpaar ab, stand aber gewohnt solide. An Brett 5 baute Frank beginnend mit 1. f4 einen weißen Stonewall auf und Schubi verteidigte sich mit Pirc. Ko hatte sich bei seinem 3. Einsatz in diesem Jahr mit dem Königs-Inder von Christina Radde auseinanderzusetzen und Micha bekam Italienisch auf’s Brett.

Den ersten Aufreger gab es bei Frank. Mit einem Doppelangriff bedrohte er zwei Figuren seines jungen Gegners Lennard Hoffmann. Leider verspeiste er die falsche, so dass sein Gegner mit einem Turmzwischenzug den drohenden Nachteil verhindern konnte. Zumindest ein Mehrbauer sprang heraus, aber sein Gegner hatte Chancen gegen die schwache Grundreihe von Frank. Als erster gab ich dann meine Partie Remis – das Bauernopfer für Gegenspiel hatte funktioniert, mehr als Ausgleich sollte es aber nicht sein. Schöni hatte gegen Sven Büscher wohl eine Idee, aber nicht mehr die erforderliche Zeit und heute nicht den erforderlichen „Biss“– auch hier die Punkteteilung.

Marcos Partie entwickelte sich recht turbulent. Nachdem er zunächst die Bauernstellung seines Gegner deformiert hatte, gab ihm dieser auch noch die Qualität. Allerdings bekam er dafür einen Bauern auf d7 zu stehen. Marco behielt ihn jedoch unter Kontrolle und eliminierte ihn unter Rückgabe der Qualle, nicht ohne dabei in ein vorteilhaftes Schwerfigurenendspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Als Marco noch überlegte, wie er seinen Vorteil realisieren sollte, wurde sein Gegner unachtsam und musste erfahren, dass man auch bei stark reduziertem Material zweizügiges matt gesetzt werden kann. Die ersehnte Führung für uns, welche es nun ins Ziel zu bringen galt.

Frank hatte in gedrückter Stellung einen Gegenangriff gestartet und das Ergebnis am Nachbarbrett zu einem Remisgebot genutzt, welches angenommen wurde. Ko’s Partie entwickelte sich ebenfalls in die richtige Richtung. Er gewann einen Bauern, ohne dass seine Gegnerin Kompensation dafür erhalten hätte. Als nächste endete Uwes Partie remis, auch er hatte heute keine durchschlagende Idee. Ebenfalls immer in ausgeglichenen Bahnen verlief Michas Partie, folgerichtig auch hier die Punkteteilung. Nun reichte uns auch in der letzten Partie das Unentschieden, in welches Ko’s Gegnerin auf Nachfrage einwilligte. Ihr fehlte wohl der Glauben, in nachteiliger Stellung das Blatt noch wenden zu können.

Uns war es recht. Mit dem ungewöhnlichen Ergebnis von 4:3 gewannen wir auch dieses Match, müssen aber noch weiter punkten, da Einheit und Piesteritz souverän gewannen. Auf geht’s gegen die Naumburger Zweite am 15.03.!

6. Runde VfL Gräfenhainichen – Anhalt Dessau 5,5 : 2,5

VfL Gräfenhainichen 1877 5.5 : 2.5 1. SC Anhalt 1740
1
2113
0 – 1
2026
2
1992
+/-
1843
3
1920
1 – 0
1951
4
2048
1 – 0
1799
5
1814
0.5 – 0.5
1695
6
1793
0.5 – 0.5
1658
7
1679
0.5 – 0.5
1637
8
1660
1 – 0
1308

Das Ziel rückt näher! (Bericht Ingolf)

Unser nächster Schritt in Richtung Aufstieg sollte gegen den SC Anhalt folgen. Vom Stammachter fehlten diesmal Ko und Micha und wurden durch Dirk und Klaus ersetzt.

Das Unternehmen ließ sich gut an, da die Muldestädter ohne Carsten Wenger anreisten und wir so durch meinen kampflos erzielten Punkt in Führung gehen konnten. Wie schon in Halle erlebten wir kaum Überraschungen in der Eröffnung. Steffen gegen Ralf Schubert und Uwe gegen Michael Oswald bekamen Nimzo aufs Brett. Schöni baute sich Katalanisch auf und Frank überraschte seinen Gegner mit Aljechin. An den übrigen drei Brettern wurde mit dem Damenbauern eröffnet. Während Schubi gegen Wolfram Fürich  nicht c2-c4 folgen ließ, wurde bei Dirk und Klaus jeweils Damengambit geboten.

Den ersten Aufreger gab es dann bei Uwe. Nachdem er seine Vorbereitung auf dem Brett hatte, „vergaß“ er einen Zug und sah sich mit Figurenverlust konfrontiert, der aber durch zwei Mehrbauern und Initiative noch Chancen bot. Franks Gegner Lars Horvat hätte einen Bauern auf b7 gewinnen können, fürchtete aber wohl Probleme an seinem unterentwickelten Damenflügel. Steffen bekam dann ein frühes Remisangebot, lehnte wegen der unklaren Lage aber ab und griff prompt fehl – ein Bauern ging verloren. Anlass zur Hoffnung bot dann unser Senior am letzten Brett, der gegen seinen jungen Gegenüber einen Bauerngewinn verschmähte und stattdessen den Druck weiter erhöhte, was in einem Qualitätsgewinn gipfelte.

Und dann schlug Uwe zu. Ossi hatte wohl nicht die optimale Fortsetzung gefunden und sein König verblieb in der Mitte. Folgerichtig öffnete Kurthi die Stellung und erlegte den weißen Monarchen. Damit wendeten sich die Ereignisse in die für uns richtige Richtung, was noch durch den Figurenverlust von Mario Windolf gegen Schöni untermauert wurde. Frank nutzte dies zum Friedensschluss. Steffens Stellung war nach einem weiteren Bauernverlust nicht mehr zu halten. Schließlich fuhren aber Klaus durch seine überzeugende Vorstellung und Schöni, der ebenso wie Uwe mit 6 aus 6 glänzt, die für den Sieg fehlenden vollen Punkte ein. Bei Marco und Dirk passierte danach nichts mehr und durch zwei Punkteteilungen stand das Endergebnis von 5,5:2,5 fest.

Da aber unsere Verfolger nicht patzten, gilt es die Spannung weiter hoch zu halten, am 22.02. in Merseburg.

5. Runde SG Einheit Halle – VfL Gräfenhainichen 3 : 5

SG Einheit Halle 1909 3.0 : 5.0 VfL Gräfenhainichen 1876
1 Schellmann,Frank 2077 0.5 – 0.5 Michel,Steffen 2113
2 Feldmann,Michael 1914 0.5 – 0.5 Hintzsche,Ingolf 1992
3 Richter,Andreas 1863 0 – 1 Kurth,Uwe 1920
4 Senebald,Roland 1804 0 – 1 Schönfeld,Frank 2048
5 Berger,Jürgen 2029 0.5 – 0.5 Dubbratz,Frank 1814
6 Meißner,Rüdiger 1856 0 – 1 Schubert,Marco 1793
7 Winning,Klaus 1913 0.5 – 0.5 Quinque,Michael 1645
8 Nitsch,Thomas 1813 1 – 0 Neumann,Dirk 1679

Tabellenführung souverän ausgebaut!

Am 5. Spieltag mussten wir zum Spitzenkampf zur SG Einheit Halle und wollte nach Möglichkeit unsere Tabellenführung behaupten. Pünktlich um 9:00 ging es dann auch los und bei den jeweiligen Aufstellungen gab es keine Überraschungen – Dirk bei uns wieder für Ko.

An allen Brettern entwickelten sich die erwarteten Partien. Ich kämpfte im Damenbauernspiel gegen Frank Schellmann, Ingolf holte gegen Michael Feldmann Grünfeld aufs Brett, Uwe musste auf sein e4 Sizilianisch gegen Andreas Richter spielen und bei Schöni war es wohl auch eine Art Damenbauernspiel von Roland Senebald. Bei Frank war es ein scharfer Engländer/Reti gegen Jürgen Berger, Marco musste sich auch gegen Damenbauernspiel von Rüdiger Meißner verteidigen, Micha spielte wie im Vorjahr gegen Klaus Winnig e4 und wieder gab es Sizilianisch und Dirk spielte gegen Thomas Nitsch auf e4 – e5 und die gewollte Fortsetzung kam aufs Brett.

Leider war schlug Dirk mit gxf6 falsch und hatte danach einige Stellungsprobleme, die er nicht mehr richtig in den Griff bekam. So ging die Partie verloren. Aber Uwe glich sofort aus. Er erhielt eine schöne Angriffsstellung, die er am Ende mit Figurengewinn abschloss. Den Rest wollte sich sein Gegner nicht mehr zeigen lassen. Schubi packte mal was Neues in der Eröffnung aus. Die Grundidee war klar und als ihm sein Gegner die Chance zum Königsangriff gab, schlug er wie gewohnt zu. Beide Könige ziemlich offen, Weiß bekam sogar einen Bauern bis h7, hinter dem sich aber Marco mit Kh8 versteckte. Sein Bauer auf f3 war wesentlich gefährlicher und gewann schließlich die Dame + Partie. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein Remisangebot. Leider hatte ich in der Eröffnung Le5 ausgelassen und war nicht ganz in die gewollte Stellung gekommen. Evtl. stand ich trotzdem etwas besser, aber ich hatte etwas viel Zeit verbraucht und hatte nach 18 Zügen nur noch ca. 30 min auf der Uhr und nahm die Punkteteilung an. An den anderen Brettern sah ich auch eher Vorteile für uns. 2,5:1,5 für uns.

Schöni hatte eine solide Stellung, die er kontinuierlich ausbauen konnte. Da ein vereinzelter b-Bauer von Weiß, dort der König ohne Figurenunterstützung. Also berechnete Schöni einen Angriff auf den König, mit Damenopfer und zwangsläufigem Matt. Frank spielte auch eine wilde Partie, wobei der Vorteil immer bei ihm lag. Am Ende einigte man sich auf Remis. Frank hatte auch die Partie von Ingolf richtig eingeschätzt. Denn da wurde zwar auch hart gekämpft, aber Ingolf hatte eine ausgeglichene Stellung mit ungleichfarbigen Läufern. Schließlich wurden auch hier die Punkte geteilt und der Mannschaftskampf war gewonnen. Jetzt ging es noch um das Ergebnis. Micha machte zwar in Zeitnot einen Fehler, aber seinem Gegner erging es nicht besser und man einigte sich nach einiger Zeit auch hier aus Remis. Somit konnten wir einen relativ sicheren Mannschaftssieg mit 5:3 einfahren und haben jetzt 3 Punkte Vorsprung auf den 2. Platz. Damit stehen die Chancen gut für einen erneuten Aufstieg in die Verbandsliga. Jetzt gilt es aber weiter konzentriert zu bleiben. Das nächste Spiel ist immer das schwerste! Am 01.02.2015 geht es dann gegen Anhalt Dessau.

Übrigens haben wir in Kuthi und Schöni 2 Spieler, die bisher alle Partien gewinnen konnten.

4. Runde VfL Gräfenhainichen – SV Motor Zeitz 6 : 2

VfL Gräfenhainichen 1878 6.0 : 2.0 SV Motor Zeitz 1738
1
2113
+/-
2022
2
1992
0.5 – 0.5
1859
3
1920
1 – 0
1830
4
2048
1 – 0
1758
5
1814
1 – 0
1571
6
1793
0 – 1
1618
7
1696
1 – 0
1571
8
1645
0.5 – 0.5
1675

Am 4. Spieltag empfingen wir Motor Zeitz und wir wollten natürlich unsere Tabellenführung verteidigen. Da unsere Gäste ohne Heinz Schultheis antreten mussten, der kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, war unsere Aufgabe etwas leichter. Dadurch hatte ich etwas Zeit, überall zu schauen. Es entwickelten sich an allen Brettern zunächst ausgeglichen Partien.

Bei Ingolf blieb dies gegen Joachim Just auch bis zum Remis so. Einmal gab es glaube die Möglichkeit in ein Leichtfigurenendspiel mit Läuferpaar gegen Läufer+Springer abzuwickeln, aber die Punkteteilung ging in Ordnung. Bei Uwe war die Eröffnung ziemlich undurchsichtig. Frank Wilke verlor dann auch frühzeitig den Überblick und übersah ein Damenschach, was einen Läufer und die Partie kostete. Schöni überspielte seinen Gegner einfach. Marcel Greim machte eigentlich keinen großen Fehler, doch mehrere kleinere Ungenauigkeiten reichten für Schöni. Frank spielte gegen Tobias Kissmann und stand anfangs aus meiner Sicht nicht ganz so gut. Doch ein Qualitätseinsteller seines Gegners brachte Frank dann auf die Siegerstraße. Es dauerte zwar noch eine Weile, aber Frank spielte es sauber zu Ende. Marco klebt etwas die „Seuche“ an den Schachfingern. Nach anfänglich sehr guter Stellung, wählte er gegen Kevin Nestler dann den falschen Weg und die Partie wendete sich. Irgendwie wurde es dann immer schwieriger für Marco und dann ging die Partie dahin. Ko gewann gegen Matthias Lange auch eine Qualität. Sein Gegner startete dann einen Angriff auf Ko’s König, zum Glück behielt die Nerven und brachte seinen Vorteil nach Hause. Micha spielte gegen Thomas Richter wieder eine schöne Partie, belohnte sich am Ende aber nicht selbst. Zunächst gewann er einen Bauern und hatte auch noch eine bessere Stellung. Den Bauern stellte Micha leider wieder ein, spielte dann aber aktiv weiter und hätte evtl. das Endspiel auch auf Sieg spielen können. Am Ende war das Remis aber okay.

Mit dem hohen 6:2 Sieg gehen wir als Tabellenführer ins neue Jahr und es gilt den Platz an der Sonne am 18.01.2015 gegen Einheit Halle zu verteidigen.

Allen eine besinnliche Weihnachtszeit, ein paar erholsame Tage und einen guten und gesunden Rutsch ins neue Jahr.

3. Runde Klostermannsfelder SC 1958 – VfL Gräfenhainichen 5,5 : 2,5

Klostermansfelder SC 1958 1755 3.0 : 5.0 VfL Gräfenhainichen 1876
1
1727
0 – 1
2113
2
1695
0 – 1
1992
3
1845
0 – 1
1920
4
1829
0 – 1
2048
5
1796
0.5 – 0.5
1814
6
1759
1 – 0
1793
7
1690
1 – 0
1645
8
1702
0.5 – 0.5
1679

Erfolg durch klaren Sieg im Oberhaus

Am 3. Spieltag mussten wir nach Klostermannsfeld reisen. Mit gut geplanter Fahrzeit waren wir trotz leichtem Nebel pünktlich vor Ort und um 9:00 Uhr konnte es losgehen. Nur Schönis Gegner war etwas später dran und sah etwas blass aus.

An allen Brettern entwickelten sich spannende, zunächst ausgeglichene Partien. Ich erhielt schon früh (7. Zug) ein Remisangebot von Ricardo Würzberg und an einigen Brettern im Oberhaus war es wohl ähnlich. Mit Weiß wollte ich aber auf Gewinn spielen.

Die erste Entscheidung fiel bei Dirk, der wieder Ko vertrat, gegen Ralf Malzahn. Dirk kam mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung, stand aktiver und hatte das leichtere Spiel. Dann wurden aber einige Figuren getauscht und es wurde sich auf Remis geeinigt.

Uwe übersah mit Weiß gegen Dirk Bujak einen Bauernverlust auf h3, bekam ihn aber nach einigen Zügen auf g6 zurück und auf dem Brett blieben jeweils 7 Bauern und alle Schwerfiguren. Bei Frank mit Weiß wurde nicht so viel getausch, aber Wolfgang Strauß gab 2 Figuren für Turm und 2 Bauern. Marco spielte mit Schwarz auf Königsangriff gegen Andreas Ripka und vernachlässigte aber etwas das Zentrum. Micha spielte eine starke Partie gegen Steffen Simm und stand aus meiner Sicht aktiver. Bei Ingolf seinem Sizi war nicht so richtig was los, aber David Eckert’s Läufer auf b6 engte Ingolf etwas ein. Schöni’s Gegner Andreas Wels kam wohl erst um 6:00 von Party nach Hause, daher die fehlende Gesichtsfarbe. Schöni hatte daraufhin den Plan gefasst, seinen Gegner einfach auszusitzen.

Uwe hatte Bauernvorteil am Königsflügel und nutzte seine Schwerfiguren wesentlich besser. Sein Gegner kam unter Druck, machte einen Fehler und Uwe gewann. Kurze Zeit später hatte Schöni’s Gegner den Überblick und die Zeit verloren. 2,5:0,5 für uns. Ich verspielte etwas meinen Stellungsvorteil, bekam ihn dann zurück und stand klar besser. Mein Gegner wanderte mit seinem König am Königsflügel umher und ich sah einen Mattangriff mit Damenopfer. Nach einiger Überlegung opferte ich dann meine Dame. Die Engine zeigt aber, dass es doch noch eine Verteidigungsressource zum Ausgleich gab, die mein Gegner aber zum Glück nicht sah. Punkt für mich. Ingolf wickelte seine Partie in ein gleichfarbiges Läuferendspiel ab, was gewonnen aussah. Dadurch entschloss sich Frank, Remis zu bieten, was sein Gegner akzeptierte. Damit hatten wir 4 Punkte und bei Ingolf konnte eigentlich nichts mehr passieren. Micha gewann einen Bauern und hatte im Schwerfigurenendspiel beste Aussichten auf Gewinn. Dann aber verdarb ein falscher Zug Tc2 statt Te1 seine schöne Partie und der Gegner konnte einen Mattangriff aufbauen. Schade. Ingolf spielte seine Partie sauber zu Ende und gewann das Endspiel sicher. Nun kämpfte nur noch Marco. Er hatte leider 2 Bauern eingestellt und sein Angriff schlug nicht durch. Sein Gegner ließ ihm zwar noch ein bisschen Gegenspiel, aber am Ende war die Partie nicht zu halten.

Am Ende stand ein 5:3 Auswärtssieg auf dem Zettel und wir haben die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Im Oberhaus konnten wir deutlich mit 4:0 gewinnen. Das Unterhaus sieht mit 1:3 schlechter aus, als es war. Frank „opferte“ sich mit dem Remis zur Absicherung des Mannschaftssieges, Marco wollte wahrscheinlich zu viel und überzog seine Partie, bei Micha war es ein Zug und auch Dirk hat eine gute Partie gespielt. Mit bisher 3 Verlustpartien können wir auch zufrieden sein.

Ärgster Verfolger ist mit 5 Punkten Einheit Halle, die wir im Januar 2015 als Gegner haben. Aber der nächste Gegner ist bekanntlich der Schwerste und der heißt Anfang Dezember erstmal SV Motor Zeitz.

2. Runde VfL Gräfenhainichen – GW Piesteritz 5,5 : 2,5

VfL Gräfenhainichen 1878 5.5 : 2.5 SV Grün-Weiß Piesteritz 1886
1
2113
0 – 1
2048
2
1992
1 – 0
2078
3
1920
1 – 0
1919
4
2048
1 – 0
1857
5
1814
1 – 0
1868
6
1793
0.5 – 0.5
1712
7
1696
0.5 – 0.5
1840
8
1645
0.5 – 0.5
1763

Hoher Sieg im Lokalderby

Pünktlich um 9:00 saßen nach Begrüßung und Gratulation der „Geburtstagskinder“ der letzten Woche, Fred und Schöni, alle an den Brettern. Wie auf der Löberitzer Seite geschrieben – ein Favoritenduell um den Aufstieg (Danke für das Vertrauen ;-)). Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an und es entwickelte sich ein spannender Wettkampf.

Micha kam an Brett 8 mit den weißen Steinen gegen Harald sehr gut aus der Eröffnung und hatte aus meiner Sicht Entwicklungsvorteil und kleinen Stellungsvorteil. Ko führte die schwarzen Steine gegen Dr. Walther Höhm und über Umwege (Zugumstellung) kam Französisch auf’s Brett, wobei Ko den Damenflügel und Walther den Königsflügel beackerte. Für meine Begriffe hatte Ko aber die dynamischere Stellung. Schubi hatte sich an Brett 6 mit Weiß gegen Steve Rothe auch gut entwickelt, aber auch die gegnerische Stellung zeigte keine Schwächen. Fank überraschte mit Schwarz an 6. Michael Enigk etwas mit der Eröffnungwahl und konnte zunächst einen Bauern gewinnen und die gegnerische Bauernstruktur zerstören. Da könnte was gehen…

In der vorderen Hälfte zeigte sich ein ähnlich ausgeglichenes Bild. Schöni mit Weiß gegen Fred an Brett 4 zeigte sich gut erholt und hoch motiviert, nachdem es über den 03.10.2014 beim Deutschlandcup in Wernigerode nicht so lief. Aber die normale Bedenkzeit liegt ihm einfach besser, als die kurze Fischerbedenkzeit in Wernigerode. Aber Fred konnte die Stellung zunächst ausgeglichen halten. Uwe sah sich an Brett 3 wieder Benno gegenüber und hatte sich gut auf das bekannte Damenbauernspiel eingestellt und hatte mit Schwarz mindestens Ausgleich. Die entgegengesetzten Rochaden sollten aber einige Spannung in die Partie bringen. Ingolf brachte an Brett 2 mit den weißen Steinen e4 gegen Christian aufs Brett und stand im Sizilianer richtig gut. Und Sxc6 im 11. Zug, statt das passivere h3, hätte den Vorteil noch ausgebaut. Aber auch so war Ingolfs Stellung in Ordnung. Ich selbst mit einigem Selbstvertrauen nach dem Sieg beim Deutschlandcup ausgestattet, wählte Damenindisch gegen Frank Enigk‘s d4 und stand wohl bis 10….e5 auch leicht besser. Hier hätte ich wohl eher Ld7 oder Lxd2 ziehen sollen. Aber  meine Stellung war noch okay.

Bei Micha wurden dann die Damen und 2 Leichtfiguren getauscht, wobei Micha das Läuferpaar mit Harald da Springerpaar mit jeweils Doppeltürmen behielt. Plötzlich einigte man sich auf Remis. Okay. Ich hatte eher gedacht, dass hier die Piesteritzer einen Vorteil für sich sehen und gegen Micha gekämpft wird. Ko hätte 2-3 mal noch besser spielen können und das Feld d4 weiter attackieren können, stand aber trotz der gegnerischen Bemühungen mit Th3 Druck auf den Königsflügel auszuüben, immer noch besser. Bei Schubi hielt sich die Partie weiter im Gleichgewicht. Lediglich ein beherztes 16. Sxe5 hätte deutlichen Vorteil für uns gebracht. Frank verwaltete seinen Vorteil der besseren Bauernstruktur, musste aber die Manöver des weißen Läuferpaars und seine offenere Königsstellung beachten.

Schöni hatte seinen Vorteil ausgebaut und hätte im 20. Zug mit cxd6 noch stärker fortsetzen können. Das gespielte h3 nimmt dem Springer zwar noch ein Feld, aber zum Glück für uns setzt auch Fred mit 20…. f6 zu passiv fort. Hier hätte wohl Sc4 die Partie wieder in den Ausgleich gebracht. Bei Uwe schwankte die Partie wohl immer um den Ausgleich, aber um den 20. Zug ging das Mittelspiel dann eher in Richtung Benno. Zumal Uwe auch schon etwas viel Zeit verbraucht hatte. Auch bei Ingolf eher immer noch eine ausgeglichene Partie. Und auch hier hätte im 20. Zug ein Springerausfall nach Sa5 wohl Vorteil gebracht, De2 – Damentausch nützte eher Christian. Ich selbst musste nach dem verfrühten e5 immer noch gegen das etwas aktivere Spiel von Frank Enigk kämpfen. Leider war ich an diesem Sonntag auch etwas langsam beim Denken und hatte für meine Verhältnisse schon viel Zeit investiert.

Bei Ko kippte die Partie, als er im 24…. fxe5 ausließ von Vorteil (ca. -1,0 für Ko) auf leichten Nachteil. Da Ko aber deutlichen Zeitvorsprung hatte, wurde sich auf Remis geeinigt. Bei Schubi pendelte die Partie auch immer um den Ausgleich herum, bis zu 26. Lxd5. Plötzlich ist schwarzer Vorteil da (ca. -2,0), Schubis König steht zu offen. Der wichtige Verteidiger Lg2 wurde ja getauscht. Da Steve Rothe aber den feinen Zug 27…. Dd7 nicht findet, verflacht das Spiel zum Ausgleich und ins Remis.
Zwischenstand 1,5 : 1,5.
Bei Frank wurden noch ein paar Figuren getauscht, was es sicher einfacher machte. Aber die Fortsetzung 26…. Lh3 hätte nach 27. Te3 wohl zum Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und zum Remis geführt. Das von Michael Enigk gespielte 27. g3 belässt Frank mit Vorteil.

Schöni spielte seinen leichten Vorteil souverän runter und Fred hatte immer mehr mit Stellung und Zeitproblemen zu kämpfen. Uwe hatte auch deutliche Zeitnachteile und ich war mir nicht sicher, ob er in immer komplizierter werdender Stellung einen klaren Kopf behalten könnte, zumal der Rechner zum Teil deutlichen Vorteil (ca. +2,5) für Benno anzeigt. Aber in der anschließenden Analyse waren alle eigentlich eher der Meinung, dass auch Uwe genügend Spiel hatte. Ja so ist der Unterschied halt bei Mensch vs. Maschine. Bei Ingolf dachte ich eher, dass die Partie nach dem Damentausch verflachen würde, aber weit gefehlt. Bei jeweils 2 Türmen, 1 Springer und 6 Bauern wurde weiter gekämpft und auch hier spielte die Zeit eine Rolle. Christian war deutlich langsamer unterwegs, die Partie aber im Gleichstand. Bei mir war ja schon das Vorrücken meines e-Bauers nach e5 nicht korrekt, 22…. e4 machte meine Probleme aber noch größer. Meine angedachte Einengung der weißen Figuren war nicht die richtige Idee. Und nach einem voreiligen 24…. Dxg4, hatte ich ein ziemlich schwieriges Endspiel zu verwalten. Ärgerlich war nur, dass ich den Damentausch sofort zog. Ich hatte vorher schon g5 für mich gesehen, aber vergaß es schlichtweg vor dem Damentausch zu spielen. Jetzt sollte ich meine Probleme bei der Verteidigung von dem vorgerückten e4- Bauern bekommen.

Durch weitere Ungenauigkeiten von Michael Enigk konnte Frank seinen Vorteil bis zum Sieg ausbauen und wir gingen in Führung. Schöner Sieg für Frank! Bei Schöni war wohl alles klar, so dachte ich zu mindestens. Nach 33. Sd7 sprang dann der Vorteil von ca. +1,5 dahin und der Rechner zeigte 0,0 an. Ein starkes Tg8 hätte Fred wohl gutes Spiel gebracht, aber vielleicht war die Zeitnot da schon zu groß. Also dauerte es nur noch wenige Züge und Schöni vergrößerte unseren Vorsprung auf. 3,5 : 1,5.

Immer noch mit Frust im Bauch über das ausgelassene g5, unterliefen mir dann weitere Ungenauigkeiten – Se7 wäre zum Beispiel noch eine bessere Verteidigungsressource gewesen. So spiele Frank Enigk die Partie mit seinem Läuferpaar + dem abgeholten e4- Bauern sauber zu Ende und konnte für Piesteritz auf 3,5 : 2,5 verkürzen. Bei Uwe spitze sich die Partie dann zu. Durch Bennos 32. Sf4 wechselte der Vorteil wieder zurück zu Uwe, der wiederum mit 36…. Dxf4 in Zeitnot zu gierig war. Gleich Tc7 (kam ein Zug später) wäre richtig gewesen. Mit 37. Tb1 hätte Benno wieder zum Ausgleich kommen können. Dann ließ Uwe nach der Zeitkontrolle Txc6 aus und spätestens   49…. Da4 brachte für Benno nochmals die Chance zum Ausgleich. Auch 50…. h3 ist nur Ausgleich. Aber der letzte Fehler ist ja bekanntlich der, der die Partie verliert. Denn nach 54. Te4 gab es keine Rettung mehr für Benno und Uwe sicherte uns mit seinem Sieg den Mannschaftserfolg. Super! Damit ging es bei Ingolf- Christian „nur noch“ um die Höhe des Mannschaftsergebnisses bzw. den persönlichen Erfolg. Zunächst gelang Ingolf ein Bauerngewinn, den er dann aber mit 42. Ta2 (besser Td1) bzw. 43. Kc2 (viel besser Tb2) eigentlich wieder hergab. Christian übersah 43…. Txb4 mit plötzlich besserer Stellung für Schwarz. Danach verwaltete Ingolf seinen Mehrbauern und die etwas bessere Stellung bis zum 52. Tdd3. Hier war wohl eher Tdc2 besser, denn plötzlich ist die Partie wieder ausgeglichen, trotz Mehrbauer. Und plötzlich wandert nach 53. Sb5 der Vorteil wirklich komplett auf die schwarze Seite über. Zum Glück für Ingolf wollte Christian dann mit 55…. Kf4 wohl zu viel und bei schwindender Zeit hätte wohl nur noch 62…. Sa4 die schwarze Verteidigung retten können. Aber es ist echt schwer zu finden, dass es eine mögliche Rettung ist, den eigenen Springer „so weit“ vom Geschehen zu platzieren. Danach spielt Ingolf schön den Sieg raus und sorgt neben seinem persönlichen Erfolg für den hohen 5,5 : 2,5 Heimerfolg im Lokal- und Aufstiegsaspiranten-Derby.

Damit haben wir einen sehr positiven Saisonstart hingelegt und „thronen“ mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze. Super ist auch, dass wir erst eine Partie verloren haben. Diesen positiven Start gilt es nun in den nächsten Runden zu bestätigen, z.B. gleich in der 3. Runde bei Klostermannsfeld.

1. Runde GW Granschütz – VfL Gräfenhainichen

Grün-Weiß Granschütz 1865 1.0 : 7.0 VfL Gräfenhainichen 1877
1 Kitze,Alexander 2087 0 – 1 Michel,Steffen 2083
2 Kitze,Lukas 1843 0.5 – 0.5 Hintzsche,Ingolf 1992
3 Beinroth,Marcel 1850 0 – 1 Kurth,Uwe 1920
4 Stricker,Dieter 1779 0 – 1 Schönfeld,Frank 2086
5 Meißel,Jan 1766 0.5 – 0.5 Dubbratz,Frank 1814
6 N.N. -/+ Schubert,Marco 1793
7 N.N. -/+ Quinque,Michael 1645
8 N.N. -/+ Neumann,Dirk 1679

Zum 1. Punktspiel der neuen Saison trafen wir, wie zum Abschluss der letztjährigen Spielzeit, auf die Schachfreunde aus Granschütz.
Bis auf Ko konnten wir in Bestbesetzung antreten. Mit Dirk, der schließlich schon oft genug gezeigt hat, dass er ein vollwertiger Ersatz ist, ging es also nach Granschütz. Und siehe da, wieder – wie zum Saisonabschluss – sahen wir nur 5 Gegnern und es war auch schnell klar, dass es so bleiben würde. Damit stand es nach 1 Stunde 3:0 für uns.
An den spielenden Brettern entwickelten sich interessante Partien. Da wir unsere Aufstellung gegenüber den Vorjahren mal etwas verändert haben, spielte ich an Brett 1 mit den weißen Steinen gegen Alex Kitze. Im Damenbauernspiel überraschte mich etwas ein Springerzug Sh5, aber da ich eigentlich eh lange Rochade spielen wollte, war aus meiner Sicht g3 in Ordnung, obwohl Alex dadurch seinen Läufer nach Lh3 spielen konnte. Ingolf kämpfte an zwei gegen Lukas Kitze und hatte sich wohl eher auf ein Sizi gegen Robert Stein vorbereitet. Na ja, aber Ingolf kam aus meiner Sicht ganz gut gegen d4 aus der Eröffnung und es stand ein interessantes Mittelspiel an. Bei Uwe an Brett 3 war der Gegner eigentlich egal, da seine Eröffnungswahl wohl schon vorher feststand. Da die Granschützer einen ähnlichen Aufbau auf d4 wählen, zog er seine Vorbereitung eben gegen Marcel Beinroth durch, stand relativ schnell gut und entfaltete Druck auf den gegnerischen König. Bei Schöni (mit schwarz) an vier sah es in der Eröffnungsphase noch am „normalsten“ auf dem Brett gegen Dieter Stricker aus. Alle Figuren entwickelt, da mal eine Fesselung des Springers auf Sf3 durch Lg4 und mal schauen, wie es weiter geht…Frank an Brett 5 mit weiß kam zunächst gut aus der Eröffnung gegen Jan Meißel, wollte auch Druck gegen den gegnerischen König entfalten, vergaß aber seinen Damenflügel zu entwickeln. So waren plötzlich Ta1, Sb1 und Lc1 ziemlich blockiert.

Kein Grund für Frank, ein wenig zu scherzen. Ihm gefielen Ingolf’s und meine Stellung nicht. Auf meine Frage, wieso kam doch glatt die Antwort – ich hätte doch wohl deutlichen Entwicklungsrückstand…Gut, ich hatte grad mit Lf1 den Läufer auf sein Ausgangsfeld zurück gestellt, um den schwarzen Lh3-Eindringling zu vertreiben, aber sonst war meine Stellung ganz okay. Klar, A. Kitze hatte leichten Vorteil, aber ich hatte einen Plan.

Schubi, Micha und Dirk verlebten einen „geruhsamen“ Vormittag. Aber manchmal ist es bei zuschauen ja auch viel schlimmer, als selbst am Brett zu sitzen.

Bei Ingolf ging plötzlich ein ziemlicher Kampf um den vorgerückten weißen Bauern auf d5 los. Es wurde getauscht und getauscht und plötzlich blieben nur noch 6 Bauern, Läufer (leider ungleichfarbig) und Turm auf jeder Seite übrig. Aber Ingolf konnte noch einen Bauern einsammeln. Uwe erhöhte den Druck mit Läufer und Dame nach h6 sowie mit den vorgerückten g- und h-Bauern gegen den schwarzen König, übersah aber irgendwo einen Bauer und hatte einen weniger. Bei Schöni war es dann wieder ein Bauer plus auf unserer Seite. Hier wurden alle Leichtfiguren getauscht und es bleib ein Schwerfigurenendspiel übrig, wo ich Schöni doch auf der Siegerstraße sah. Bauern mehr, noch ein Doppelbauer dazu beim Gegner, das wird schon. Bei Frank standen plötzlich beide König im Visier des Gegners, offene h-Linie für uns, Druck auf der d-Linie für den Gegner. Mal sehen, wer den besseren Plan hat.

Dann ging es auf die Zeitkontrolle zu und ich musste mich auf meine Partie konzentrieren und konnte nur noch mal zu Ingolf rüber schauen. Wie geplant kam ich zu 0-0-0, musste mich aber auf der halboffenen c-Linie verteidigen. Dafür hatte ich Druck auf der halboffenen e-Linie und mein Läufer von b2 schaute auf der langen Diagonale auf den schwarzen König. Dort fehlte der Verteidiger auf g7.

Ingolf behielt zwar seinen Mehrbauern, aber nachdem der letzte Turm auch noch vom Brett verschwand, blieben mit den ungleichfarbigen Läufern keine Gewinnmöglichkeiten mehr und es wurde sich auf Remis geeinigt. Gleiches Ergebnis gab es bei Frank, der in Zeitnot wohl einen Einschlag mit Lxf6 übersah und den Gewinn übersah. Selbst etwas unter Druck gab es Zugwiederholung. Schöni musste dann auch nicht mehr lange kämpfen. Sein Gegner stellte einzügig einen Turm ein und die Partie war entschieden. Uwe erzwang mit viel Druck die Entscheidung am Königsflügel. Ich weiß zwar nicht genau, wie es dazu kam, aber am Ende hatte er ein gewonnenes Turm- und Läufer-Endspiel. Damit stand es 6:1 für uns und ich konnte beruhigt meine Partie zu Ende spielen. Mit Sd8 ermöglichte mir Alex Kitze meinen c-Bauern gegen die schwarzen Doppeltürme c8 und c7 nach vorn zu schieben und damit meine Lb2 zu befreien. Ich konnte 2 Bauern gewinnen und musste in Zeitnot schauen, diese irgendwie zu verteidigen. Mit meinem vorgerückten d5-Bauern gelang mir dies nicht, aber dafür konnte ich meinen König etwas befreien und einen Turm tauschen. Zudem blieb mir ja noch mein entfernter a-Bauer, den ich dann auch in Bewegung setzen konnte. Dann konnte ich auch noch den letzten Turm tauschen und mit Läufer, entfernten Freibauern und aktiven König war der mein Sieg gesichert.

Mit dem deutlichen 7:1 Sieg starten wir die Saison als Tabellenführer. Was dieser Sieg wert ist, wird die nächste Runde im Lokalderby gegen GW Piesteritz zeigen.

Saison 2013/ 2014 – Landesliga B

Ergebnisse beim LSV Sachsen-Anhalt:

http://www.schach-sachsen-anhalt.de/index.php/component/clm/?view=rangliste&saison=9&liga=52&Itemid=156&typeid=21

Nr. VfL GHC 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 P %
1 Hintzsche 0 + 0 0 + 1 0 0,5 0 3,5 39
2 Schönfeld 0,5 1 0 1 0,5 1 0,5  0 + 5,5 61
3 Michel 1 0 0,5 1 + 0 0,5  1 1 6,0 67
4 Kurth 1 0 0 0 1 0,5 1  1 + 5,5 61
5 Schubert 1 0,5 0 0,5 1 0 1  0 1 5,0 56
6 Dubbratz 1 1 1 0 0,5 0,5 1  1 0 6,0 67
7 Kowalski 0,5 0,5 1 0,5 2,5 63
8 Quinque, M 0,5 0 0,5 0,5 1 0 0 0,5 + 4,0 44
9 Neumann 0,5 1 0 0,5 0,5 2,5 50
10 Schäftner
11 Neustadt
12 Juraschek
13 Quinque, K
14 Honig
15 Gast
16 Prof. Bührdel
17 Richter
18 Koppe
19 Wilhelm
20 Biedermann
Brettpunkte 5,5 4,0 2,5 4,0 6,0 3,5 5,0 4,5 5,5 40,5
M-Punkte  2  1  0 1 2 0 2  2 2 12

Saisonfazit folgt…

9. Spieltag 06.04.2014 – Mit Sieg gegen 5 Granschützer den 2. Platz geholt

Grün-Weiß Granschütz 1893 2.5 : 5.5 VfL Gräfenhainichen 1877
1
2065
1 – 0
2036
2
1837
-/+
2115
3
1853
0 – 1
2065
4
2245
-/+
1861
5
1822
0 – 1
1768
6
1695
1 – 0
1837
7
1734
0.5 – 0.5
1691
8
-/+
1641

Die Geschichte des letzten Spieltags ist relativ schnell erzählt, da wir nur an 5 Brettern gefordert wurden. Schöni, Uwe und Micha hatten keinen Gegner und gewannen kampflos. Aber sicher hätten alle drei gern gespielt.

Der Rest musste also noch ein paar Punkte holen, denn wir hatten aus meiner Sicht noch eine Chance auf den 2. Platz.
Bei Ingolf entwickelte sich gegen Alexander Kitze ein spannender Sizilianer. Ich griff gegen Marcel Beinroth mal wieder auf Englisch zurück. Marco mit normalem Damengambit gegen D. Stricker. Frank auch im Holländer gegen Jan Meißemit Normaleröffnung und bei Ko bin ich mir nicht mehr so sicher, was er gegen R. Weber spielte.

Bei Ko wurde irgendwie immer mal wieder eine Figur getauscht. Dann blieben einige Bauern, Springer und Turm übri – Punkteteilung. Ingolf setzte scharf fort, stand aber dann auch etwas zu offen und wurde am Ende ausgekontert. Frank stellte einen wichtigen Zentrumsbauern ein, schien aber die Partie evtl. zusammen halten zu können. Marco opferte einen unwichtigen Randbauer und drang im Zentrum vor, gewann schließlich eine Qualle und musste dann aber schauen, weil sein Gegner einen Angriff auf seinen König startete. Aber das kann ich auch, dachte sich M. Am Ende ein solider Sieg. Ich hatte immer etwas Raumvorteil und zwang meinen Gegner in einige Ungenauigkeiten, die mir einen Bauern einbrachten. Das Endspiel konnte ich dann sicher nach Hause bringen. Frank übersah dann noch mal eine Kombi und der zweite Bauer kostete dann doch die Partie. Solch Unkonzentriertheiten waren wir in dieser Saison nicht von ihm gewohnt.

Am Ende stand ein 5,5:2,5 für uns zu Buche und da Piesteritz gegen Naumburg verlor, konnten wir am Ende noch den zweiten Tabellenplatz einfahren.

Am Vortag nutzen wir den freien Samstag Nachmittag für einen Ausflug gemeinsam mit unseren Frauen. Der Saisonabschluss wurde mit einer Stadt- und Dombesichtigung in Naumburg sowie einem leckeren Abendessen eingeläutet. Mal was anderes, als am Samstag Schach zu spielen…

8. Spieltag 16.03.2014 – Heimsieg, Platz 3 und Klassenerhalt (von U. Kurth + S. Michel)

VfL Gräfenhainichen 1870 4.5 : 3.5 Naumburger SV II 1821
1
2036
0.5 – 0.5
1964
2
2115
0 – 1
1919
3
2065
1 – 0
2005
4
1861
1 – 0
1759
5
1768
0 – 1
1881
6
1837
1 – 0
1833
7
1641
0.5 – 0.5
1653
8
1634
0.5 – 0.5
1555

Artikel Steffen (ich war auf Dienstreise und hatte den Artikel vergessen einzustellen – also gibt es jetzt zwei):

Der Tag der Fesselungen – Knapper, aber verdienter Sieg gegen Naumburg II

Am 16.03.2014 empfingen wir Naumburg II zum vorletzten Punktspiel. Ich kam trotz Sturm ziemlich entspannt (war bis 15.03. auf Lanzarote im Urlaub ;-)) kurz nach 9 Uhr in unserem Spiellokal an.

Alle Bretter waren besetzt und wir ersetzten Ko wieder durch Dirk. Auf den Brettern war bei meinem ersten Rundgang nicht viel Aufregendes zu sehen. Lediglich bei Frank gegen … war ich etwas überrascht – 1. Sf3 Sf6 2. c4 g6 3 b4. Franks Gegner ging es wohl ähnlich, denn er investierte sehr viel Zeit, um eine geeignete Fortsetzung zu suchen.

Aber mal der Reihe nach. Ingolf stand mit Schwarz gegen Spdfr. Rößler solide, Schöni führte die weißen Steine gegen … Mikolajewksi und stand aus meiner Sicht etwas gedrückt – ist ja aber nicht so schlimm bei ihm. Ich spielte gegen … Packroff auf d4 mal wieder Slawisch und musste mich frühzeitig nach einem Damenschach entscheiden, die Damen zu tauschen oder durch einen Königszug auf die Rochade zu verzichten. Ich wählte den letzteren Weg. Uwe überraschte mit Weiß … Reichel im Skandinavisch und hatte sehr gutes Figurenspiel und war „Herr“ über die halboffenen e- und d-Linien. Marco stand leider etwas mit Schwarz gegen … gedrückt und sah eine Bauernwalze am Königsflügel auf seinen Monarchen zurollen. Er versäumte es am Damenflügel Gegenspiel zu generieren und verschenkte einige Tempi. Aber so ist es halt, wenn Raum und Plan fehlen. Bei Frank ging es gegen den bisherigen Topscoorer der Liga fröhlich weiter, aber sein Zeitvorsprung nahm gefühlt mit jedem Zug deutlich zu. Micha spielte mit Schwarz gegen … eine solide Partie und stand aus meiner Sicht aktiver. Dirk mit Weiß kämpfte gegen … Hier wurde früh der Damenflügel ziemlich „zugeschoben“ und Dirk stand besser. 2,5 – 1,5 für uns.

Dann einigte sich Ingolf mit seinem Gegner auf die Punkteteilung. Nach einem Ausflug mit Sh5 wurden jeweils 3 Leichtfiguren abgetauscht und beide Seiten hatten keine Schwächen. Ich selbstverlor zunächst einen Bauern stand aus meiner Sicht dadurch aber nicht unbedingt schlechter. Mein Gegner wollte jetzt natürlich Figuren tauschen und übersah eine Fesselung. So gewann ich eine Figur und die Partie. Hinten machten sowohl Micha und auch Dirk Remis – ich denke beide standen leicht besser und hätten evtl. auch weiterspielen können. Aber angesichts der Situationen auf den Bretter völlig in Ordnung. Schöni stand super und lehnte das Remisangebot seines Gegners ab. Uwe tat es ihm gleich, obwohl er sich über einen Springerzug ärgerte. Er fasste den falschen Springer an. Ein Pferd sollte nach Se5, der angefasste konnte aber nur nach Se4. Anschließend sollte mit d5 die Mitte für seine dort platzierten Schwerfiguren gegen den gegnerischen König geöffnet werden. Es drohten mehrere Fesselungen. So wurde halt einiges getauscht, aber das Endspiel sollte vorteilhaft sein. Marco machte etwas Druck gegen die Bauernwalze und konnte sich etwas befreien und auch etwas Gegenspiel erhalten. Aber nur, weil sein Gegner nicht die besten Züge fand. Die nachträgliche Analyse zeigte, dass seine Stellung eigentlich zu gedrängt war. Frank stand leicht besser, hatte das freiere Spiel und die deutlich bessere Zeit.

Schöni startete eine Mattkombination gegen den schwarzen Monarchen. Lockte erst mit f4 einen schwarzen Springer nach g4, den er dann mit der Dame rausnahm. Nach hxg4 sollte Se4-Sf6 folgen und anschließend nach Kg7 mit Th7 das Matt folgen. Leider hatte die Kombination einen Nachteil. Sf6 ging nicht – f4 hatte seinen Springer auf Se4 in Fesselung gesetzt, da sein König auf Kg2 und die schwarze Dame von Da8 mit freier Sicht auf den König stand. So war die Partie dahin. Leider, denn auch andere Varianten hätten zum Matt oder zu einer durchaus Stellung geführt. Egal, passiert halt auch mal und an den anderen Brettern sah es gut aus. Frank gewann einen Bauern, sein Gegner spielte immer noch nicht schneller. Dann war die Uhr fast abgelaufen und sein Gegner gab auf. 3,5 – 2,5 für uns.

Uwe hatte einen Bauern gewonnen und ein gewonnenes Doppelturmendspiel auf dem Brett. Aber es war immer noch Vorsicht geboten. Marco opferte eine Figur für 3 Bauern, aber auch dies wäre bei richtiger Fortsetzung nicht korrekt gewesen. Und wieder ließ ihm sein Gegner die Chance. Leider fand Marco nicht Sf4 (Th3 ist der Verlustzug im 41. Zug nach vorheriger Zeitnot) und so brachte auch in dieser Partie eine Fesselung die Entscheidung. Marco konnte ein Schlagen auf h5 nicht mit gxh5 parieren, da sein König auf h7 gefesselt war. 3,5 – 3,5.

Jetzt lag es an Uwe. Er behielt die Ruhe und baute seinen Vorteil Zug um Zug aus und gewann das Endspiel souverän. 4,5 – 3,5 und damit konnten wir Naumburg II auch in der Tabelle hinter uns lassen. Der Spielverlauf war völlig in Ordnung. Lediglich Marco hatte etwas Probleme schon in der Eröffnung, an allen anderen Brettern sah es von Beginn an gut aus. So können wir als derzeit 3. entspannt zur zentralen Endrunde fahren.

Artikel Uwe: Da sich  niemand findet, der einen Bericht schreibt, übernehme ich das jetzt. Viel habe ich nicht von den anderen Brettern mitbekommen, da ich als Letzter gespielt habe. Die Reihenfolge der Einzelergebnisse weiß ich auf jeden Fall nicht mehr, deshalb gehe ich nach Brettreihenfolge vor.

Ingolf hatte überraschend gegen 1.d4 nicht zu Holländisch gegriffen. Vielleicht war auch sein Gegner überrascht. Es gab ein Kurzremis, bei dem Ingolf am Ende nur darauf achten musste, dass seine Dame nicht mittem auf dem Brett verloren geht.

Drama für uns an Brett 2: Ich verstehe ja meist sowieso nicht, was Schöni spielt, aber als ich zwischendurch draufsah, stand er fett und drohte seinen Gegner am Königsflügel zu überrennen. Am Ende suchte er wohl nach der schönsten Variante und übersah dabei, dass der Springer, den er zum Mattsetzen benötigte gefesselt war. Schade.

Steffen versuchte mit Schwarz Komplikationen zu erzeugen. Irgendwie ging dabei ein Bauer flöten und es sah nicht so aus, als ob er dafür Kompensation hätte. Aber wie in seinen besten Blitzpartien verlies er den eingeschlagenen Weg nicht und als der Gegner einen fehler machte, war er eiskalt zur Stelle.

Ich kam mit Vorteilen aus der Eröffnung und konnte meinen Gegner im Mittelspiel unter Druck setzen. Am Ende kam aber nicht mehr heraus als ein (sehr) vorteilhaftes Doppelturmendspiel. Es gelang mir in diesem Endspiel allerdings meinem Gegner nach und nach aller Bauern zu berauben und nach 5,5 Stunden den Siegpunkt einzufahren.

Schubi kam mit Schwarz diesmal in der Eröffnung nicht zu ausreichend Gegenspiel. In der Folge geriet er im Mittelspiel stark unter Druck, was ihne eine Qualität kostete. Am Ende bestand dann noch kurz die Chance zum Rückgewinn der Qualle, aber nach diese ungenutzt verstrich, war die Niederlage nicht mehr zu vermeiden.

Franks starke oder überraschende Speilweise beförderte seinen Gegner in aussichtslose Zeitnot. Am Ende war wohl nicht nur die Zeit schlecht.

Auf Michas Partie habe ich nur einen kurzen Blick riskiert und war der Meinung, dass er mit Sxh4 Vorteile erzielen könne. Kam nicht so, sondern zur Punkteteilung

Dirks Partie habe ich überhaupt nicht gesehen. War wohl remis.

Mit dem knappsten aller Siege überflügelten wir die Naumburger und sind nun Dritter. Ab-und Aufsteigen können wir nuicht mehr, was uns das erste Mal seit vielen Jahren eine entspannte letzte Runde beschert. So richtig schön finde ich das nicht, aber wir werden das Beste daraus machen und mit unseren Frauen ein schönes Wochenende in Naumburg genießen.

 

7. Spieltag 23.02.2014 – Glücklicher Sieg vertreibt (fast) alle Abstiegssorgen

SV Merseburg II 1786 3.0 : 5.0 VfL Gräfenhainichen 1877
1
2113
1 – 0
2036
2
1772
0.5 – 0.5
2115
3
1765
0.5 – 0.5
2065
4
1851
0 – 1
1861
5
1845
0 – 1
1768
6
1762
0 – 1
1837
7
1512
0 – 1
1691
8
1668
1 – 0
1641

Irgendwie war das ein komischer Spieltag und am Ende steht ein durchaus glücklicher Sieg. Es fing damit an, dass ich gemeinsam mit Marco und Schöni überpünktlich 20 min vor Spielbeginn am Spiellokal in Merseburg eintrafen.  Also stand einem Spielbeginn an allen Brettern pünktlich 9 Uhr nichts mehr im Weg.

Dann noch schnell alle Handys aus…und rein in die Eröffnungsphase. Ingolf stand aus meiner Sicht gut gegen Dirk, Schöni überraschte mit einem Läuferschach Martin Feuernerdt und die Rochade war dahin. Ich kam auch ganz gut aus der Eröffnung gegen Dustin Hoffmann und bei Uwe sah es ähnlich aus. Auch Marco gegen Marcus Grieger und Frank gegen Sven Büscher schienen leichten Eröffnungsvorteil zu haben. Auch Ko stand super gegen Quang Anh Le Hong. Nur Micha machte einen frühzeitigen, komischen Damenausfall im Italienischen mit Df6.

Dann bekam Ingolf ein Remisangebot, lehnte ab und ging leider einer falschen Idee nach. Dirk konnte noch 0-0 trotz offener Königsstellung spielen und plötzlich hing ein Läufer bei Ingolf – 0:1. Bei Micha wurden alle Leichtfiguren getauscht und bei schlechterer Bauernstruktur drang sein Gegner in die Stellung ein und gewann plötzlich die Dame – 0:2. Ich vergaß ein Loch für meinen weißfeldrigen Läufer und der war plötzlich nicht mehr zur Unterstützung für einen Königsangriff da. Dann kam ich unter Druck und zum Glück ein Remisangebot. Ich konnte nur annehmen, denn nach Sd4 wäre die Partie wohl verloren gegangen – 0,5:2,5.

Uwe erhielt fast gleichzeitig wohl das 3. Remisangebot, lehnt aber ab. Schöni vergaß auch ein Springerzug und stand wohl so lala. Marco sah sich einem Freibauern auf c4 gegenüber, Frank startete einen Mattangriff und Ko stellte eine Qualle ein. Es sah also nicht wirklich gut aus.

Aber Frank konnte zumindestens den Anschluss herstellen – starke Partie und 1,5:2,5. Dann überschlug sich alles ein wenig. Ko gewann doch noch durch Läuferpaar und gegnerische Mithilfe. Uwes Gegner sah ein Gespenst und gab wegen (nicht vorhandenem) Turmverlust auf. Plötzlich 3,5:2,5 für uns. Schöni sicherte mit seiner Punkteteilung das Unentschieden ab. 4,0:3,0. Und dann schlug Marco mal wieder in Zeitnot zu. Freibauer gestoppt, Figuren gewonnen und die Partie. Damit 5,0:3,0 für uns und somit sind wir wohl (fast) alle Sorgen im Abstiegskampf los.

Das Fazit des Spieltags: Nach einigen unglücklichen Niederlagen waren uns Fortuna diesmal besser gestimmt. Aber Glück hat ja bekanntlich nur der Tüchtige…Starke Leistung an der Mittelachse, die Bretter 4-7 gewinnen.  Und Schubis Einzelergebnis ist „ausschlaggebend“ für das Mannschaftsresultat – vielleicht!?

6. Spieltag 19.01.2014 – Ingolf is back, trotzdem Niederlage im Lokalderby gegen Piesteritz

VfL Gräfenhainichen 1870         3.5 : 4.5 SV GW Piesteritz         1900
1
2036
1 – 0
2065
2
2115
1 – 0
1872
3
2065
0 – 1
2104
4
1861
0.5 – 0.5
1911
5
1768
0 – 1
1894
6
1837
0.5 – 0.5
1710
7
1641
0 – 1
1875
8
1634
0.5 – 0.5
1772

Zuerst das Gute – Ingolf kann noch gewinnen. 1. Jahr ohne zählbaren erfolg liegt hinter ihm. Nach dem Verlust seines Kugelschreibers in Calbe, ist die Leidenszeit für ihn (und für uns, weil wir mit ihm gefiebert hatten) vorbei.

Leider hat es uns an diesem Spieltag nicht geholfen.  Ingolf spielt eine schöne Partie gegen Frank Enigk, der sich plötzlich nach einem falschen Königszug in einem Mattnetz wiederfindet. Schöni ganz stark gegen Michael Enigk. Auch hier wird ein Mattnetz gesponnen und vollendet. Ich komme eigentlich super aus der Eröffnung und bringe Christian einen Doppelbauern bei. Dann etwas zu offensiv muss ich mich gegen das Läuferpaar verteidigen und nach Lf7 kann ich eigentlich sofort aufgeben. Ein taktisches Übersehen kostet mich die Partie. Uwe spielt sehr stark gegen Benno und hat einen Bauern mehr. Doch am Ende dreht sich plötzlich die Partie und wir müssen mit dem halben Punkt leben. Auch wenn es die letzte Partie war, die noch lief – es war nicht mehr (eher weniger) und Uwe nimmt richtigerweise das Remisangebot an. Marco im Duell (glaube Nr. 4) stand gegen Fred am Beginn etwas zu passiv, dann befreit er sich, gewinnt eine Qualle – aber diesmal dreht Fred die Partie zu seinen Gunsten. Frank kommt eigentlich gut gegen Steve aus der Eröffnung. Dann ein vergessenes h3, plötzlich die Dame in größter Gefahr findet sich Frank mit Dsame gegen 2 Türme und Läufer wieder. Aber er stiftet einige Unruhe, einige Bauern und der Gegner wird nervös und man einigt sich auf Remis. Glück gehabt. Auch Micha findet sich zunächst in einer passiven Stellung gegen Dr. Walther Höhm wieder. Auch Micha kann sich befreien und übersieht am Ende den taktischen Schlag zum Matt. Beim Schlagen auf f5 mit dem Springer, statt mit dem Bauern, wäre evtl. die Wende möglich gewesen. Dirk spielt gegen Harald eine schöne Partie und am Ende wackeln beide merklich und das Ergebnis wandert immer zwischen Sieg, Niederlage und Remis hin und her. Sd8 hätte den Weg zur Bauernumwandlung bereitet, doch Dirk findet den letzten Fehler von Harald nicht und die Partie endet „friedlich“ Remis. Schade! Aber Dirk hat in unklarer Stellung sich mannschaftsdienlich für das Weiterspielen entschieden. Respekt…

3 Niederlagen (diesmal alle mit schwarz) können nicht kompensiert werden und alle 3 Niederlagen sicher nicht notwendig…Weiter geht’s.

5. Spieltag 15.12.2013 – Hoher Sieg – guter Abschluss für das Jahr

SK Dessau 93 II         1789         2.0 : 6.0 VfL Gräfenhainichen         1868
1
1823
-/+
2036
2
1892
0.5 – 0.5
2115
3
1802
-/+
2054
4
1741
0 – 1
1861
5
1740
0 – 1
1768
6
1725
0.5 – 0.5
1837
7
1812
0 – 1
1641
8
1778
1 – 0
1634

Nach drei Runden ohne doppelte Mannschaftspunkte sollte gegen SK Dessau II endlich mal wieder ein voller Erfolg her. Da unser Gegner gleich zwei Bretter nicht besetzen konnte, schien diesem Vorhaben nichts entgegen zu stehen. Ingolf und Steffen profitierten davon, wodurch sich Steffen unerwartet schnell zu einer Geburtstagsfeier verabschieden konnte und ich zum Berichtschreiben auserkoren wurde.

Auch Marcos Partie war relativ schnell erfolgreich beendet. Er hatte seinen Gegner mit einer aggressiven Erwiderung der holländischen Verteidigung überrumpelt. Alle anderen waren gut aus ihren Eröffnungen gekommen. Schöni hatte sich gewohnt solide aufgebaut. Sein Gegner versuchte nun mit einem Springeropfer zwei verbundene Freibauern in Bewegung zu setzen, für einen Läufer bekam er einen Turm zurück und bot Remis. Nach kurzer Überlegung lehnte Schöni ab, schlug jedoch statt mit dem Läufer mit der Dame und geriet in Bedrängnis. Bei gravierendem materiellen Nachteil und einem gegnerischen Bauern auf der 7.Reihe wollten wir die Partie schon abschreiben. Da der weiße König jedoch kein sicheres Plätzchen finden konnte und die Bedenkzeit beiderseits knapp wurde, einigte man sich letztlich doch auf das Unentschieden.

Micha stellte dann den Mannschaftssieg sicher. Er war lange damit beschäftigt, einen rückständigen Bauern auf c3 zu sichern, ehe sein Gegner dann alles auf Angriff setzte. Diesen konterte Micha mit einem Qualitätsopfer und zwang den König in eine Gabel, gewann dadurch die Dame und damit die Partie. Schließlich krönte auch Uwe seine ordentlich geführte Partie mit einem vollen Punkt und beendete damit seine Negativserie. Die zwischenzeitliche Aktivität seines Gegners schlug er zurück und die nicht mehr ohne materielle Verluste zu verhindernde Umwandlung eines Bauern entschied die Partie.

Frank hatte in seinem holländischen Stonewall irgendwann einen Bauern nach e3 gebracht, den er sogar befestigen konnte, wonach der Sieg nur noch eine Frage der Zeit sein sollte. In einem Leichtfigurenendspiel Läufer gegen Springer mit Mehrbauer fand er aber leider nicht die richtige Gewinnidee. Sein Gegner verschmerzte sogar den Verlust eines zweiten Bauern und verbarrikadierte sich uneinnehmbar – Remis. Die einzige Niederlage musste diesmal Dirk hinnehmen. Dem Druck des Schachfreundes Pauli stemmte er sich lange entgegen, konnte am Ende jedoch nicht standhalten.

6:2 – es geht also doch noch und nun sehen wir mit Spannung dem Derby gegen Piesteritz im Januar entgegen.
Bis dahin allen frohe Weihnachten ind einen guten Rutsch ins neue Jahr.

4. Spieltag 24.11.2013 – Unglücklich, glücklicher Punktgewinn

SG Einheit Halle 1894 4.0 : 4.0 VfL Gräfenhainichen 1868
1
2089
1 – 0
2036
2
1812
0 – 1
2115
3
1864
0 – 1
2054
4
1827
1 – 0
1861
5
1863
0.5 – 0.5
1768
6
2030
1 – 0
1837
7
1926
0.5 – 0.5
1641
8
1737
0 – 1
1634

Wo soll ich anfangen, von diesem Spieltag zu berichten? Beim dramatischen Ende, beim starken Beginn oder bei der schwächelnden Mitte…

Ich fange mal bei mir an. Ich konnte meine Gegner Andreas Richter frühzeitig einengen, hatte das bessere Spiel und nach einem Figurengewinn gab mein Gegner auf. Schöni war ähnlich schnell gegen Roland Senebald unterwegs. Es wurden viele Figuren getauscht, Schöni drang mit Turm und Läufer in die gegnerische Stellung ein und sein Gegner verlor einen Bauern und die Partie. 2 : 0 für uns. Marco stand anfangs etwas unter Druck, konnte sich dann befreien und hatte sicher die besseren Aussichten. Nach seinem Dameneinsteller und mit Blick auf die anderen Bretter nahm er das Remisangebot von Rüdiger Meißner an, denn die restlichen 5 Bretter sahen nicht so schlecht aus.  Aber dann…

Ingolf kam gegen Frank Schellmann klasse aus der Eröffnung, gewann einen Bauern, stand sehr gut und bleib dann leider seiner Nergativserie treu. Er überlegte etwas lange, wie er seinen Mehrbauer verwerten könnte, entschloss sich für den falschen Plan und geriet mächtig unter Stellungs- und Zeitdruck. Plötzlich ging eine Figur verloren und wenig später die Partie. Damit bleibt Ingof ohne zählbaren Erfolg. Schade, denn es war wirklich mehr drin. Uwe stand aus meiner Sicht immer etwas gedrückt gegen Thomas Nitsch. Sein Gegner belagerte Uwe’s König und er wiederum versuchte es mit Gegenspiel am Damenflügel. Allerdings war es die überraschende kurze Rochade, die Uwe dann gänzlich aus der „Bahn“ warf und er die Partie verlor. Franks Gegner Jürgen Berger opferte für einen Freibauern auf der 6 Reihe seine Dame gegen einen Turm. Ermöglicht wurde dies durch einen inkorrekten Damenzug von Frank. Dann entschied ein weiterer, schlechter Damenzug die Partie – Frank verlor. Damit lagen wir mit 2,5 : 3,5 hinten.

Bei Micha sah es gegen Klaus Winnig ziemlich ausgeglichen aus. Die Bauern standen sich gegenüber und man einigte sich schließlich auf Remis. Aber eine gute Partie von Micha! Wir diskutierten schon über die Gründe unserer erneuten Niederlage, da Dirk gegen Frank Naumann ziemlich unter Druck geraten war und auf Niederlage stand. Aber Dirk kämpft immer bis zum Schluss. Er bot einen vergifteten Turm an, sein Gegner konnte nicht davon lassen und Dirk setzte matt und sicherte und wenigstens noch die Punkteteilung.

Es war wieder mehr drin. Hätte Marco weiterspielen sollen? Aus meiner Sicht nein, denn bei 2 : 0 und guten Aussichten an den anderen Brettern, kann man auch mal ein Remis machen. Ingolf wird weiter kämpfen und sich befreien. Das gilt auch für Uwe. Frank wird die Niederlage nicht umwerfen. Und Micha + Dirk spielen bisher eine gute Saison. Dirk und Ko, den Dirk zweimal mit Schwarz vertreten musste, sind beide noch unbesiegt. Also Kopf hoch Jungs und weiter geht’s

3. Spieltag 10.11.2013 – Sind es die Nerven?

VfL Gräfenhainichen 1875 2.5 : 5.5 SG 1871 Löberitz II 1904
1
2036
0 – 1
1982
2
2115
0 – 1
2238
3
2054
0.5 – 0.5
2010
4
1861
0 – 1
1991
5
1768
0 – 1
1940
6
1837
1 – 0
1881
7
1691
0.5 – 0.5
1620
8
1641
0.5 – 0.5
1571

Mit gemischten Gefühlen gingen wir in das 3. Punktspiel gegen Löberitz II. Die Löberitzer sicher einer der Aufstiegsaspiranten, aber da wollten wir ja auch ein Wörtchen mitreden. Und der Ausgang der Partie würde einen Fingerzeig für uns liefern, ob nach oben was geht oder ob wir uns nach unten orientieren müssen.

Beide Mannschaften traten mit der Stammacht an. Ingolf mit Schwarz im Sizilianer gegen Nicolas Niegsch, Schöni mit Weiß gegen Normi (keine Ahnung, welche Eröffnung), ich auch mit einer neuen Eröffnungswahl mit den schwarzen Steinen gegen Reyk und Uwe mit Morragambit gegen Pauline an den ersten 4 Brettern. Im Unterhaus bot Schubi gegen Michael Klyszcz wie gewohnt Pirc an, Frank gegen Elina Otikova mit etwas Neuem, sah fast wie eine Idee im Englischen aus, Ko solide gegen Patricia Lehmann mit d4 und Micha ziemlich forsch am Königsflügel gegen Annika Priese.

Zunächst gab es das Remis von Ko am 7. Brett und von Micha an 8. Leider beide ohne mal sich das „Okay“ abzuholen, aus meiner Sicht zu zeitig und speziell Michas Stellung gefiel mir eigentlich sehr gut. Bei Ko war es eher ausgeglichen. Frank geriet etwas unter Druck, da er Ke2 nicht einfach direkt zog. Aber es ging alles noch und seine Gegnerin lehnte das Remisangebot ab. Schöni wollte keinen Damentausch, geriet danach aber unter Druck. Ingolf hatte mit einer schlechten Bauernstruktur und einem rückständigen d6 zu kämpfen. Uwe konnte im Morra seinen Plan nicht richtig umsetzen und spielte plötzlich gegen das Läuferpaar mit 2 Springern. Bei Schubi sah es wie immer aus und ich machte mir keine Sorgen. Ich selbst dachte einen kleinen Vorteil zu haben und fühlte mich wohl.

Normi spielte ziemlich sauber gegen Schöni, gewann einen Bauern und später die Partie. Ingolf geriet immer mehr unter Druck, musste dann eine Figur für 3 Bauern geben – aber es reichte nicht. 3:1 gegen uns. Dann stellte Marco in Gewinnstellung einzügig die Dame ein – allerdings nicht in Zeitnot…Dann erwischte es auch noch Uwe, die Läufermacht zu groß und der Durchblick bei geringer werdender Zeit zu gering und plötzlich war es Matt. 5:1 und der Wettkampf war verloren. Jetzt ging es um Ergebniskosmetik. Frank spielte sich frei und konnte in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln. Sauber und mit 3/3 ist er unser bester Punktesammler. Ich verpasste im Endspiel Sh5, was mir zwar einen kleinen Vorteil gebracht hätte, aber ob es zum Sieg gereicht hätte – keine Ahnung.

Damit haben wir 2,5 : 5,5 verloren und der Blick geht dann eher nach unten. Zu viele verlorene Partien waren auch schon in der letzten Saison unser Problem.  Diesmal waren es 4 verlorene Partien und wir müssen genau schauen, woran es liegt. Aber das machen wir intern…

2. Spieltag 13.10.2013 – Mit 3 Niederlagen wird es schwer…

SV Sangerhausen II 1724 4.0 : 4.0 VfL Gräfenhainichen 1873
1
1942
-/+
2036
2
1631
0 – 1
2115
3
1627
1 – 0
2054
4
1962
1 – 0
1897
5
1724
0.5 – 0.5
1768
6
1763
0 – 1
1837
7
1655
1 – 0
1641
8
1484
0.5 – 0.5
1634

Da Sangerhausen etwa auf der Hälfte zwischen Gräfenhainichen und dem Ruhrgebiet liegt, trafen sich Steffen, Frank sowie Uwe und ich mit Frauen schon mal am Samstag, um die sonntägliche Anreise zu verkürzen. Neben Kultur (Stolberg und Panoramabild in Bad Frankenhausen) gehörte natürlich auch noch ein schachlicher Gedankenaustausch zur Vorbereitung.

Am Sonntagmorgen komplettierten dann Schöni, Marco, Micha und erstmals diese Saison Dirk die Mannschaft, was unseren Gegnern nicht gelang, so dass sich für mich am 1.Brett der Kurzurlaub fortsetzte. Guten Mutes ging der Rest daran, die fehlenden 3,5 Punkte zum Mannschaftssieg einzusammeln.

Schöni wollte in seiner Variante mal eine etwas andere Aufstellung probieren, am Ende standen dabei aber wieder 5 Bauern auf der 6.Reihe – alles in Ordnung also. Steffen legte am Damenflügel etwas übermotiviert los, was seinen Gegner nicht sonderlich beeindruckte. In Uwes Pirc ging es mit Angriffen auf entgegengesetzte Seiten forsch zur Sache, wobei Uwe aber den König im Auge hatte. Marco bekam ein Damengambit aufs Brett, bei dem relativ schnell alle Türme vom Brett verschwanden. Franks Eröffnung nannte Fritz „Holländisches System ohne Übergang in andere Systeme“.  Sein Gegner versuchte, einen geopferten Bauern zu verteidigen, was Frank Initiative brachte. Bei Micha und Dirk kamen italienische Stellungsbilder aufs Brett.

Nach 2,5 h war Michas Partie abrupt durch einen einzügigen Turmeinsteller zu Ende und unser Vorteil dahin. Bei Marco wurde nach den Türmen auch noch die Damen getauscht – Remis war am Ende der nicht zu vermeidende Partieausgang. Frank brachte uns dann wieder in Führung. Sein Gegner hatte für Angriff ein Qualitätsopfer nicht gescheut, dessen Inkorrektheit Frank aber überzeugend nachweisen konnte. Danach nahmen die Dinge dann aber eine unerwartete Wende. Steffen hatte auf der Suche nach Vorteil zu viel Zeit verbraucht und griff kurz vor der Kontrolle fehl – der erneute Ausgleich. Und es kam noch schlimmer. Auch Uwes vorher gut angelegte Partie ging in Zeitnot weg. Nun mussten Dirk und Schöni zum Gesamtsieg voll punkten, was zunächst sogar machbar erschien. Durch die unbedachte Antwort seiner Gegnerin auf einen unscheinbaren Bauernzug war  ihrem Läufer das letzte Rückzugsfeld verlorengegangen und Dirk sammelte ihn für nur zwei Bauern ein. Leider kam auch er nicht ungeschoren durch die Zeitnotphase und büßte einen weiteren Bauern ein. Danach fand er bei reduziertem Material für seinen König kein Versteck gegen die Schachgebote der weißen Dame und er gab die Partie schließlich Remis. Zum Glück fand Schöni die richtigen Manöver und sein Gegner nicht immer die optimalen Antworten, so dass wir am Ende gegen 7 aufopferungsvoll kämpfende Sangerhäuser wenigstens noch ein 4:4 retten konnten.

Hoffentlich ein rechtzeitiger Warnschuss vor dem wichtigen Match gegen Löberitz II in der kommenden Runde.

1. Spieltag 22.09.2013 – Erster Saisonsieg oder wenn Schach zur Nebensache wird

VfL Gräfenhainichen 1880 5.5 : 2.5 SV Motor Zeitz 1686
1
2036
0 – 1
2020
2
2115
0.5 – 0.5
1837
3
2054
1 – 0
1719
4
1897
1 – 0
1575
5
1768
1 – 0
1595
6
1837
1 – 0
1709
7
1691
0.5 – 0.5
1650
8
1641
0.5 – 0.5
1380

Zum ersten Spieltag nach unserem Abstieg in die Landesliga B empfingen wir die Schachfreunde von Motor Zeitz. Unsere Gäste mussten die Bretter 2-3 ersetzen und traten mit 2 Ersatzspielern an. Einer vorgeschlagenen Terminverschiebung konnten wir aber nicht zustimmen, denn dann hätten wir Besetzungsprobleme gehabt.

Altmeister Schultheis besiegte am Spitzenbrett relativ einfach Ingolf, weil dieser nach einer Ungenauigkeit überhaupt nicht in die Partie kam. Ich plauderte zwischenzeitlich noch etwas mit Heinz Schultheis und er freute sich, dass man auch als „Alter Hase“ (spielte allein ca. 30 Jahre für Lützkendorf) die Jungen, also Ingolf, noch überraschen kann. Unmittelbar mit meinem Sieg gegen Marcel Greim kam Uwe ins Spiellokal mit der Nachricht, dass Heinz Schultheis einen Herzinfarkt hatte. Alle waren geschockt. Zwar ging es ihm den Umständen entsprechend gut – er hatte selbst den Notarzt gerufen, war ansprechbar und fragte beim Abtransport ins Herzzentrum Coswig noch nach dem Spielstand -, aber wir einigten uns darauf, die noch laufenden Partien Schöni – Frank Wilke und Micha – Benjamin Kissmann mit Remis zu beenden.

Daher diesmal auch nur ein kurzer Überblick über die restlichen Partien:

Frank gewann mit Weiß fast zeitgleich gegen Thomas Richter und glich Ingolfs Niederlage umgehend aus. Schub gewann gegen Tobias Kissmann zunächst eine Figur und schließlich die Partie. Uwe erhöhte ständig den Druck auf die schwarze Stellung seines Gegners Kevin Nestler. Est gewann er einen Bauern, ich glaub dann noch einen und damit war die gegnerische Gegenwehr zu Ende. Ko kam gegen Helmut Piechatschek mit Schwarz bei seinem Comeback in der ersten Mannschaft nie über Ausgleich hinaus und man einigte sich auf Remis. Mit den oben geschilderten Einzelresultaten gewannen wir schließlich mit 5,5 – 2,5, was allerdings auf Grund der Ereignisse eher Nebensache war.

Wir wünschen Heinz Schultheis auch auf diesem Weg gute Besserung und hoffen, ihn bald wieder an den Brettern zu sehen! Heute (24.09.13) konnte er wohl die Intensive verlassen und darf evtl. schon am Wochenende nach Hause. Schön und vielen Dank an Frank Wilke für die positive Nachricht.

Saison 2012/ 2013 – Verbandsliga

Ergebnisse Verbandsliga beim LSV Sachsen-Anhalt:
http://clm.schach-sachsen-anhalt.de/index.php?option=com_clm&view=rangliste&saison=7&liga=27&Itemid=21ltag

Trotz bester Saisonleistung konnten wir den Abstieg nicht verhindern!

Die zentrale Doppelrunde führte uns diesmal nach Halle/ Saale. Wir setzten unsere Tradition aus der Verbandsliga fort und reisten größtenteils gemeinsam mit unseren Frauen. Schließlich brauchten wir jede Unterstützung, um das evtl. Unmögliche noch möglich zu machen und den Abstieg zu verhindern. Die Aufgabe war schließlich schwer genug, hatten wir es doch mit den Aufstiegsanwärtern AE MD II (Tabellenplatz 2-3) und Köthen (Tabellenplatz 1) zu tun. Aber bekanntlich wächst man ja manchmal mit seinen Aufgaben. Den Startschuss bildete am Samstag ein gemeinsames Mittagessen und danach ging es für uns Männer an die Bretter, während die Frauen sich dem Wellness „hingaben“.

Unser Gegener am Samstag AE MD II hatte alles an die Bretter gebracht, was wohl ging, einzig Zeuni fehlte für uns aber nicht ganz unerwartet. Und es sollte ein spannender Wettkampf werden. Etwas überraschend hatte es Ingolf mit Guido Rothe zu tun. Damit hatten wir echt nicht gerechnet und unsere Vorbereitung war dahin. Und auch Ingolf schien sich noch nicht von der Niederlage gegen IM Liebert (oder ist es doch der in Calbe verlorene Glückskugelschreiber) aus der letzten Runde erholt zu haben. Sein Bauernschlagen auf b2 mit der Dame war wohl keine Idee und mir war klar, das wird wieder eng. Schöni stand von Anfang an gegen Marcel Schulz gut, die Figuren wurden hin und her geschoben, die Türme getauscht und irgendwann sah ich, Sxf4 gewinnt einen Bauern…Ich selbst wurde von Vilen Rafayevych (bisher nur siegreich) mit Englisch konfrontiert und vergaß zunächst d6 und brachte mich und meinen König mit einem frühen Sd4-Ausfall in Probleme. Uwe spielte gegen Josefine Heinemann was abgelehntes im Sizilianer – also nichts spannendes und die Partie verflachte schnell. Marco wurde von Jens Windelband (der vorher Snacks und Getränke an seine Leute verteilte – und wir?) offensiv angegangen, aber Marco setzte zum Konter an. Bei Frank gegen Frank Willberg war es was mit f4 und ich bin immer nicht ganz sicher, wie die Stellung zu bewerten ist. Aber ich fand diesmal, Frank macht das gut. Dirk kämpfte mit schwarz gegen Florian Brüggemann von Anfang an gegen den Ausgleich, schien aber eine solide Idee zu haben. Und Micha hatte es mit dem jüngsten Magdeburger zu tun und seinerseits Bennet Biastoch unter Druck. Positiv war aus meiner Sicht, dass wir an vielen Brettern mal mit Zeitvorteil ins Mittelspiel gingen.
Wie die genaue Reihenfolge war, bin ich mir nicht mehr sicher…Ingolf musste seine Partie aufgeben, Qualle und 3 Bauern weniger und fast nichts mehr auf dem Brett. Uwe einigte sich auf Remis, was auf Grund der Aussichten an den anderen Brettern okay war. Sein Turm auf g3 sah zwar aktiv aus, aber eine wirkliche Drohung war es wohl nicht. Micha drohte immer mehr und konnte schließlich den Punkt einfahren. Dirk dagegen nahm die 2 gebotenen Leichtfiguren gegen Turm und zwei Bauern nicht an und bekam mit einem Minusbauern starkem Druck. Die Partie ging leider verloren. Bei Frank kam es zum Zeitnotduell vor der Zeitkontrolle. Erst Qualle verloren, dann Bauern gewonnen und schließlich Matt gesetzt – Punkt und starke Partie! Schöni holte sich den besagten Bauern, dann eine Figur. Sein Gegner kämpfte noch eine ganze Weile einen ungleichen Kampf, den Schöni aber sicher gewann. Wir hatten also 3,5 Punkte und es war an Marco und mir, unsere Nicht-Abstiegshoffnung und sicher auch eine kleine Überraschung am Samstag zu schaffen. Ich konnte allerdings nicht mehr schauen, wie es bei Marco weiter ging. Ich wusste nur, er hatte 3 Bauern mehr und aktives Spiel. Und trotz der bisherigen schlechten Saison wusste ich, er schafft das. Ich konnte mich nach Minusbauern und zwischenzeitlichen +2,50 für meinen Gegner nach seinem Damentausch zurück ins Spiel kämpfen und hatte dann sogar die bessere Stellung. Ein aktiver Freibauer mit Unterstützung von Turm und Läufer machte sich auf den Weg und der gegnerische König war an die Grundreihe gebunden…Doch meine bessere Zeit ging dahin, als ich an Te1 überlegte und was dann in Zeitnot passierte, war wohl nicht nur für mich unfassbar. Ich hollte mir den Bauern zurück, mein Freibauer schaffte es bis auf die 2 Reihe gedeckt vom Läufer unnd ich schaffte es, meinen König in die Läuferlinie zu stellen. Bauer dahin. Wieder Minusbauer und 2 Bauern gegen mich auf der 6 Reihe, allerdings von Läufer und Bauer blockiert. Ich bot Remis, mein Gegner lehte ab. Dann ging es wieder anders rum – ich gewann die beiden Bauern, weil mein Gegner keinen passenden Abzug fand…dafür gab ich aber einen Bauern am Damenflügel ab und so rannten wir beide mit unseren Bauern los. Ich bot wieder Remis – Ablehnung. Doch mein Gegner stand mit dem König vor seinem Bauern…Dann hörte ich, dass Marco gewonnen hatte 4,5 für uns Sieg und ich übersah bei knapp 15 Sekunden auf der Uhr ein einzügiges Matt. Schließlich bot ich bei 9 sec. nochmals Remis, was Vilen dann fairer Weise annahm, mit auch ca. 20 sec. auf der Uhr – Danke! Aber der Kampf war entschieden. 5:3 und auf Grund der anderen Ergebnisse standen wir plötzlich auf Platz 8 – Ging da an diesem Wochenende doch noch was, war der „Schach-Glücksgott“ zu uns zurück gekehrt?

Der Sonntag sollte dann ähnlich dramatisch verlaufen. Calbe, USC MD oder wir, waren die Kandidaten auf den Abstieg, wobei Calbe und USC gegeneinader spielten. Oben ging es für Köthen (unseren Gegner), Merseburg (wie Köthen nur 4:4 am Samstag, beide Punktgleich) und AE MD II trotz der Niederlage gegen uns um den Aufstieg (-1 Punkt).Die anderen Ergebnisse stelle ich mal voran, weil wir eh nur auf uns schauen wollten und mussten. Calbe und USC MD kämpften ähnlich lange wie wir ein 4:4 aus. AE MD II putzt Merseburg 7,5:0,5 von den Brettern (!), unglaublich. Bei der Tabellensituation war allen beteiligten klar, Köthen muss gewinnen um aufzusteigen, wir mindestens ein Unentschieden, um nicht abzusteigen…
Was war bis dahin aber an den Brettern bei uns passiert. Ingolf konnte seinen Negativtrend nicht durchbrechen und verlor erneut, obwohl mir eigentlich seine Stellung gegen Philipp Bader zwischen drin mal gefiel. Schöni gab einen Bauern gegen Christian Zimmermann, aber seine Initiative war am Ende riesig und er konnte gewinnen. Mit 7/9 unser Topspieler. Ich konnte mich schnell aus der vermeintlichen Attacke von Siegfried Naujeck befreien, den Druck erhöhen und schließlich gewinnen. Uwe überspielte Eric Schneider zwar nicht, aber verwertete seinen Vorteil aus der Eröffnung soverän zum Bauerngewinn und schließlich zum Partiegewinn. Zwischenstand 3:1 für uns. Marco kämpfte gegen Ralf Häntsch auch gegen dessen Angriff, konnte sich befreien, holte einen verlorenen Bauern zurück, doch verlor ihn wieder. Dies reichte seinem Gegner zum Sieg. Dirk stand diesmal richtig gut, verlor dann aber einen Bauern und auch die Partie gegen Karl Praczyk. Zwischenstand 3:3. Alles kam auf Frank und Micha an. Frnak stand sehr gut, hatte sogar einen Bauern gewonnen, aber bei 3 einzelnen Bauern gegen 2 Bauern und jeweils Turm und Springer würde die Verwertung gegen Bernd Renner nicht leicht werden. Micha stand gegen Maximilian Garbe richtig unter Druck. Aber es gab Möglichkeiten, die Partie zumindestens Remis zu halten. Stellung schließen, zwar Läufer verliren – aber egal. Denn bei je 7 Bauern und die eigenen stehen auf der falschen Farbe für den Läufer, gibt es kein Durchkommen mehr. Oder Läufer für 2 Bauern opfern und mit beiden Türmen den gegnerischen König anfallen. Auch Michas Idee, die Qualle zu geben und die gegnerischen Bauern einsammeln hätte funktioniert, wenn er noch ein kleines Turmzwischenschach gesehen hätte…Frank an 6 versuchte alles! Und stellte die Partie in Zeitnot ein. Auch Micha konnte am Ende nicht mehr tricksen und verlor.
Frank war natürlich am Boden zerstört und wir konnten ihn nicht so richtig trösten, glaubte er doch, unseren damit besiegelten Abstieg verursacht zu haben. Aber wenn ich die Stellung richtig im Kopf hatte, hat selbst der Rechner keinen klaren Gewinnweg gefunden. Wir sind als Team aufgestiegen und jetzt abgestiegen – und es trägt keiner eine Schuld! Es ist Sport und manchmal braucht man auch ein wenig Glück. Das hatten wir in dieser Saison selten und gegen unsere direkten Kontrahenten waren wir nicht präsent genug. Es ist nur Schade, dass die beste Saisonleistung am Samstag und Sonntag keine Belohnung gefunden hat.
Glückwunsch an Köthen zum Aufstieg und auch an USC MD und Calbe zum Klassenerhalt!

Auch ich bin ziemlich frustriert im Moment, aber: Wir sind ein Team, 8 Freunde und immer die gleichen 8 Spieler (und das die ganze Saison über) an den Brettern zu haben, ist eine tolle Sache. Das gibt es nicht überall. Ich bin froh, mich mal für Gräfenhainichen als neuen Verein entschieden zu haben – Jungs ich würde es immer wieder tun und freue mich auf die nächste Saison mit euch allen! Steffen

9. Spieltag: 14.04.2013

VfL Gräfenhainichen 1893 3.0 : 5.0 Germania Köthen 1943
1
2030
0 – 1
2099
2
2057
1 – 0
1954
3
2109
1 – 0
1978
4
1950
1 – 0
1992
5
1789
0 – 1
1989
6
1810
0 – 1
2002
7
1678
0 – 1
1713
8
1718
0 – 1
1820

8. Spieltag: 13.04.2013

VfL Gräfenhainichen 1893 5.0 : 3.0 SG AE Magdeburg II 1951
1
2030
0 – 1
2104
2
2057
1 – 0
2033
3
2109
0.5 – 0.5
2038
4
1950
0.5 – 0.5
1956
5
1789
1 – 0
2020
6
1810
1 – 0
1861
7
1678
0 – 1
1984
8
1718
1 – 0
1610

7. Spieltag: 17.03.2013

USV Volksbank Halle III 1898 5.5 : 2.5 VfL Gräfenhainichen 1893
1
2098
1 – 0
2030
2
1993
0.5 – 0.5
2057
3
1951
0.5 – 0.5
2109
4
1913
0.5 – 0.5
1950
5
1884
1 – 0
1789
6
1770
0 – 1
1810
7
1714
1 – 0
1678
8
1863
1 – 0
1718

Nur noch wenig Hoffnung

Wir hatten in drei Abstiegsendspielen den Bock nicht umstoßen können. Nun wollten wir in unserem letzten Spiel gegen einen direkten Konkurrenten alles besser machen und mit zwei Punkten nach Hause fahren. Dass auch unsere Gastgeber um die Bedeutung des Spiels wussten, zeigte ein Blick auf die Aufstellung. Erstmals in dieser Saison wurden nur zwei Nachwuchsspieler eingesetzt und dafür  die erfahrenen E. Gröger und St. Nowak ins Team geholt.

Die ersten Partien waren nach nicht einmal 45 Minuten beendet. Ich hatte zur Abwechslung die Eröffnungsphase mit Schwarz mal ganz gut überstanden. Nach meinen zurückliegenden Spielen fehlte mir allerdings das Selbstvertrauen und ich bot (etwas feige) Remis. A. Domaske nahm nach kurzer Überlegung an. Hätte ich lieber noch 5 Minuten gewartet, denn da gerieten wir unerwartet schnell in Rückstand. Ausgerechnet Ingolf erwischte es am ersten Brett. Er dachte, H. Liebert hätte sich verrechnet, aber am Ende der Kombination war er es, dem eine Figur fehlte.

Nun waren die anderen 6 Bretter gefragt, Tendenzen waren hier noch nicht auszumachen. Das änderte sich dann nach 2 Stunden. Micha hatte sich am 8. Brett etwas passiv hingestellt und geriet unter Druck. Frank ging es am 6. Brett ebenso. Marco und Dirk versuchten ihrerseits mit den weißen Steinen ihre Gegner zu Fehlern zu zwingen. Im Oberhaus hatten Schöni und Steffen verwickelte Stellungen auf dem Brett. Nach 3 Stunden sollte es dann Schlag auf Schlag gehen. Dirk versuchte G. Hartge mit aggressivem Spiel unter Druck zu setzen. Als er allerdings (nur teilweise gewollt) zwei Königszüge einstreute, übernahm der junge Hallenser das Kommando und konterte Dirk mustergültig aus. Micha und Frank hatten dem Druck Tribut zollen müssen. Micha hatte 2 Bauern verloren und stand immer noch passiv. Frank hatte für den verlorenen Bauern wenigstens etwas Gegenspiel. Als sich K.-S. Altstadt nach langem Überlegen entschloss, eine Figur zu opfern, fand Frank allerdings die richtigen Züge und konnte die zweite junge Nachwuchshoffnung aus der Saalestadt mattieren. Fast gleichzeitig ging allerdings Marcos Partie den Bach runter. Seinen Versuch am Damenflügel Raum und Material zu erobern, konterte E. Gröger mit einem Figurenopfer, welches den Königsflügel öffnete und die Partie schnell entschied. Nachdem auch Micha dem Druck von St. Nowak nicht standhalten konnte, war unsere Niederlage besiegelt. Schöni und Steffen steuerten noch zwei halbe Punkte bei, so dass  diese nicht ganz so deutlich wurde.

Nun haben wir zur zentralen Endrunde mit Köthen und AEM 2 noch zwei Aufstiegskandidaten vor der Brust, was unsere Chancen auf den Klassenerhalt nicht gerade erhöht, aber wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen.

6. Spieltag 24.02.2013

VfL Gräfenhainichen 1893 4.0 : 4.0 Naumburger SV 1918
1
2030
1 – 0
1956
2
2057
0.5 – 0.5
2056
3
2109
1 – 0
2009
4
1950
0 – 1
1960
5
1789
1 – 0
1841
6
1810
0.5 – 0.5
1986
7
1678
0 – 1
1618
8
1718
0 – 1
1916

Kein Sieger im Kopfnussduellmarathon

Spiel 1 nach dem desolaten Auftritt gegen den Aufsteiger aus Calbe sollte für uns ein Neuanfang sein. Punkte mussten her, wenn wir den Klassenerhalt nicht frühzeitig abschreiben wollten. Dass dazu gerade der Oberligaabsteiger aus Naumburg – trotz der Wetterverhältnisse vorbildlich pünktlich – anreiste, sollte die Aufgabe nicht gerade erleichtern. Andererseits haben auch unsere Gäste überraschend gegen den Abstieg zu kämpfen.

Bereits früh war aus meiner Sicht ein Spiel auf Augenhöhe zu erkennen und ich hatte nicht die Befürchtung, dass es ähnliche Probleme wie in Calbe geben würde. Eigentlich war nach der Eröffnungsphase alles im Lot. Kurz danach verdarb Dirk an Brett 7 aber gegen Joey Deutsch seine Stellung und die Partie. Ich denke, in der Kopfnussrubrik auf der Homepage unserer Gäste wird Joey als einziger ohne „Bestrafung“ davonkommen, auch wenn ich der Partieanalyse von Ralf Hillmann nichts vorwegnehmen will.

Eben jener Ralf Hillmann sorgte dann für das 0:2 aus unserer Sicht. Micha sah bei einer Bauerngabel irgendwelche Gespenster (ich meine mich, an vermeintliche Springergabeln zu erinnern), statt einfach die Türme zu verdoppeln und in ein vorteilhaftes Spiel abzuwickeln.

Ich fand die Stellung an den anderen Brettern aber in Ordnung. Insbesondere Marco hatte zwar einen Bauern geben müssen, aber sein Gegner hatte für einen Königsangriff die eigene Königsstellung extrem vernachlässigt. Plötzlich hatte Marco nicht nur Initiative, sondern alle Figuren attackierten den König, der sich nur noch in sein Schicksal ergeben konnte. 1:2.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich auch noch, dass auf unseren Punktebullen Schöni an Brett 2 Verlass ist. Er hat aber in beiderseitig immer schlechter werdender Zeit nicht die optimale Fortsetzung gefunden. Nachdem er früh ein Remisgebot abgelehnt hatte, blieb Schöni schlussendlich doch nur der Friedensschluss.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Partie bereits „schön“ ins Remis verdorben. Nachdem Matthias Will und ich uns gegenseitig mit der Eröffnungswahl des jeweils anderen überrascht hatten, konnte ich durch einen kleinen taktischen Trick die Stellung meines Gegners in eine Ruine verwandeln. Eigentlich konnte er nur noch abwarten, bis ich zum endgültigen Knockout ansetzte – da wartete er aber vergeblich. Als ich einen Zug meines Gegners übersah, fand ich an dieser Stelle auch nicht mehr die im Gewinnsinne spielbare Fortsetzung. Schwindeln funktionierte auch nicht mehr. Wenigstens bedanke sich Matthias nach der Partie freundlich für das aus seiner Sicht „unverdienteste Remis seit langer Zeit“.

Wir lagen also immer noch mit einem Punkt hinten bei noch drei laufenden Partien. Alle drei Partien sollten erst in der 2. Zeitnotphase mit reichlich Kopfnusspotential entschieden werden. Ingolf konnte an Brett 1 seine zunächst schlechtere Stellung ausgleichen, um sie anschließend mit Hilfe seines Gegners Florian Wendling sogar in eine gute bis sehr gute Stellung zu verwandeln. Dann hatte Ingolf aber plötzlich nicht mehr die richtige Idee und plötzlich lag ein Dauerschach durch unseren Naumburger Gast in der Luft. In beidseitig hochgradiger Zeitnot gab er aber ein falsches Schach und machte damit den letzten und entscheidenden Fehler zum 3:3.

Nur Sekunden später sicherte Steffen gegen Jens-Frieder Mükke dann zumindest den ersten Mannschaftspunkt. Allerdings war er dabei auch auf tätige Mithilfe seines Gegners angewiesen. Die Stellung war zwischenzeitlich glatt verloren. Aber auch Steffen wartete – glücklicherweise – vergeblich wie mein Gegner auf den endgültigen KO. Und wie Steffen so ist: Bekommt er noch eine Chance, dann nutzt er sie. Am Ende war ein kompliziertes, wenn auch ausgeglichenes Damenendspiel auf dem Brett. Steffen hatte die Initiative und unser Gast keine Zeit, die optimalen Züge zu finden. Da er es doch versuchte, überschritt er die Zeit.

Blieb noch Uwe. Die Partie mit Roland Rümmler dauerte bis 15:15 Uhr, weil Uwe offensichtlich nicht wusste, wo unsere Ersatzuhren stehen ;-). Nachdem Uwe seine gute Stellung falsch abwickelte, stand er mächtig unter Druck und Roland fand zumindest einmal nicht den Weg zur schnellen Entscheidung. So keimte nochmal Hoffnung auf. Als Uwe aber quasi ohne Bedenkzeit in eine Springergabel lief, war die Partie gegen uns entschieden und das Unentschieden perfekt.

Am Ende steht ein aus meiner Sicht verdientes 4:4, welches aber wohl beiden Mannschaften nicht so richtig hilft, vielleicht aber am Ende doch ganz wichtig ist.

5. Spieltag 13.01.2013

TSG Calbe 1865 7.0 : 1.0 VfL Gräfenhainichen 1893
1
2014
0.5 – 0.5
2030
2
1977
1 – 0
2057
3
1857
1 – 0
2109
4
1909
1 – 0
1950
5
1852
1 – 0
1789
6
1860
1 – 0
1810
7
1768
1 – 0
1678
8
1682
0.5 – 0.5
1718

Weil es einen Spielbericht geben muss (Uwe)

Voller Optimismus reisten wir erstmals nach Calbe. Wie wussten, dass es gegen den Aufsteiger schwer werden würde und dass es ein wichtiges Spiel ist.
In den letzten Jahren und auch in dieser Saison waren wir in diesen Spielen immer zur Stelle. Das ist uns diesmal nicht gelungen. In dem sehr schönen Spiellokal fanden wir nie richtig zu unserem Spiel und haben auch in der Höhe verdient verloren. Am bezeichnendsten ist es vielleicht, dass wir es in keiner Partie in ein wirklich hoffnungsvolles Endspiel schafften.

Vielleicht schreibt ja einer meiner Mannschaftskameraden noch ein wenig detaillierter, aber ich möchte es erstmal vergessen.

Zum Glück ist es bis zum nächsten Punktspiel etwas hin und dann ist es wieder wichtig ….

Spieltag 09.12.2012

VfL Gräfenhainichen 1893 3.0 : 5.0 SV Merseburg 1985
1
2030
1 – 0
2046
2
2057
1 – 0
2168
3
2109
0.5 – 0.5
1984
4
1950
0.5 – 0.5
1873
5
1789
0 – 1
1948
6
1810
0 – 1
2160
7
1678
0 – 1
1864
8
1718
0 – 1
1834

Da war mehr drin

Leider ist in der Weihnachtszeit unsere Berichterstattung etwas unter gegangen. Daher hier noch schnell vor der 5. Runde eine kleine Nachbetrachtung zur Partie gegen Merseburg. Aber was will man nach so langer Zeit noch schreiben…

Die Einzelergebnisse zeigen, dass wir das Oberhaus klar dominiert haben und leider im Unterhaus unter die Räder gekommen sind. und mit 4 Niederlagen ist es eben schwer, noch ein Unentschieden zu retten. Was ist mir noch so in Erinnerung geblieben. Ingolf stand an 1 nach der Eröffnung aus meiner Sicht etwas schlechter gegen Samuel, dann aber kam der Konter und Ingolf gewann die Partie. Bei Schöni kann ich mich nicht erinnern, ob Thomas Grieger überhaupt so richtig ins Spiel kam. Nach einem ungenauen Springerzug von Thomas, gab Schöni die Initiative nicht mehr ab und gewann. Ich selbst kam aus super aus der Eröffnung. Leider überraschte mich Tobias dann mit einem Springeropfer. Ich ließ mich leider aus der Ruhe bringen und spielte meine Mehrfigur nicht konsequent zu Ende und musste dann mit einem Dauerschach ins Remis abwickeln. Uwe stand gegen Felix Knopf anfangs sicher besser, verpasste dann aber glaube die a-Linie zu sichern und so ging das Remis in Ordnung.

Ja und dann im Unterhaus. Marco spielte mal wieder gegen Jörg Hettstedt und wurde mit 1. g4 überrascht. Eigentlich spielt Marco immer sehr solide, ein aus meiner Sicht unnötiges h5 in der Eröffnungsphase brachte doch einige Problem, dann noch 2-3 ungenaue Züge und die Partie war dahin. Frank kam gegen Dirk eigentlich nicht so schlecht aus der Eröffnung, aber wurde dann wie so oft am Damenflügel überascht und die Partie ging verloren. Bei Dirk gegen Katja ging es hin und her. In der Eröffnung stand Katja klar besser, dann wickelte Sie falsch ab und plötzlich hatte Dirk 2 Bauern mehr. Leider war Dirk dann nicht kosequent genug und kam unter Druck. Schließlich gewann Katja dann doch. Und Micha stand gegen Marcus Krieger glaube immer etwas besser. Stellte dann einen Bauern ein, was auch den Verlust der Partie bedeutete.
Und so war die 3:5 Niederlage besiegelt, nach dem Spielverlauf war aber sicher mehr drin.

Morgen gegen Calbe müssen wir gegen einen direkten Kontrahenten Punkten. Ein Sieg wäre optimal. Dann mal los!

3. Spieltag:

USC Magdeburg 1893 4.0 : 4.0 VfL Gräfenhainichen 1893
1
2072
0.5 – 0.5
2030
2
1818
0 – 1
2057
3
1943
0 – 1
2109
4
1917
1 – 0
1950
5
1883
1 – 0
1789
6
1925
0.5 – 0.5
1810
7
1696
0 – 1
1678
8
1888
1 – 0
1718

Glückliches unglückliches Unentschieden (von Frank)

Nachdem wir in der 2. Runde den eigentlich fest eingeplanten Punkt gegen unseren Lieblingsgegner USV Halle II deutlich verpasst hatten, wollten wir uns zumindest einen Punkt beim Angstgegner USC Magdeburg holen. Am Ende gelang dies, obwohl sicher zwischenzeitlich mehr möglich war, am Ende aber wohl auch  eine Niederlage hätte zu Buche stehen können.

Zunächst lief alles nach Plan. Schöni hatte bereits in der Eröffnung seinen Gegner überspielt. Dieser wählte statt der Variante „Bauern weniger + Stellungsruine“ dann auch noch die Variante „Bauer + Springer weniger nebst Stellungsruine“, so dass ich hinter diese Partie schnell einen Haken machte. Da ich die Stellung an den anderen Brettern zumindest in Ordnung fand, war ich der Meinung, ich steuere in ausgeglichener Stellung den halben Punkt für den hoffentlich folgenden Mannschaftssieg bei.

Nachdem Schönis Gegner sich noch ein wenig gewehrt hatte, sah er die Hoffnungslosigkeit seines Unterfangens ein und wir führten mit 1,5 : 0,5. Wenig später erklärte Uwe aber, er würde für den Ausgleich sorgen. Meinen Einwand, dass wir aber führen würden, quittierte er nur mit einem Schulterzucken. Tatsächlich sah die Stellung zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut aus. Ein Figurenopfer führte nicht zu durchschlagendem Erfolg. Die Stellung war aber auch ohne das Opfer schon sehr schwierig. Im Ergebnis hielt Uwe Wort und unsere Führung war dahin.

Zum Zeitpunkt von Uwes Aufgabe fand ich das aber nicht mehr ganz so dramatisch. Dirk hatte seine Stellung langsam und stetig verbessert. Steffen stand aus meiner Sicht einfach nur gut. Und an den anderen Brettern war für mich nicht erkennbar, wie wir Partien verlieren sollten. Dirk setzte seine Vorteile in einem schönen Mattangriff um und bracht uns wieder in Führung.

Leider passierte dann wieder das, was uns scheinbar regelmäßig gegen den USC passiert – wir fingen an, unsere Partien wegzuwerfen. Micha hatte sich nach suboptimaler Eröffnung herausgekämpft und eigentlich das sichere Remis erreicht. Sein Gegner teilte diese Auffassung nach der Partie, konnte aber aus Mannschaftssicht das Remis nicht annehmen. In völlig geschlossener Stellung lies Micha mit einem einfachen taktischen Schlag einen Bauern stehen. Nachdem dies auch den Verlust des 2. Bauern zur Folge hatte, war der halbe Punkt weg.

Nicht anders erging es Marco. Er hatte eine ausgeglichene Stellung auf dem Brett, auch wenn sein Gegner aktiver stand. Bis auf einen taktischen Dreh war hier aber auch nichts los. Leider übersah Marco diesen und wir lagen plötzlich hinten.

An dieser Stelle nutzte Ingolfs Gegner die Möglichkeit, für die Magdeburger zumindest einen Mannschaftspunkt zu sichern. Nachdem er zuvor die Remisangebote von Ingolf ausschlagen musste, stellte er nach der glücklichen Wendung aus USC-Sicht seine Gewinnbemühungen ein und gab sich mit dem halben Punkt zufrieden. Aus meiner Sicht war für Ingolf da auch nicht mehr möglich.

Beim 3:4 gegen uns besann ich mich des FCB-Artikels auf der USV-Seite und stellte diesen gedanklich richtig: Wenn wir 3 Punkte haben und Steffen spielt noch, können wir eigentlich nicht mehr verlieren. Bis es dazu kam, bin ich aber gefühlt um 10 Jahre gealtert. Offensichtlich war Steffen durch die Aussage schockiert, dass ich sein Schach diesmal verstehen würde – kommt sonst nie vor – und änderte sofort die Taktik. Mit Erfolg – ich verstand gar nichts mehr. Das wäre auch alles nicht weiter tragisch gewesen, hätte er kurz nach der Zeitkontrolle nicht den „Totschläger“ ausgelassen. So machte er es nochmal richtig spannend und nachdem er aus seinem gedeckten Freibauern einen ungedeckten Freibauern gemacht hat, fand ich persönlich die Stellung nicht mehr gut. Eine Einschätzung die mein Computer im Nachhinein teilte. Ich bin also nicht der Einzige, der Steffens Schach nicht immer versteht. Was folgte war eine Zeitnotschlacht im Turmendspiel und dann doch noch dem besseren Ende für Steffen nach 5:59 h. Wir hatten also unseren ersten Punkt gegen den USC geholt, was nach dem Spielverlauf einfach zu wenig war und am Ende zumindest ein bisschen glücklich zustande kam.

2. Spieltag

VfL Gräfenhainichen 1896 3.0 : 5.0 USV Volksbank Halle II 1980
1
2030
0.5 – 0.5
2074
2
2054
1 – 0
1989
3
2094
1 – 0
1952
4
1972
0 – 1
1903
5
1809
0 – 1
2004
6
1810
0 – 1
1999
7
1678
0.5 – 0.5
1938
8
1721
0 – 1
1977

Schnell und schmerzlich (von Kurthi)

Abgeschlossen wurde unser langes Schachwochenende (nach Blitz-VEM am Freitag und Kombiturnier am Samstag) mit dem Verbandsligapunktspiel gegen den USV Volksbank Halle 2. Motiviert durch unseren Sieg in Runde 1 wollten wir den favorisierten Hallensern einen packenden Kampf liefern – aber es lief ganz anders.

Los ging es schon damit, dass zum Spielbeginn nicht nur (wie gewohnt) Steffen fehlte, sondern auch unser Mannschaftsleiter hatte sich etwas länger in Morpheus Arme begeben. Mit 10 Minuten Verspätung waren dann aber beide da. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass es unser kürzestes Verbandsligamatch werden würde, indem die Zeit nur eine Nebenrolle spielen würde.

Nach einer Stunde sah es fast an allen Brettern noch gut aus. Nur Franks neue Eröffnungsvariante gefiel mir nicht. Micha hatte einfach mal einen feilgebotenen Bauern eingesammelt und ich sah nicht, wie sein Gegner den kompensieren wollte. Schubi war in taktische Manöver verstrickt, die ich nicht ganz durchschaute. Mein Gegner spielte sehr aggressiv am Damenflügel, was mir weniger Sorgen machte, als die Tatsache, dass ich irgendwie nicht in die Partie fand. Von den vorderen Brettern kann ich gar nicht viel berichten, da ich in den Heimspielen eher selten nach links schaue. (Verstehe ich meist alles nicht.) Nur bei meinem Nachbarn Steffen sah es so aus, als würde er Englisch mit Schwarz spielen. Es kam mir jedenfalls irgendwie seltsam bekannt vor.

Dirk war dann der erste, der seine Partie beendete. Seine Gegnerin nahm sein Remisangebot in undurchsichtiger Stellung an. Zu diesem Zeitpunkt (2,5 h) hatten sich die Verhältnisse an den letzten 5 Brettern leider aber schon zu unseren Ungunsten verschoben. Ich hatte irgendwann das Gefühl, mich der Sorgen am Damenflügel entledigt zu haben. Dann hatte ich einen Bauern geopfert, um einen gedeckten Freibauern zu „installieren“. Dann übersah ich allerdings ein feines Zwischenschach meines Gegners und verblieb mit zwei Türmen und Läufer gegen Dame und Springer. Mein Gegner hatte dazu noch ein Paar Bauern mehr und ich eine Ruine an Stellung zu verwalten. Es ging dann ziemlich schnell … . Marco (rechts neben mir) hatte auch nicht alle taktischen Fallstricke beachtet. Dazu war seine Dame auf a3 ins Abseits geraten und sein unrochierter König wurde ein Opfer der gegnerischen Figuren. Micha hatte inzwischen durch entgegengesetzte Rochaden und passives Spiel alles dafür getan, dass sein Mehrbauer nur noch Makulatur war. Das Ende kam dann zügig. Frank erging es ähnlich, er hatte nur nie einen Landwirt mehr. Unterschiedliche Rochaden und Passivität wurden in ein Bauernendspiel abgewickelt, welches er sich nicht mehr zeigen lassen wollte.

Damit waren wir nach 3,5 Stunden besiegt. Das gab es schon lange nicht mehr. Ingolfs umkämpftes Remis, Steffens Sieg nach Einsteller und Schönis Sieg in gegnerischer Zeitnot verbesserten nur die Brettpunktbilanz. Alles in allem hatte Thomas schon bei der Begrüßung den Mannschaftskampf vorrauschauend kommentiert:

Ich: „Ach der FCB“

Freundlicher Handschlag

FCB: „Ist doch schön, wenn´s so läuft. Oder!?“

1. Spieltag

 Einheit Halle 3.5 : 4.5 VfL Gräfenhainichen
1
2081
0 – 1
2030
2
2107
0 – 1
2054
3
1983
1 – 0
2094
4
1785
0.5
1972
5
1863
1 – 0
1809
6
1857
0 – 1
1810
7
1822
1 – 0
1678
8
1632
0 – 1
1721

Gelungener Saisonauftakt nach hartem Kampf!

Am 23.09.12 reisten wir zum Saisonauftakt der diesjährigen Verbandsligasaison nach Halle, um gegen den Aufsteiger Einheit Halle nach Möglichkeit die ersten Punkte einzufahren. Gut vorbereitet und hoch motiviert ging es an die Bretter. Einheit trat am letzten Brett mit Ersatzspieler Altner an, so dass Micha schauen musste, was ihn erwartet. An allen anderen Brettern gingen die bei beiden Mannschaften bewährten Stammkräfte an den Start. Ingolf und Spdfr. Schellmann hatten einen Spanier auf dem Brett, wobei die ersten Züge doch in relativ schneller Folge passierten. Schöni führte die schwarzen Steine gegen Spdfr. Berger und nachdem in der Eröffnung bereits ziemlich viel getauscht wurde, blieb für Weiß eine Ruine von einer Bauernstruktur übrig. Und mir kam sofort der Gedanke, dass macht Schöni schon. Ich selbst wählte gegen Klaus Winning Englisch und fühlte mich beim Übergang ins Mittelspiel sehr wohl mit meiner Stellung. Uwe erkämpfte sich mit Schwarz gegen Spdfr. Senebald eine gute Stellung und gewann sogar einen Bauern. Aber dann spielten die weißen Figuren plötzlich besser zusammen und der Bauer war wieder fort. Marco stand gegen Spdfr. Richter eigentlich solide wie immer. Sein Gegner spielte aber sehr aktiv am Damenflügel und kombinierte Marco einen Bauern ab. Nicht so gut, aber sicher noch keine Entscheidung. Frank kam trotz überraschender Eröffnungswahl von Spdfr. Meißner kam er sehr gut mit Schwarz in die Partie und konnte selbst Druck gegen den weißen Monarchen aber auch auf der offenen c-Linie ausüben. Bei Dirk am 7. Brett wurden wie bei Schöni schnell viele Figuren getauscht. Allerdings bekam Dirk seinen König durch Rochade nicht in Sicherheit, so dass sein Gegner Spdfr. Richter einen Angriffspunkt hatte.

Wie es dann überall weiterging, habe ich nicht ganz mitbekommen. Dirk verlor seine Partie, dafür konnte Micha die Diagonale zum König seines Gegners öffnen und erzielte den Ausgleich. Marco versuchte seinen verlorenen Bauern mit einem Königsangriff zu kompensieren. Dies gelang leider nicht und er verlor. Bei Ingolf ging es dann auch ganz schnell. Zunächst Drang Spdfr. Schellmann mit seinen Schwerfiguren über die a-Linie ein. Aber Ingolf konnte kontern und gewann eine Qualität und dann die Partie. Auch bei Uwe wurde vieles getauscht und er bot bei jeweils mit Doppeltürmen und mehreren Bauern Remis. Sein Gegner nahm an, stand aber wohl etwas besser. Bei mir selbst war es mittlerweile ziemlich unübersichtlich. Ich entschied mich für ein Qualitätsopfer, um Angriff auf den gegnerischen König zu bekommen. Aber auch mein Gegner ging auf meinen Monarchen los. Leider brachte ich mich selbst mit Ld5 um die Partie, statt mir die Qualität zurückzuholen. Anschließend stellte ich auch noch einen Springer ein und verlor die Partie.

Jetzt lag es an unseren beiden Frank’s. Franks Gegner wollte mit seinem offensiven König etwas zu viel und bemerkte plötzlich, dass alle Rückwege abgeschnitten waren. Das drohende Matt war nur noch mit Figurenopfer abzuwehren. Der Ausgleich! Jetzt war es Schöni vorbehalten, sein Endspiel Springer und 4 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern zum Sieg zu führen. Er nutzte die schlechte Bauernstruktur seines Gegners aus und führte seinen h-Bauern zur Dame. Dies reichte, um den gegnerischen Bauern auf der 7 Reihe aufzuhalten und die Partie zu gewinnen.

Am Ende stand ein 4,5 : 3,5 Auswärtssieg mit 7 hart umkämpften Partien. Da wir noch einiges an Steigerungspotential haben, können wir auf diesem Sieg weiter aufbauen. In der 2. Runde geht es dann gegen USV II. Vielleicht ist ja wie in den Vorjahren was drin?!

Nr. VfL GHC 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 P %
1 Hintzsche 1 0,5 0,5 1 0,5 1 0 0 0 4,5 50
2 Schönfeld 1 1 1 1 0 0,5 0,5 1 1 7,0 78
3 Michel 0 1 1 0,5 0 1 0,5 0,5 1 5,5 61
4 Kurth 0,5 0 0 0,5 0 0 0,5 0,5 1 3,0 33
5 Schubert 0 0 0 0 0 1 0 1 0 2,0 22
6 Dubbratz 1 0 0,5 0 0 0,5 1 1 0 4,0 44
7 Neumann 0 0,5 1 0 0 0 0 0 0 1,5 17
8 Quinque, M 1 0 0 0 0,5 0 0 1 0 2,5 28
9 Schäftner
10 Kowalski
11 Marwinski
12 Schütze
13 Quinque, K
14 Neustadt
15 Juraschek
16 Zieschang
17 Gast
18 Prof. Bührdel
19 Koppe
20 Richter
Brettpunkte  4,5 3,0 4,0 3,0 1,0 4,0 2,5 5,0 3,0 30
M-Punkte  2  0  1  0  0  1  0  2  0  6

Saisonausblick

Am 23.09.12 startet die neue Verbandsligasaison. Auch diesmal geht unser Blick natürlich nach „unten“, haben wir doch nach USV Halle III den schlechtesten ELO-Schnitt. Wir werden aber bereits in der ersten Runden auswärts gegen Aufsteiger Einheit Halle feststellen, wohin die Richtung geht.
Aufstellungstechnisch sind wir mit der gleichen Acht wie im Vorjahr unterwegs. Aber unser Punktriese Schöni – im Vorjahr mit 7,5/9 – rückt 2 Bretter nach vorn und sitzt in der neuen Saison zwischen Ingolf und mir. Damit rutschen Uwe und ich jeweils ein Brett nach hinten. Ansonsten keine Veränderungen. Der Plan für den Klassenerhalt ist aus unserer Sicht ziemlich einfach. Wenn alle mindestens ihre Leistung aus dem Vorjahr wiederholen und Frank D. und Dirk etwas zulegen, sollten wir eigenlich (hoffentlich) nichts mit dem Abstieg zu tun haben.
Damit möchte ich es mit der Vorschau auch belassen. Hier aber noch einige Ausführungen von anderen Internetseiten (Löberitz, Merseburg):
http://www.sg1871loeberitz.de/turniere/lali.htm
http://schach.braincms.de/uploads/media/Saisonvorschau_VL_u_LLB_201213.pdf

Saison 2011/ 2012 – Verbandsliga

Ergebnisse Verbandsliga beim LSV Sachsen-Anhalt:
http://clm.schach-sachsen-anhalt.de/index.php?option=com_clm&view=rangliste&saison=1&liga=2&Itemid=1

Nr. VfL GHC 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 P %
1 Hintzsche 0,5 1 0,5 0 0 + 0 0,5 1 4,5 50
2 Michel 0,5 0,5 0 1 + 0,5 1 0,5 5 57
3 Kurth 0,5 0,5 0,5 0 0,5 0,5 1 0,5 1 5 55
4 Schönfeld 0 1 1 1 1 1 0,5 1 1 7,5 83
5 Schubert 0 0 1 0,5 0,5 1 0,5 0 0,5 4 44
6 Dubbratz 0,5 0 0,5 0 0 0,5 0,5 0 0,5 2,5 28
7 Neumann 0 0,5 0 0 0 0,5 0 0 0,5 1,5 17
8 Quinque, M 0 1 0 0,5 0 1 1 0,5 + 5 50
9 Schäftner
10 Kowalski
11 Marwinski 1 1 100
12 Schütze
13 Quinque, K
14 Neustadt
15 Juraschek
16 Zieschang
17 Gast
18 Prof. Bührdel
19 Koppe
20 Richter
Brettpunkte 2,5 4,5 4 2 3 6,5 4 3,5 6 36
M-Punkte 0 2 1 0 0 2 1 0 2 8

Geschafft! Wir haben den Klassenerhalt gesichert.

VfL Gräfenhainichen – USV Halle III 3,5 : 4,5
Hettstedt – VfL Gräfenhainichen 2,0 : 6,0

Am 14./15.04.2012 standen bei der zentralen Endrunde die beiden letzten Runden der Verbandsligasaison an. Für uns war klar, dass wir trotz aktuellem Tabellenplatz 6 zum sicheren Klassenerhalt mindestens 2 Punkte benötigten. Und so ging es hoch motiviert und konzentriert auf nach Magdeburg, wo wir mit unseren Partnerinnen im Hotel Ratswaage wegen des Frauenwellnessprogramms  eingecheckt hatten.

Treffpunkt war 12:00 Uhr im Wenzel Prager Bierstuben zum gemeinsamen Mittagbrot. Leider erreichte uns dann ca. 1 Stunde vorher ein Anruf von Frank und Ingolf, dass sie auf Grund einer Vollsperrung auf der Autobahn wohl erst gegen 14:00 Uhr zum Rundenbeginn eintreffen werden. Ging es etwa wieder so los wie im letzten Jahr, als Ingolf wegen einer Autopanne sogar 45 Minuten verspätet eintraf? Schnell kam aber Entwarnung und 12:45 Uhr saßen wir alle beim Mittag.

Gut gestärkt gingen die Männer dann an die Bretter und die Frauen zum Stadtbummel. Aufstellungstechnisch war gegen die Hallenser kaum eine Vorbereitung möglich und so waren wir schon auf die Namen unserer Gegner gespannt. Schnell wurde uns klar, dass der USV III zwar nicht in Bestbesetzung, aber speziell an den hinteren Brettern sehr stark besetzt war. Die 1. Aufgabe im Abstiegskampf würde also schwer werden. Fangen wir mal von hinten an. Micha sah sich mit Weiß Spdfr.  Jedlitzke gegenüber und spielte aus meiner Sicht eine für ihn recht solide und sichere Eröffnung. Dirk wurde an 7 von A. Domaske in eine Eröffnung „gelockt“, wo er sich nicht so recht auskannte und kam schnell unter Druck. Frank musste sich mit weiß gegen Spdfr. Dr. Huth auseinandersetzen und verbrauchte schon in der Eröffnung viel Zeit. Zuviel? Marco mit den schwarzen Steinen hatte gegen Spdfr. Dr. Kirmas bekannte Bilder aus dem Pirc auf dem Brett und da braucht man sich dann eigentlich keine Sorgen machen. Naja, Schöni mit den weißen Steine (oder halt mit Schwarz) ist ja eh eine Bank. Und so musste sich auch Spdfr. Liebscher gegen das „Schöni-System“ beweisen. Uwe spielte auch mit schwarz einen soliden Pirc gegen H. Benne und ich fand seine Stellung von Beginn an etwas besser. Ich selbst führte die weißen Steine gegen Spdfr. Leonhardt und der „Engländer“ war aus meiner Sicht sehr zufriedenstellend gelaufen. Und auch Ingolfs Sizilianer war gut und sicher in den Tag gegen D. Neukirch gekommen.

Zwischendrin schauten wir auch immer auf unsere Mitstreiter im Abstiegskampf. Aber es war schnell erkennbar, dass am Samstag wohl keine endgültige Entscheidung fallen würde.

Dann ging es so langsam auf die Zeitkontrolle zu. Frank fand trotz viel investierter Zeit in der entscheidenden Phase nicht die richtige Fortsetzung und fand sich in einer wesentlich schlechteren Stellung ohne Zeit wieder und musste dann auch die „Waffen“ strecken. Dirk ereilte das gleiche Schicksal. Aber Schöni konnte den Spieß dann umdrehen und sein Gegner konnte bei zunehmend geringer werdender Restzeit nicht mehr die besten Verteidigungszüge finden und der Anschluss wurde geschafft. Auch ich war sehr zufrieden mit meiner Stellung, mein Läufer auf d5 hatte viele wichtige Felder unter Kontrolle  und ich erhöhte den Druck auf den schwarzen König. Dann noch eine Kombination und ich gewann eine Figur. Punkt zum 2:2. Was an meinen Nachbarbrettern passierte war auch ganz schön spannend. Ingolfs Gegner opferte eine Qualität und aus Ingolfs Druckstellung wurden plötzlich eine Verteidigungsstellung. Ein weißer Bauer wanderte bis e7 und wurde von Läufer, Dame und Turm unterstützt. Ingolf hielt mit seinen beiden Türmen und der Dame dagegen und musste dann aber ins Dauerschach abwickeln. 2,5:2,5. Bei Uwe wurden dann viele Figuren getauscht, bis je Turm und gleichfarbige Läufer übrig blieben, aber Uwe hatte dabei einen Bauern gewonnen. Dann verschwand auch noch der letzte Turm und Uwe hatte einen Freibauern auf c3. Doch plötzlich griff Uwe fehl bzw. hatte den logischen Zug a5 für sich gar nicht auf dem „Schirm“, der die Partie vermutlich sofort gewinnt. Sein Kb7 brachte dann nur die Punkteteilung. 3:3. Bei Micha ging es anders herum. Er verlor einen Bauern, konnte sich aber aktiv im Endspiel verteidigen und sicherte ebenfalls das Remis. Jetzt war es an Marco. Marco hatte mit einer riesigen Kombi seinen Gegner arg in Bedrängnis gebracht. Hatte dafür aber eine Figur ins Geschäft gesteckt. Dann verpasste er aber den Abschluss der Kombination und fand Lxd3 nicht. Die Kurzanalyse nach der Partie brachte einen Vorteil von 2 Bauern, was Marco dann sicher verwandelt hätte. So blieb aber eine Minusfigur übrig und am Ende die kleine Hoffnung, dass sein erfahrener Gegner vielleicht Springer/ Läufer-Matt nicht hinbekommt. Aber schon nach den ersten Zügen wurde klar, die Hoffnung wird sich nicht erfüllen. Ganz souverän verwandelte Spdfr. Dr. Kirmas und damit ging der Kampf 3,5 : 4,5 verloren.

Da unsere Konkurrenz im Abstiegskampf höher verloren hatte, konnten wir sogar noch mit einem ganzen Brettpunkt Vorsprung in die entscheidende letzte Runde gehen.

Aber zunächst galt es den Abend beim Italiener abzuschließen. Pizza, Pasta und ein Bierchen in Ehren war nach der doch guten Leistung gegen Halle auch drin. Dank an Ingolf für die teilweise Übernahme der Pizzarechnung – Einlösung der verlorenen Pizzawette eben ;-). Dann noch eine kurze Vorbereitung im Hotel – bis uns das Hotelpersonal wegen nächtlicher „Ruhestörung“ in die Betten schickte. Über die Bartour zweier Mannschaftskollegen müssen wir evtl. noch mal intern sprechen. Die sahen am nächsten Morgen beim sehr guten Frühstück (mit 14€ auch ein stolzer Preis) nämlich gar nicht gut bzw. hungrig aus…

Also Sonntag ging es nun gegen Hettstedt um die letzten Punkte. Zunächst herrschte bei unserem Gegner einige Verwirrung hinsichtlich der Aufstellung. Man war nur noch mit 7 Mann/ Frau da und es war unklar, wo denn nun freigelassen wird. Am Ende blieb Brett 8 frei und Micha hatte (zum Glück?!) einen erholsamen Tag. Dirk musste dagegen mit den weißen Steinen einige Eröffnungsschwierigkeiten gegen K. Jacob meistern und die Gedanken flossen wohl noch nicht so schnell. Frank, schachlich ganz schön verunsichert in dieser Saison, konnte zunächst nichts mit dem Eröffnungszug b3 seiner Gegnerin F. Becker anfangen und verfiel in eine 10 minütige „Sinnkrise“, aber dann entschied er sich doch, die Partie zu beginnen. Marco holte seinen Gegner Felix Kaczmarek  in eine ihm bekannte Eröffnungsvariante und hatte schnell einen klaren Stellungsvorteil. Schöni bekam es mit Spdfr. Kunth zu tun und die Eröffnung verlief in zunächst ruhigen Bahnen. Uwe wählte Englisch als Eröffnung und sein Gegner K. Friedrich hielt die Partie zunächst fast komplett geschlossen. Und an den ersten beiden Brettern wurde Caro-Kann gespielt. Ich mit den schwarzen Steinen gegen Annett Hofmann und Ingolf mit weiß gegen Dirk Michael.

Beim Blick auf die anderen Bretter deutete sich frühzeitig an, dass AEM II wohl das Zünglein im Aufstiegskampf werden könnte. Gegen Köthen, die am Vortag noch einen halben Brettpunkt gegen USC MD höher gewinnen konnten, als SK Dessau gegen die tapfer kämpfenden Nachbarn von Anhalt Dessau, sah es doch recht gut aus. Gut für Dessau, schlecht für Köthen und auch schlecht  für uns. Wir wollten keine Rechenspielchen und, auch nicht wie im Vorjahr, den Verbleib in der Verbandsliga nicht selbst in der Hand haben. Wir wollten 6. werden (wohin ich uns auch bei unserer internen Pizzawette getippt hatte)! Also mussten wir gewinnen und möglichst nicht mit weniger Brettpunkten als evtl. AEM II.

Also zurück an unsere Bretter. Schöni opferte zunächst für Initiative einen Bauern und die gegnerische Rochadestellung war danach ziemlich brüchig. Dann wurde mit der langen Rochade noch der zweite Turm für den Angriff mobilisiert, was Marco zur Aussage veranlasste: „Schönis Gegner ahnt nicht, was da gleich auf ihn zukommt.“ Und dann schlug der Turm auch schon auf f3 ein und nach 2 oder 3 weiteren Zügen war es auch schon vorbei – 2:0 für uns. Uwe machte es heute besser. In der Phase vor der Zeitkontrolle konnte er zunächst einen Bauern gewinnen, den schnellen Figurgewinn mit Lc6+ sah er erst hinter her. Aber die Stellung war so riesig, dass sein Gegner sich nicht wirklich retten konnte und kurz danach aufgab. Dirk schien sich mit jeder Minute etwas besser zu fühlen und auch seine Stellung wurde im Gleichklang besser. Nach dem großen Tauschen hatte er glaube einen Bauern mehr, aber die übrig gebliebenen Läufer waren ungleichfarbig. Dann noch ein kurzer Versuch mit dem König auf die andere Seite zu gehen – der gegnerische König kam aber mit und es wurde die Friedenspfeife geraucht. 3,5 : 0,5 für uns. Dann kamen bei Frank und Marco 2 Remisangebote, ich stand vor der Entscheidung, ob ich ruhig weiter spiele oder Gewinnversuche unternehmen werde und Ingolf hatte sich gegen Dirk Michael befreit und schien seinen d-Bauern mit Unterstützung von Doppelturm und Springer zu verwandeln. Also ließen wir an 2, 5 und 6 die Uhren laufen und schauten mal bei MD vorbei. Hier sah es nach einen knappen Sieg für AEM II aus. Ingolf verwandelte seine Partie zum Sieg – endlich. Vielleicht sollte er es immer so machen und etwas schlechter aus der Eröffnung kommen, dann aber stark kontern. Anders rum gingen die letzten Partien nämlich leider an die Gegner. Frank machte den 6. Platz dann ganz sicher und nahm das Remisangebot seiner Gegnerin im Sinn der Mannschaft trotz besserem, gleichfarbigen Läufer an. 5:3 für uns und mehr war in keinem Fall für AEM drin. Die Klasse war also gesichert. Ich opferte einen Bauern, entschied mich für den falschen Gewinnweg und musste auch im gleichfarbigen Läuferendspiel den Minusbauern halten. Aber es ging alles noch und so war das Remis okay. Marco konnte seine Stellung zwischendurch zwar noch weiter verbessern, am Ende war ihm Läufer/ Springer + 3 Bauern gegen Turm + 4 Bauern zu wenig und der Punkt wurde ebenfalls geteilt. Wir konnten Hettstedt 6:2 schlagen, die gemeinsam mit Anhalt absteigen müssen. Durch den Abstieg von Sangerhausen aus der Oberliga erwischt es auch den USC MD. Viel Erfolg im nächsten Jahr bei der Mission „Rückkehr in die Verbandsliga“.

SK Dessau konnte vom 4:4 der Köthener gegen AEM II profitieren und mit einem Punkt Vorsprung den Aufstieg feiern. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der Oberliga. Die Köthener kämpften zwar bis zum letzten Bauern, aber R. Häntsch konnte das Remis nicht verhindern bzw. den Sieg nicht erzwingen. Die weitern Platzierungen sind in der Abschlusstabelle zu finden.

Wir waren glücklich und genossen im „Alex“ noch einen kleinen Imbiss und ein Nicht-Abstiegs-Bierchen, bevor es wieder nach Hause ging. Nach einer Verschnaufpause werden wir dann sicher in einiger Zeit die Vorbereitung in die neue Saison starten!

Vielleicht folgt ja auch noch ein Saisonfazit…

SC Anhalt Dessau – VfL Gräfenhainichen 4,0:4,0

Sympathie im Abstiegskampf  und die Frage, ob Schöni hexen kann!

Zur 7. Runde der Verbandsliga mussten wir im Abstiegskampf bei der jungen und, gern geben wir das Kompliment aus dem Anhalter Kommentar zum Punktspiel zurück, sympathischen Truppe um Ossi antreten. Uns war vorher klar, dass wir auf einen super vorbereiteten Gegner treffen werden. Aus meiner Sicht durften wir alles, nur nicht verlieren. Mit einem Sieg wären wir wohl alle Abstiegssorgen los , bei einem Unentschieden würden wir die Anhalter auf Distanz halten.

Also ging es um 9:00 Uhr los und schnell entwickelte sich bei Micha an 8 ein interessantes Königsgambit. Wolfram Fürich wich wohl frühzeitig von der Vorbereitung ab und für uns es zum Glück positiv. Micha konnte einen Mehrbauern auf f3 (!) mit Befestigung von g4 erlangen, sein Gegner nicht mehr rochieren und sich auch nicht mehr richtig entwickeln. Aber bevor Micha dann auch den vollen Punkt erzielen konnte, einigten sich Frank und Mario Windolf am 6. Brett relativ früh auf Remis. Aus meiner Sicht stand Frank etwas besser – mal sehen was Fritz sagt -, aber die Punkteteilung mit schwarz geht schon in Ordnung. Bei Marco wurde gegen Lars Horvat lange den Pfaden der letzten gemeinsamen Begegnung gefolgt. Diesmal konnte Lars die Partie ausgeglichen gestalten und lies sich am Ende auch nicht von Marco auskontern. Spannend wäre die Betrachtung von Txg7 von Marco fast in der Schlussstellung mit anschließender Platzierung seines Springers auf f6. Auch hier wird es die Analysen zeigen, ob dann mehr drin gewesen wäre. Ich spielte Caro-Kann gegen Dustin Lichey und bot im Mittelspiel einen Turm + 2 Bauern für 2 Leichtfiguren an. Dustin nahm an und es entwickelten sich spannende Verwicklungen. Grad in der Analyse musste ich dann feststellen, dass ich mit Kc7 die Partie eigentlich eingestellt habe. Wenn Dustin gleich beim ersten Mal g6 spielt, ist die Partie wohl nicht zu halten. Am Ende wählt meine Gegner ein Dauerschach und auch hier ist Fritz eher auf Seiten der weißen Steine. Also doch ein glückliches Unentschieden für mich und wie schon in der letzten Saison bin ich nicht zufrieden mit meinem Schach. Aber der Zwischenstand von 2,5:1,5 bei 3 Schwarzpartien stimmte uns zuversichtlich.

Bei Dirk gegen Tuan Nguyen sah es nach einigen Sorgen in der Eröffnung plötzlich sehr gut für uns aus. Auf dem Brett stand ein totes Remis – fast jedenfalls. Dirk missachtete leider die Quadratregel. Statt nur noch Lc1, Lb2 zu spielen lief er mit seinem König auf den Damenflügel und ermöglichte so seinem Gegner ein Läuferopfer auf h4 und den Gewinn der Partie, weil der g4-Bauer nicht mehr zu halten war. Mist! Aber Uwe konnte den alten Abstand wieder herstellen. Die Pokerrunde (siehe Bericht Anhalt) ging klar an ihn. Mit e4 verblüffte er Johannes Klaus (er war auf c4 vorbereitet) und nach e5, Sf3 Sc6, Lc4 Sf6 nahm Uwe die Verwicklungen nach Sg4 gerne mit. Schließlich hat er es oft genug seinen Kindern beim Training gezeigt. Dann noch ein schickes Ld3 und Johannes war nicht  mehr „Herr der Eröffnung“. Uwe gewann erst einen Bauern, dann eine Qualle und schließlich holte er seinen ersten vollen Punkt. Stark!

Ingolf kam aus meiner Sicht ganz gut aus der Eröffnung. Dann übernahm aber Ralf Schubert konsequent die Initiative, gewann einen Bauern, erhöhte den Druck weiter, dann eine Figur und schließlich die Partie. Ingolf steckt leider grad etwas in der Krise. 3 Niederlagen bei einem kampflosen Punkt sprechen Bände. Aber vielleicht oder hoffentlich kommt er ja in alt bekannter Form zur Endrunde zurück. 3,5:3,5.

Jetzt spielten noch Ossi und Schöni. Was sollte uns eigentlich da noch passieren? Aber der Reihe nach… Schöni hatte das Bauernzentrum von Ossi’s Vierbauernangriff sehr gut aufgelöst, allerdings stand seine Dame auf a7 etwas sehr im Abseits. Dann das große Tauschen und Ossi hatte einen Turm auf Schönis 7 Reihe platziert. Schöni konterte mal wieder und mit f5 und Tf7 fand er die Befreiung seiner Stellung in ein wohl ausgeglichenes Endspiel mit Springer und 5 Bauern für Ossi sowie Läufer und 5 Bauern für Schöni. Dann war Schönis d-Bauer etwas zu stürmisch nach vorn gegangen und Ossi bekam Oberhand. Bei drohendem Bauern- und Partieverlust packte Schöni wieder mal einen klassischen Bluff aus. Lb4 mit der Drohung, seinen a4 zur Dame zu verwandeln. Ossi kam ins Schwitzen, überlegte lange und nahm den Läufer nicht. Er hatte nicht die richtigen Felder für seinen Springer entdeckt. Auch die zweite Möglichkeit mit c6 fand er zu unserem Glück nicht.  Plötzlich war Schöni wieder im Geschäft und hatte das etwas bessere Endspiel auf Grund der Beweglichkeit des Läufers. Sein freier a-Bauer lief mit Unterstützung des Läufers los, Ossi mit König und seinem Springer, der vorher noch einen Bauern am Königsflügel mitnahm, hinterher. Schönis König ging zum Königsflügel um dort wiederrum sich einen Freibauern auf h zu schaffen. Doch Ossi fand jetzt die richtigen Züge und konnte ins Remis abwickeln. Schöni klärte Ossi dann über seinen Bluff auf und Ossi verstand die Schachwelt nicht mehr und stellt mit einem Kopfschütteln die Frage an Schöni: Kannst du hexen? Schöni blieb die Antwort schuldig ;-).

Am Ende steht das wohl gerechte 4,0:4,0. Wir konnten die „jungen Wilden“ auf Abstand halten, aber geholfen hat das Ergebnis wohl weder den Anhaltern noch uns. Der Kampf geht also in die letzte Runde dann in Magdeburg. Hoffentlich haben wir wie im Vorjahr das Glück auf unserer Seite oder wir schaffen es vielleicht diesmal rein schachlich.
Die Ergebnisse der 7. Runde machen den Auf- und Abstiegskampf sehr spannend. Hettstedt schlägt ohne Spitzenbrett die stark ersatzgeschwächte 3. Mannschaft vom USV Halle und setzt wie im letzten Jahr zum Endspurt an, USC Magdeburg punktet gegen die 2. Mannschaft der Hallenser und AE Magdeburg II verliert knapp gegen SK Dessau. Köthen kann durch den hohen Sieg gegen Merseburg wieder die Tabellenspitze übernehmen.

Runde 6:  VfL Gräfenhainichen – Aufbau Elbe Magdeburg 6,5 : 1,5

Anschluss an das Mittelfeld hergestellt

Am 6. Spieltag ging es gegen die Reserve von AE Magdeburg. Diese mussten ersatzgeschwächt antreten und waren nur mit 6 Mann nach Gräfenhainichen gekommen. Glück für uns, aber trotzdem muss man den Rest der Partien dann auch erstmal nach Hause bringen. Ingolf und ich hatten also einen geruhsamen Vormittag, da feststand, dass keine Gegner mehr kommen werden. An den anderen Brettern ging es pünktlich los und in der Eröffnung war keine nennenswert Überraschung erkennbar. Uwe mit den schwarzen Steinen und Pirc gegen Windel, Schöni mit Weiß gegen Spdfr. Willberg mit d4/d5 und einem frühen Vorstoß seines a Bauern bis a5. Wir rieben uns verdutzt die Augen, dass Schöni so früh eine Figur über die Mittellinie schiebt. Marco auch mit Pirc gegen Michael Spandel und hier gab es zeitig die gegenseitige Rochade und die Öffnung der b-Linie mit Angriff für Marco. Frank in seinem üblichen Holländer mit den weißen Steinen gegen Spdfr. Nieber. Dirk hatte mit Schwarz den Schotten auf dem Brett gegen David Rickmann und Micha war als Weißer gegen Linus Rößler mit über 250 DWZ unterschied sicher favorisiert.

Es entwickelten sich überall spannende Partien. Bei Uwe blieben zunächst beide Könige in der Mitte. Uwe baute sich Raumvorteil am Damenflügel auf, Windel kam etwas im Zentrum und am Königsflügel. Uwe’s Remisangebot wurde abgelehnt. Schließlich öffnete sich die h-Linie, ein Turm wurde getauscht, dann doch lange Rochade von Uwe und die Besetzung der offenen Linie. Die Stellung von Uwe war doch sehr gut. Schöni baute über den Vorposten druck auf der a-Linie auf, stellte alle seine Figuren gut, nahm dem Gegener die Felder und den Raum. Auch Marco baute den Druck gegen den gegnerischen König kontinuierlich aus und gewann schließlich eine Qualität. Frank sperrte zunächst die gegnerischen Figuren vom Königsflügel ab, dafür kam sein Gegner am Damenflügel. Dann verpasste er leider die konsequente Fortsetzung mit f5 und plötzlich war sein Druck dahin. Bei Dirk war ein interessantes Mittelspiel entstanden, wo beide Seiten Ihre Möglichkeiten hatten. Bei Micha sah es aus meiner Sicht nicht ganz so gut aus. Auch hier gehörte Micha der Königsflügel und dem Gegner der Damenflügel mit halboffener b-Linie und Druck auf b2.

Dann gab es die ersten Entscheidungen. Schöni hatte alle wichtigen Felder im Griff, dem Gegner gingen die logischen Züge aus, so dass schließlich war Materialgewinn die Partie entschied. Bei Frank wurden noch ein paar Züge gemacht und dann die Friedenspfeife geraucht. Uwe verpasste die Öffnung in der Mitte, um Felder für seine Springer zu bekommen, dann noch eine weitere kleine Ungenauigkeit und die Damen wurden vom Brett genommen und schließlich sich aufs Remis geeinigt. Marco verwertete seine Mehrquale sicher zu gewinn. Stark! Bei Dirk war die Zeitnotphase sehr spannend und sicher verpasste Dirk da den Sieg. Erst gewann er einen Läufer, dafür bekam sein Gegner einen schnellen Freibauern. Dann entschied sich Dirk leider falsch. Statt die restlichen Bauern einzusammeln und den Mehrläufer zurück zu geben, sammelte der Gegner Dirks Bauern ein und man einigte sich auf Remis. Micha wurde am Ende seiner Favoritenrolle gerecht. Er holte sich erst einen Bauern, dann den nächsten und schließlich die Partie. Aber trotzdem eine gute Partie vom jungen Linus Rößler.

Am Ende konnten wir mit 6,5 : 1,5 das wichtige Match gewinnen. Schön ist, dass wir an den gespielten 6 Brettern auch mit 4,5 Punkten deutlich vorn waren und keine Partie verloren ging. Das tut gut für die Moral und brachte uns auf Grund der jetzt besseren Brettpunkte sogar den 7. Tabellenplatz. Aber jetzt müssen wir dran bleiben und im nächsten Kampf gegen Anhalt Dessau – die mit einem Sieg gegen Hettstedt auch Selbstvertrauen gesammelt haben – nachlegen. Aber jetzt haben wir den Klassenerhalt wieder selbst in der Hand!

Runde 5: USC Magdeburg – VfL Gräfenhainichen 5,0 : 3,0

So wird es sehr schwer im Abstiegskampf!

Am 5. Spieltag mussten wir beim Tabellennachbarn und Kontrahenten im Abstiegskampf USC Magdeburg zum Auswärtsspiel antreten. Im letzten Jahr hatten wir viel Pech gegen die Magdeburger und so hatten wir die Hoffnung, in dieser Saison mit etwas Glück, vielleicht ein Punkt oder auch mehr mitzunehmen.

Wir konnten in Stammbesetzung antreten. Bei den Magdeburgern fehlte am 2. Brett meine Gegnerin Josefine Heinemann, aber auch so hatte der USC eine starke Truppe an den Brettern. Ohne große Überraschungen verliefen die Eröffnungen. Ein Skandinavier hier, ein Engländer dort. Dann mal ein „Hippo“, Wolga und auch Königsgambit.

Uwe war der erste, der früh mit Jens Kapischka die Friedenspfeife rauchte. Was aus meiner Sicht auch in Ordnung geht. Zwar mit Weiß, aber doch gegen einen deutlich TWZ-stärkeren Gegner passt das schon. Na ja, aber vielleicht „knackt“ er in dieser Saison auch noch einen…Dirk sah sich an 7 im Wolga dem ständigen Druck seines Gegners Igor Lyshkevych ausgesetzt. Am Ende wurde aus dem Wolga-Mehrbauern einer weniger und dann gingen auch noch ein Turm und die Partie flöten. Schade. Frank stand für mich gegen Henry Weber immer sehr solide. Aber wegen einer Grippe geschwächt, war wohl kurz mal die Konzentration fort und auch die Partie, denn aus einem gedachten Läufertausch  wurde mit einer simplen Bauerngabel ein Turm verloren. Und auch bei Ingolf ging die Partie in die Hose. Zunächst lag die Initiative noch bei Ingolf gegen Michael Gladilow und er konnte einen Bauern gewinnen. Dann zeigte sich aber, dass der Springer auf b1 und der Turm auf a1 ihre Entwicklung noch gar nicht begonnen haben und dies zum entscheidenden Faktor in der Partie wird. Plötzlich kam Ingolf unter Druck, die Schwerfiguren wurden getauscht und Spdfr. Gladilow nutzte die beiden unterentwickelten Figuren aus. Plötzlich hatte Ingolf einen Bauern weniger und fand sich in einem verlorenen Endspiel wieder. Hier hatten wir uns gegen das bisher punktlose Spitzenbrett der Magdeburger mehr erhofft…

Jetzt sah es ziemlich dünn für uns aus. Schöni stand für mich mit Schwarz gegen Klaus Hanisch auf Verlust (er meinte hinterher zwar nie, aber da müssen wir mal die Analyse anschauen), Marco hatte in der Eröffnung einen Bauern bekommen, musst dafür aber einige Damenzüge machen und kam gegen Thomas Reichert nicht zur Rochade. Aber er konnte sich auch immer passend verteidigen. Micha hat seinen Gegner im Königsgambit etwas überrascht und stand Philipp Marx zwar gedrückt, aber da ging vielleicht was. Und ich selbst hatte eine solide Stellung gegen Thomas Bundrock, fühlte mich wohl und hatte auch ziemlichen Zeitvorteil.

Micha verpasste zum richtigen Zeitpunkt mal mit h6 den weißen Läufer auf g5 zu befragen und damit seinen König etwas aus der „Schusslinie“ zu bringen und die Partie kippte zu unseren Ungunsten. Micha konnte seinen König mit einer späten Rochade und einem Schach auf der offenen f-Linie zwar noch in Sicherheit bringen. Aber nachdem der Gegner seinen König zurück auf e1 stellte, verlor Micha mit Abzugsschach seine Dame und die Partie. Hier war sicher mehr möglich. Und damit war unsere Niederlage schon besiegelt. Marco entschloss sich daher in unklarer Stellung, das Remis mitzunehmen. Ich konnte Thomas Bundrock weiter unter Druck setzen, konnte seine Gegenspielversuche abwehren und einen Bauern gewinnen. Zwar auf Kosten eines eigenen Doppelbauern, aber das passte schon. Mein Gegner schaffte den 40. Zug und ich bin mir nicht sicher, ob er dies mitbekam. Denn er beging dann den entscheidenden Fehler im 41. Zug und wollte einen Bauern tauschen. Dies ging aber nicht. Wiedernehmen hätte Springerkabel und Turmverlust bedeutet und so konnte ich den ersten vollen Punkt in dieser Saison einfahren. Na endlich! (aber wenn wir insgesamt gewonnen hätten, hätte ich auch gern verzichtet…) Bei Schöni blickte jetzt evtl. noch Schöni selbst durch. Sein schwarzer König stand in der Mitte rum, der Gegner mit Springern auf f6 und h7. Auch die weiße Dame auf h4 bedrohte den schwarzen Monarchen – gut auch die weiße Königsstellung war durch f4 und g4 ziemlich offen, aber einen Wettschein hätte ich auf Klaus Hanisch ausgestellt. Doch es kam anders. Schöni ging mal wieder zum Konter über, hatte plötzlich den weißen Monarchen im Visier und schon mal bis h3 „getrieben“. Dann kam sicher noch der Zeitfaktor hinzu, plötzlich hatte er 2 Bauern mehr und gewann schließlich. Nach der Auftaktniederlage in Merseburg ist Schöni jetzt mit 4 Siegen in Folge unser Topscorer.

Aber wenn wir uns jetzt nicht langsam steigern und auch mal wieder ein wenig Glück dazu kommt, dann wird es sehr, sehr schwer im Abstiegskampf. So wie es aussieht, reicht in diesem Jahr Platz 8 wohl nicht und wir haben schon 2 Mannschafts- und 4 Brettpunkte Rückstand.

Die Andeutungen im Rundenbericht zum Wettkampf AE Magdeburg II – Hettstett find ich nicht gut. Hier wäre mir eine klare Aussage lieber oder eben gar keine Aussage. So gibt es nur Spekulationen.

Aus dem Rundenbericht haben wir vom Drama in Köthen erfahren und man stellt fest, wie schnell Punkte, Abstiegskampf oder unser aller Hobby Schach zur Nebensache werden. Unsere herzliche Anteilnahme an die Familie von Uwe Springer und die Köthener Schachfreunde!

Runde 4: VfL Gräfenhainichen – Germania Köthen 2,0:6,0

Verdiente Heimniederlage

Zur 4. Runde empfingen wir die Gäste aus Köthen, die den krankheitsbedingten Ausfall von Rene David verkraften mussten. Dies Schwächung konnten wir aber in keinster Weise ausnutzen. Lediglich Schöni (aber auch mit Glück), Marco und Micha erreichten Normalform.
Bei Ingolf sah es zunächst mit Schwarz nach einem normalen Sizilianer gegen Alexander Müller aus. Die Partie verlief in ruhigen Bahnen, dann aber wurde Ingolfs Damenflügel schwach und aus einem vermeintlichen Bauernverlust wurde eine Figur und schließlich die ganze Partie. Seit langer Zeit mal wieder eine Niederlage für Ingolf.
Bei mir setzt sich der Negativtrend fort. (Kann man Schach eigentlich verlernen?) Auch in dieser Saison entscheide ich mich meist für die falschen Pläne. Im Engländer verlief auch alles in klarer Abfolge. Der Königsflügel und die Mitte war dann bis auf die offene h-Linie zu, so dass ich mich für ein Bauernopfer am Damenflügel entschied. Philipp Bader hatte dann zwar einen Doppelbauern als Mehrbauer, aber die Initiative sollte danach eigentlich bei mir liegen. Nur leider nicht nach meinen weiteren Zügen. Ich versuchte dann plötzlich doch über die offene h-Linie aktiv zu werden, statt meinen ursprünglichen Plan am Damenflügel zu verfolgen. 4 oder 5 Tempos sind dann aber ausreichend gewesen, dass Philipp seinen Doppelbauern unterstützen und vorschieben konnte. Ich geriet immer weiter unter Druck und musste schließlich eine Figur geben. Am Ende war mein Frust über mich selbst so groß, dass ich sicher 15 Züge zu spät das Handtuch warf. Sorry an meinen Gegner!
Bei Uwe dann mal der umgekehrte Weg. In der Eröffnung fanden Uwe`s Leichtfiguren nicht so richtig einen Platz, dann spielte Uwe am Damenflügel und sein Gegner am Königsflügel. Schließlich opferte Christian Zimmermann eine Figur. Ob dann alles richtig gespielt wurde, kann ich nich sagen. Schließlich blieb für Uwe ein schwieriges und am Ende verlorenes Endspiel übrig.
Schöni schien es im Oberhaus besser zu machen. Er gewann zunächst einen von Siegfried Naujeck geopferten Bauern, den er auch gut verteidigte. Dafür musste er aber viele Damenzüge investieren und kam gehörig unter Druck. Dann ging wohl mal ein Qualitätsgewinn für seinen Gegner und die Partie wäre wahrscheinlich auch hin gewesen. Doch so wehrte Schöni alle Drohungen ab, schuf sich einen Freibauern und gewann. Damit ist Schöni mit 3 aus 4 unser bester Punktesammler.
Bei Marco war es wie ähnlich wie bei Uwe. Marco spielte mit Schwarz am Damenflügel, Eric Schneider griff am Königsflügel an. Nach dem die akuten Drohungen sich an beiden Flügeln etwas gelegt hatten, einigten sich beide auf die Punkteteilung.
Bei Frank bin ich mir nicht so ganz sicher, ob er einfach nur nicht vernüftig aus der Eröffnung gekommen ist oder ob es irgendwann einen größeren Fehler gab. Ralf Häntsch drückte am Königsflügel, nahm dann am Damenflügel noch einen Bauern mit und am Ende entscheid er die Partie doch am Königsflügel.
Dirk sah sich der größten DWZ-Differenz an allen Brettern gegenüber. Er blieb in der Eröffnung gegen Bernd Renner einfach zu passiv, fand keine vernüftige Figurenaufstellung und konnte am Ende dem Königsangriff nichts entgegen setzen.
Bei Micha wurden gegen Karl Praczyk erst alle Leichtfiguren getauscht, dann die Dame und es blieb ein Doppelturmendspiel mit 7 oder gar 8 Bauern übrig und es wurde die Friendspfeife geraucht.

Wir sollten aber die Rauchzeichen richtig deuten. Wir müssen uns wieder steigern und an die guten Leistungen gegen Dessau und Halle anknüpfen und weiter Punkte sammeln. In der Oberliga sieht es nicht so gut aus, so dass Platz 8 wohl nicht reichen wird, um die Klasse zu halten.

Runde 3: USV Halle II – VfL Gräfenhainichen 4,0:4,0

Auswärtspunkt beim Spitzenreiter USV Halle II

Die 3. Runde der Verbandsliga bescherte uns das Aufeinandertreffen mit dem Mit-Spitzenreiter USV Halle II. bei den Hallensern weiß man nie was Aufstellungstechnisch auf einen zukommt. So auch diesmal.

Ingolf führte die weißen Steine gegen Dr. Pichler und der Skandinavier verlief ohne Überraschungen. Ich sah mich wieder mal Thomas Puls gegenüber. Diesmal eröffnete er mit f4, ich spielte c5 – eine Art Englisch mit vertauschten Farben. Uwe spielte richtiges Englisch gegen Spdfr. Luther. Schöni bekam nach eigener Aussage nicht seine Vorbereitung aufs Brett, war aber mit seinem Franzosen gegen Andreas Fritsch doch auch zufrieden. Marco sah sich Spdfr. Hornych gegenüber, der in den letzten Jahren sowohl Schöni wie auch mich besiegt hatte. Aber Marco hat ja eh keine Angst vor seinen Gegnern und spielte sein d4 ziemlich souverän herunter. Frank spielte mit Schwarz  gegen Maik Hartwig im Holländer den gewohnten Aufbau. Bei Dirk war die Eröffnung (auch d4 mit irgendwie f5 – als irgendwas holländisches) auch ohne Probleme verlaufen. Er stand aus meiner Sicht gegen Spdfr. Hentzgen  ganz solide. Und Micha hatte es mit den schwarzen Steinen mit Spdfr. Feldmann zu tun. Wobei die Eröffnung auch nach d4 – d5 ohne erkennbare Zwischenfälle verlaufen ist.

So verging die erste Stunde und der obligatorische Fläschen in Rot wurde geöffnet. Uwe opferte einen Bauern, sein Gegner bekam etwas Druck auf der offenen d-Linie, Uwe befragte den schwarzen Mehrbauern auf e4 und zusätzlich e6 mit seinem Springer von g5 aus und bot Remis. Nach kurzer Überlegungsphase schüttelten sich die Gegner die Hände. Aber Uwe war plötzlich nicht mehr ganz glücklich mit seinem Gebot. Er hatte mittlerweile entdeckt, dass nach Springer g5 auch noch Lh3 großen Druck auf e6 erzeugt hätte. Über den Ausgang der Analyse habe ich leider keine Kenntnis, aber wir werden uns das nochmal anschauen.

Micha hatte Schwierigkeiten mit seiner Figurenentwicklung. Sein Gegner hatte einen gedeckten Läufer nach d6 gebracht und zusätzlich einen Springer nach e5. Über Sg4 hatte Micha die Möglichkeit den Se5 abzutauschen, entschloss sich aber leider nach h3 wieder zu Sf6. Und seine Platzprobleme wurden immer größer. Schließlich wurde der Druck zu groß und die Partie ging verloren. Schade, nach Sxe5 wäre sicher etwas mehr Platz für seine Figuren gewesen.

Marco stellte ziemlich zeitig in der Eröffnung einen Turm nach e3 um ihn dann nach h3 mit Angriff auf h7 zu positionieren. Gesagt – getan. Zusammen mit seinen Leichtfiguren erhöhte er den Druck auf die gegnerische Rochadestellung und gewann den h7 mit zusätzlichem Mattangriff. Auch wenn sein Gegner am Damenflügel verzweifelt nach Gegenspiel suchte – Marco wollte sich den Erfolg nicht mehr entreißen lassen. Mit einer schönen Kombination (Springeropfer) beendete er die Partie siegreich und glich zum 1,5 zu 1,5 aus. Nach 2 unglücklichen Niederlagen – gegen Merseburg war mehr drin und auch gegen SK war wohl trotz Bauernverlust mal ein Qualitätsgewinn möglich – dürfte Marco jetzt wohl in der Saison sein.

Bei Frank wurden bis auf einen Läufer alle Leichtfiguren getauscht. Und aus meiner Sicht hatte Frank den „falschen“ Läufer für seine Bauernstellung. Dafür hatte er aber die offene c-Linie. Hier verpasste Frank wohl nach eigener Aussage Db6 und dann verschwanden über die c-Linie auch noch alle Türme vom Brett. Dann begann Mike Hartwig im Zentrum mit Unterstützung von Dame und Läufer den Bauernvormarsch. Aber Frank konnte alles souverän abwehren, seine Bauern auf der Farbe des Läufers wurden getauscht und plötzlich war sein Läufer gar nicht mehr so schlecht. Aber das Endspiel 4 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern gegen Läufer wurde dann Remis gegeben.

Bei Schöni wurde es mir dann irgendwie zu unübersichtlich. Gegenseitige Rochade, sein Gegner öffnete seinen Königsflügel mit g4, dann f4 sowie f5 und zusätzlich griff er mit a4 Schönis König nach dessen langer Rochade am Damenflügel an. Aber Schöni blieb unbeeindruckt, konterte und hatte zum Schluss ein gewonnenes Bauernendspiel auf dem Brett. Es war wohl alles klar für Schöni und das ist die Hauptsache. Wir führten also 3:2!

Bei Dirk sah es leider nicht so gut aus. Sein Gegner hatte auf f3 eine Qualität geopfert und setzte Dirk’s König arg zu. Dirk wehrte sich nach Kräften, tauschte viel ab und am Ende blieb er mit Mehrqualität – Turm und 3 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern übrig. Leider waren 2 Bauern seines Gegners schon auf die 3 Reihe vorgerückt. Ob es eine mögliche Rettung gab kann ich nicht sagen. Wir werden es aber analysieren. Ausgleich 3:3.

Bei Ingolf habe ich nicht viel gesehen. Die Partie wogte in normalen Bahnen hin und her ohne erkennbaren Vorteil. Dann wurde viel getauscht und es blieben je 7 Bauern, Turm und für Ingolf ein Läufer und ein Springer für seinen Gegner übrig. Ob in dem Endspiel was zu holen war – keine Ahnung. Aber man einigte sich schließlich auf Remis.

Jetzt lag es an mir. Meine Partie verlief ziemlich spannend. Ich habe zwar noch nicht analysiert, hatte aber immer das Gefühl einen leichten Vorteil zu haben. Irgendwie standen meine Figuren aktiver. Dann kam die Zeitnotphase und ich entschied mich einen Bauern zu opfern, um selbst einen hoffentlich schnellen Freibauern zu bekommen. Zusätzlich konnte ich meinen Turm auf die 2 Reihe bringen und so die Figuren von Th. Puls binden. Lediglich sein aktiver Läufer auf e5 verhinderte schlimmeres und ich konnte meinen Bauern auf d4 nicht weiter voran bringen, da mein Läufer auf c3 stand. Aber ich konnte mir den geopferten Bauern zurück holen und dann noch einen zusätzlich gewinnen. Es schien wie in unserer letzten Partie zu werden, dass ein Bauerngewinn die Partie entscheidet. Aber es war leider nicht so einfach. Ich konnte den Mehrbauern nicht verteidigen, es wurde noch Turm sowie eine Leichtfigur getauscht und ich zockte noch mit immer geringer werdenden Bedenkzeit auf beiden Uhren mit meinem Springer und 2 verbundenen Bauern gegen Läufer und 2 Einzelbauern. So ein Springer kann ja doch wesentlich gefährlicher sein in Zeitnot als ein Läufer. Aber meinem Gegner unterlief kein Fehler und bei jeweils knapp um eine Minute trennten wir uns nach 6 Stunden hartem Kampf friedlich.

Am Ende steht also ein 4:4 gegen die klar favorisierten Hallenser von USV II. Und wieder hat sich gezeigt, dass wir in der Verbandsliga mithalten können. Jetzt geht es darum, weiter fleißig die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Vielleicht können wir dies ja schon in der nächsten Runde gegen Köthen tun.

Runde 2: VfL Gräfenhainichen – SK Dessau 93 4,5:3,5

Mit der Zeit kommen die Siege

In Bestbesetzung traten wir gegen die Schachfreunde vom SK Dessau 93 an. Diese nahmen die Auswärtsaufgabe auch sehr ernst und traten ebenfalls mit den ersten Acht an.

Die erste Stunde gestaltete sich ausgeglichen.  Der Erste, bei dem der Ausgang absehbar war, war Marco, denn er übersah eine Fesselung, welche ihn einen Bauern kostete. Gegen Volodymir gab es da nur noch wenig Hoffnung. Sonst war alles im Lot.

Spannend wurde es dann bei mir. Thomas opferte eine Figur gegen zwei Bauern und etwas Zeit. Nachdem ich die gefährlichsten Drohungen (etwas glücklich) abgehwehrt hatte, bot ich Remis. Thomas nahm bei weniger Zeit und unklarem Verlauf an. Kurze Zeit später musste die Kurzzeitwohngemeinschaft Kurth/Dubbratz gegen die Kurzzeitwohngemeinschaft Katz/Selle die Niederlage eingestehen. Roland hatte Franks etwas passive Eröffnung überspielt und die Gäste in Führung gebracht. 1,5 : 0,5 für „Whiskey“ gegen „Disziplin“! Was lernen wir daraus?

Sonst entwickelten sich die Dinge durchaus positiv sowohl Schöni als auch Ingolf verwalteten ein Läuferpaar in guter Stellung, Steffen sah bekannte Motive und unsere „Dicken“ standen nicht schlechter. Einzig Marco machte immer noch Sorgen.

Nach 3,5 Stunden gingen wir dann erstmals in dieser Saison in Führung. Erst hatte Schöni Iszi solange unter Druck gesetzt, bis dieser aufgeben musste, dann hatte Ingolf Rainer 2 Bauern abgeluchst und nach ZÜ den Sieg verbucht.

Die 3,5:1,5 – Führung kam so überraschend wie kurios zustande. Unser Micha hatte dem gegnerischen Micha im 38. Zug bei ausgeglichener Stellung die Punkteteilung vorgeschlagen. Die Entwicklungen an den anderen Brettern „zwangen“ den gegnerischen Micha zur halbstündigen „Denkpause“. Er entschied sich dann weiter zu spielen. Im 40. Zug blieben ihm dann noch 5 Minuten. Die er voll aus- und überreizte. Als unser Micha vom Cola(!) holen zurück kam, musste er für sich selbst und alle anderen auch überraschenderweise in ausgeglichener Stellung ZÜ reklamieren.

Jetzt sah alles nach eine sicheren Sieg aus. Steffen hatte Sven unter Druck und dieser wenig Zeit. Dirk hatte gegen Jens Erik kaum Nachteil und beide wenig Zeit und Marco fing an, sich zu wehren. Steffen konnte aus Svens hochgradiger Zeitnot leider kein Kapital schlagen. Im Gegenteil! Sven überstand die Zeitnot mit Mehrqualität bei gedrückter Stellung. Auch Dirk und Jens Erik schafften in ausgeglichener Stellung die Zeitkontrolle.

Dann tat sich nicht mehr viel, nur Marco tat etwas Unüberlegtes. Anstatt die Damen zu tauschen und seine Chancen im Leichtfigurenendspiel zu suchen, blieben die Damen auf dem Feld, was Volodymir zum  Springergewinn nutzte. 2,5:3,5.

Steffen mühte sich redlich, Svens gedrückte Stellung zu nutzen, aber mehr als der Rückgewinn der Qualität gelang ihm nicht. Dirk hatte keine Probleme, die Stellung im Gleichgewicht zu halten. Als dann bei unseren Gästen die Zeit langsam zur Neige ging, einigte man sich sinnvollerweise auf Remis, was uns zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Klassenerhalt bescherte.

Wir können mithalten und reisen nun voller Zuversicht nach Halle.

Runde 1: SV Merseburg – VfL Gräfenhainichen 5,5:2,5

Ersatzgestärkt nach Merseburg

Leider mussten wir zum Saisonauftakt auf Steffen verzichten. Per SMS kamen kurz vor Spielbeginn noch schöne Grüße aus Italien. Aber auch unser Gegner konnte nicht mit voller Kapelle antreten, wodurch alle 16 Spieler überrascht waren, wer da vor ihnen saß.

Am schlimmsten erwischte es Dirk. An Brett 6 vorgerutscht, hatte er es mit Felix Knopf zu tun. Nach zwei Niederlagen in den vergangenen Jahren, war er so verunsichert, dass ihm in der Eröffnung gleich ein Bauer abhanden kam. Als Ausgleich konnte Schöni gleich einen Bauern einsammeln, wofür der Honk allerdings Aktivität bekam. Schubi konnte Jörg Hettstedt in der Eröffnung ebenfalls einen Bauern stiebitzen. Als ihm ein weiterer angeboten wurde, konnte er auch nicht „Nein“ sagen, wodurch sein König bei erheblichem Entwicklungsrückstand in der Mitte verblieb. Sonst sah alles ziemlich solide aus.

Nach drei Stunden einigten sich mein Gegner und ich auf Remis. Die Schwerfiguren waren getauscht und nicht mehr viel los. Kurze Zeit Später ließ Dirk dem eingestellten Bauern auch noch eine Figur folgen, was sein Schicksal besiegelte. Den Ausgleich stellte Martha her. In einer verworrenen Partie, die ich  nicht richtig verfolgen konnte, sah ich nur noch, wie er seine Gegnerin mit zwei Türmen und einem Läufer ins Mattnetz zog.  Nach eigenen Angaben ging es vorher wohl auch einfacher, aber am Ende zählt der Punkt. Martha ist und bleibt also eine absolute Ersatzverstärkung.

An den anderen Brettern entwickelten sich die Dinge nicht so vorteilhaft. Schöni konnte den Druck nicht aushalten, übersah ein Zwischenschach und verlor eine Figur. Schubi konnte seinen König nur unter einigen Verlusten in Sicherheit bringen und verblieb mit Minusbauer. Bei Ingolf war die ganze Zeit alles ziemlich unklar und nicht absehbar, wo die Reise hingehen würde. Micha hatte sich gut aufgestellt und sich entschlossen einen Bauern auf der h-Linie zu gewinnen. Diese offene Linie nutzte allerdings sein Gegner zum Mattangriff, welchen Micha nicht sauber verteidigte und kurze Zeit später die Waffen streckte. Frank stand gehörig unter Druck, konnte allerdings alle Angriffe abwehren und den Remishafen erreichen. Nun lagen wir 2:3 hinten. Kurze Zeit später gab sich auch Schöni geschlagen und bei Marco und Ingolf sah es nicht nach Sieg aus. Ingolf musste nach einigen Verwicklungen in ruhiges Fahrwasser überleiten und das Remis folgte kurze Zeit später. Nun quälte sich Marco mit seinem Minusbauern nur noch für sich selbst. Leider am Ende erfolglos.

Eine vermeidbare Auftaktniederlage, die es nun gegen den SK vergessen zu machen gilt.

Saisonfazit 2010/2011

Ich hatte ja angekündigt, dass ich evtl. noch ein Saisonfazit schreiben will. Mittlerweile habe ich genug Abstand zum Saisonverlauf und auch ein bissel Zeit.

Ich fange einfach mal vorne an. Ingolf hat eine hervorragende Saison gespielt. Bis zur 8 Runde ungeschlagen, auch ein Keilriemenschaden auf dem Weg nach Naumburg zur zentralen Endrunde und der damit verbundene Stress und die verspätete Anreise konnte ihn nicht stoppen. Lediglich gegen Hettstedt musste er sich in der letzten Runde geschlagen geben. Dies trübt aber die hervorragende Saison nicht wirklich. Mit 5,5 aus 9 am Spitzenbrett war er ein Garant für unseren glücklichen Klassenerhalt. Weiter so!

Ich kann meiner Saison wenig Gutes abgewinnen. Über 50 DZW-Punkte minus sprechen eine deutliche Sprache. Die Auftaktniederlage gegen Jens Härtig in Naumburg war noch zu verkraften. Dort hatte ich ein Remisangebot abgelehnt, obwohl die Stellung „nur“ ausgeglichen war. Leider geriet ich dann unter Druck und übersah dann die Möglichkeit in die Punkteteilung abzuwickeln. Der eigentliche Knackpunkt meiner Saison war wohl die Niederlage gegen Rene David. In klar besserer (gewonnen war sie ja nicht!!!) Stellung stellte ich die Partie ein und danach war die Saison nur noch Krampf und ich fand nicht mehr zu meinem Spiel – leider. Dies wurde auch zur Endrunde mit 0 aus 2 deutlich, beide Partien gab ich in ausgeglichener bzw. klar besserer Stellung fort.  3,5 aus 9 Sprechen eine deutliche Sprache und für meine eigenen Ansprüche 2 bis 2,5 Punkte zu wenig.

Bei Uwe würde ich fast ein ähnliches Fazit wie bei mir ziehen. Starke Partie gegen R. Rümmler, wo am Ende aber „nur“ das Remis stand und dann kam in der 2. Runde eine mega-ärgerliche Niederlage gegen Th. Bundrock. Bei riesiger Stellung und großer Zeitnot von Bundrock  kam der Ko durch einen letzen Versuch mit „Mattfalle“ seines Gegners. Uwe fraß zu schnell und ohne nochmal zu schauen den vergifteten Turm, war Matt und ich glaube die Saison gelaufen. Ein glücklicher Sieg gegen Maik Hartwig, dann analog zu mir auch die Doppelnull in der Endrunde. Am Ende stehen 2,5 Punkte aus 9 Runden zu Buche und auch Uwe wird für die nächste Saison seine Schlüsse ziehen und die Ursachen analysieren müssen. 50% (+ X) wären bei Uwe seinem schachlichen Niveau sicher drin.

Bei Frank musste ich mir erst für das Fazit seine Partien anschauen, um mir einen Überblick zu verschaffen, da ich mit seiner Eröffnungswahl nicht so viel anfangen kann. Aber das geht Frank umgekehrt sicher auch so. Aber dies ist ja auch gut so, dass wir doch ein buntes Gemisch an Spielstylen haben. Die Auftaktniederlage in Naumburg war unnötigt. Das Opfer Läufer für 2 Bauern mit versuchtem Königsangriff war schlecht berechnet, nicht durchschlagend und die Partie damit fort. Danach die Niederlage gegen USC Magdeburg in Zeitnot kann passieren. Schade nur, dass wir in diesem Zeitnotdrama gleich 3 Partien eingestellt haben.  Dem Remis (aus zwischenzeitlich besserer Stellung) in Bernburg folgte eine Niederlage gegen Köthen, wo Frank in der Eröffnung nicht ganz auf der Höhe war und einige Chancen zum Ausgleich vergab. Nach 0,5 aus 4 war die 2 Saisonhälfte (ab der 5. Runde) dann wesentlich besser. Hier konnte Frank die 50% halten. Stark war seine Partie bei der Endrunde gegen M. Weber. In der letzten Runde stand er auch besser, ein kleiner Fehler mit großen Folgen verhinderte ein besseres Ergebnis. Am Ende waren 3 aus 9 nicht so schlecht, wenn man den Start betrachtet. Aber sicher hat Frank sich mehr erhofft – so wie Uwe und ich auch… Auch bei Frank wären 50% (+ X) sicher drin.

Marco war für mich neben Ingolf die positivste Überraschung. Schon in der letzten Saison hatte er vielen gute Partien auf dem Brett, holte aber leider die Punkte nicht. In dieser Saison hat er nun die Früchte seiner soliden Spielweise auch eingesammelt. Nach dem Auftaktremis in Naumburg folgte ein Turmeinsteller gegen seine DWZ-schwächsten Gegner in Zeitnot – aber leider war es schon der 41. Zug! Danach gab er aber bis zur 8. Runde keine Partie mehr ab – mit Siegen gegen Bernburg, Köthen und Piesteritz. Schade fand ich seine Partie gegen Thomas Hartung. Hier wich Marco von seiner soliden positionellen Spielweise ab und es ging prompt daneben. In der letzten Runde wieder mit bewährter Spielweise stellte sich der Erfolg auch gleich wieder ein. Wenn er nicht im Sinne der Mannschaft viel Zeit für ein Remisangebot seines Gegners investiert hätte, wäre am Ende auch hier der Sieg möglich gewesen. Am Ende schaffte Marco starke 5,5 Punkte aus 9 Runden und war damit maßgeblich an unserem Klassenerhalt beteiligt. Ich bin überzeugt, auch im nächsten Jahr holt Marco seine Punkte!

Schöni war vor der Saison sehr zurückhaltend. Er hatte lange keine Punktspiele bestritten und machte sich doch einige Sorgen um die Zeiteinteilung. Gut bei uns aufgenommen, war klar, dass er ohne Druck aufspielen kann. Aus meiner Sicht hat auch er eine starke Saison gespielt und sich selbst den Spaß am Schach wieder „erspielt“. Sicher wird er mit den Ergebnissen mit Schwarz nicht ganz zufrieden sein. Drei zum Teil unnötige Niederlagen, trotz ausgeglichener Stellungen, sind sicher nicht schön. Aber die Ursachen sind ihm und uns bekannt… Und obwohl mit Weiß sehr erfolgreich – u.a. starke und ungefährdete Siege gegen Spdfr. Packroff und Leipold – sind die schwarzen Steine dennoch seine Lieblingsfarbe. Und wie ich Schöni kenne, wird er auch in der nächsten Saison zeigen, dass er mit Schwarz erfolgreich sein kann. Dann wird er wieder ein bisschen mehr im Rhythmus sein, seine vielen schachlichen Ideen umsetzen. 5 aus 9 gehen aber in Ordnung. Nächstes Jahr wird es mehr!

Für mich/ uns war es klar, dass Micha und auch Dirk einen schweren Stand haben werden. Zunächst zeigte Micha aber eine starke Leistung gegen Naumburg, fand zwar nicht die richtige Fortsetzung und verlor, aber die Partie machte Mut. Danach wurde er gegen den USC Magdeburg ziemlich „platt“ gemacht. Aber in Bernburg zeigte er dann wieder eine ähnliche Leistung wie gegen Naumburg – aber leider auch wieder mit dem gleichen, negativen Ergebnis. Dann folgte wieder eine schnelle Niederlage gegen Köthen. Schöne Siege konnte Micha gegen Steche und … feiern. Auch gegen Katja Hartung war bestimmt mehr drin, aber unter Druck ist es schwer, immer die richtige Verteidigung zu finden. Aber klar ist, wenn Micha aus der Eröffnung kommt und wir es schaffen ihm die nötige Ruhe, Gelassenheit und Ideen zur Verteidigung von Druckstellungen mitzugeben, dann geht vielleicht nächste Saison auch wieder mehr.  2 aus 8 sind ein bissel wenig. Tendenz sollte nächste Saison bei Micha in Richtung 40 – 50% gehen.

Bei Dirk verlief die Saison ähnlich zweigeteilt wie bei Frank. Dirk startete stark mit 2,5 aus 4, dann kam aber ein Knick und bis zum Ende der Saison kam nur noch ein halber Punkt dazu. Dirk kommt in der Regel recht gut aus den Eröffnungen und kann mit seinen erreichten Stellungen zufrieden sein. Seine Niederlagen resultieren eher aus Problemen im Mittelspiel. Hier sind immer wieder kleinere Ungenauigkeiten zu erkennen, die aber in der Verbandsliga hart bestraft werden. So war es beispielsweise gegen Piesteritz, Halle und gegen Hettstedt. Gerade gegen Hettstedt waren einige Züge dabei, die seinen Gegner zur Stellungsverbesserung einluden. Auch in Druckstellungen findet Dirk nicht immer die beste Verteidigung. Hier gilt das Gleiche wie bei Micha. Wenn wir dies gemeinsam durch Analysen abstellen können, wird auch Dirk in der nächsten Saison mehr als die 2,5 aus 9 holen. Ich denke mal, wie bei Micha sollten nächste Saison 40 – 50 % machbar sein.

Gegen Halle weilte Micha in China und wurde sehr gut durch Marta ersetzt. Marta war zwar stark unter Druck und die Partie war auch fort, aber dann kam er zurück und sicherte mit seinem Remis auch die Punkteteilung gegen Halle. Wie immer konnten wir uns auf Marta als Ersatz verlassen – er ist immer noch ungeschlagen in der 1. Mannschaft.

Die Einzelergebnisse brachten uns am Ende den 8. Platz und damit den knappen Klassenerhalt. Wie gedacht und erwartet, war die zweite Saison schwer für uns. Vor der zentralen Endrunde mit der 8. und 9. Runde war ich mir sicher, dass wir trotz der schweren Gegner (Merseburg – bis zur Endrunde eher unter Wert – und Hettstedt – mit starkem Endspurt) nichts mit dem Abstieg zu haben werden. Die knappen Niederlagen gegen Magdeburg und Köthen aus der oberen Tabellenhälfte, die Unentschieden gegen Bernburg und Dessau sowie die Siege gegen Halle (?) und Piesteritz machten Mut für die letzten Wettkämpfe. Dann aber dieser unerklärliche Einbruch. Waren es  die Nerven und/ oder die Unerfahrenheit im Abstiegskampf? Am Ende dieser Saison haben wir nicht wie in den letzten 10 Jahren unseren DZW-Schnitt verbessert (laut Statistik von Marco), sondern einiges an Punkten verloren. Der Großteil geht aber allein auf meine Kappe.

Aber mit jeder Verbandsligasaison werden wir „härter“ und erfahrener. Und vielleicht holen wir dann die nötigen Punkte vorher und können unsere wesentlich besseren Stellungen auch gegen Mannschaften wie Köthen und MD gewinnen. Es wird auch in der nächsten Saison schwer im Abstiegskampf, aber wir werden es wieder schaffen!!!

Nr. VfL GHC 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 P %
1 Hintzsche 0,5 0,5 0,5 1 1 1 0,5  0,5  0 5,5 61
2 Michel 0 1 0,5 0 0,5 1 0,5  0  0 3,5 39
3 Kurth 0,5 0 0,5 0 0 1 0,5  0  0 2,5 28
4 Dubbratz 0 0 0,5 0 0,5 0,5 0,5  1  0 3,0 33
5 Schubert 0,5 0 1 1 1 0,5 0,5  0  0,5 5,0 56
6 Schönfeld 1 1 0 0,5 1 0 0,5  0  1 5,0 56
7 Quinque, M 0 0 0 0 1 0,5  0  1 2,5 31
8 Neumann 0 0,5 1 1 0 0 0,5  0  0 3,0 33
9 Schäftner
10 Kowalski
11 Marwinski 0,5 0,5 50
12 Schütze
13 Quinque, K
14 Neustadt
15 Juraschek
16 Zieschang
17 Gast
18 Schneider
19 Prof. Bührdel
20 Duensing
Brettpunkte 2,5 3,0 4,0 3,5 5,0 4,5 4,0  1,5  2,5 30,5
M-Punkte 0 0 1 0 2 2 1  0 0 6

Saisonausblick 2010/ 2011:
Landesliga ist jetzt Verbandsliga und wir sind mit Verstärkung dabei

Am 19.09.2010 startet die neue Saison und wir gehen in das schwierige, hoffentlich nicht verflixte, 2. Jahr in der höheren Spielklasse. Auf Grund der Strukturänderung ist die Landesliga jetzt die Verbandsliga und unser Ziel ist natürlich wieder der Klassenerhalt. Wie zu erwarten war, sind wir wieder die Mannschaft, die den geringsten DWZ-Schnitt der ersten 8 Bretter (1907) aufweist. Aber der Abstand zu den anderen Mannschaften ist nicht mehr so groß wie im Vorjahr – der „Vorletzte“ hat einen Schnitt von 1954. Dass sich der Abstand etwas verringert hat, liegt einerseits an der guten Saisonleistung im letzten Jahr, wo wir insgesamt ja rund 200 DWZ-Punkte zugelegen konnten (siehe Auswertung Riker auf der Löberitzer Seite), andererseits haben wir einen unerwarteten Neuzugang. Frank „Schöni“ Schönfeld hat sich entschlossen, nach einigen punktspiellosen Jahren sich uns anzuschließen und uns im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen. Die DWZ von 2009 spiegelt sicher nicht sein wirkliches schachliches Niveau wieder. Ich kenne Schöni ja schon seit vielen Jahren und denke mal, dass er sich sicher auf meiner Leistungsstärke bewegt (und wenn bei ihm alles passt sicher auch darüber!). Mich freut seine Entscheidung natürlich sehr, dass er seine schachliche Laufbahn in Gräfenhainichen fortsetzen wird, da wir ja schon bei Piesteritz viele „Oberliga-Schlachten“ gemeinsam geschlagen haben. Ich bin mir sicher, dass auch Schöni – genau wie ich nach meinem Wechsel nach Gräfenhainichen – super im Verein aufgenommen wird. Mit seiner Art und seinen schachlichen Fähigkeiten ist er aber schon jetzt eine Bereicherung! Seine Analysen unserer Saisonpartien werden nochmals einen Beitrag dazu leisten, dass vielleicht auch am Ende dieser Saison neben dem Klassenerhalt bei allen eine DWZ-Steigerung zu verzeichnen ist.

In dieser Saison haben einige Mannschaften ihre Aufstellungen gegenüber den Vorjahren verändert und sind da vielleicht unserem Beispiel aus dem Vorjahr gefolgt. Auch unserer Aufstellung ist wieder etwas anders. Ingolf spielt seit vielen Jahren auf sehr hohem Niveau und hat, seit ich in GHC spiele, immer hinter mir Platz genommen. Vor meiner Zeit war das erste Brett sein Stammplatz. In dieser Saison war er einfach mal wieder dran, das Spitzenbrett einzunehmen – und er wird wie immer nicht enttäuschen! Ich sitze dann dahinter und werde versuchen, mein Vorjahresergebnis (6 aus 8 ) zu wiederholen. Uwe und Frank, die sich einfach nicht trennen lassen wollen, werden an den Brettern 3 und 4 sicher ihre Erfahrungen, die sie im Vorjahr an den vorderen beiden Brettern sammeln konnten, ausspielen und hoffentlich viele Punkte einsammeln. Marco spielt wieder Brett 5 und wenn er in dieser Saison seine heraus gespielten Partien auch noch verwertet, wird er auch ein paar Punkte mehr holen. Schöni spielt an 6 und viele wird das verwundern. Wir hatten es ihm freigestellt, wo er spielen möchte. Da er niemanden verdrängen wollte, hätte er wahrscheinlich auch an 8 gespielt. Aber da hätte er uns als Mannschaft wohl wirklich am wenigsten geholfen. Na ja und an 7 und 8 sitzen wieder unsere beiden Schwergewichte Micha und Dirk. Sie werden es sicher schwer haben, ihre Vorjahresleistung zu bestätigen, aber ich halte es durchaus für möglich! Jörg hat seinen Platz in der ersten Mannschaft an Schöni abgetreten und verstärkt in der neuen Saison unsere 2.

Einen Ausblick über die Favoriten und Abstiegskandidaten in der Verbandsliga fällt mir schwer. Sicher wird mit entsheidend sein, ob die Mannschaften jeweils mit der Stammaufstellung durchspielen können. Aber insgesamt scheint mir für (fast) alle, alles möglich zu sein.

Saison 2009/ 2010 – Landesliga

Saisonrückblick – Unser Abenteuer Landesliga geht weiter!

Die Saison 2009/2010 in der Landesliga ist zu Ende und wir sind auch 2010/1011 weiter mit dabei.  Sicher ist dies für einige/viele Schachfreunde in Sachsen-Anhalt und selbst in unserem Verein eine (große?) Überraschung. Nicht so für mich! Ich habe das immer etwas anderes gesehen und schon vor der ersten Partie daran geglaubt, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.  Nicht ohne Grund habe ich schon lange vor dem Saisonstart bei einer kleinen internen Sport-Pizza-Wette zwischen Uwe, Frank, Marco,  Ingolf (in diesem Jahr erstmals dabei) und mir uns auf Platz 7. der Landesliga getippt. Die Jungs haben mich etwas belächelt und alle haben  dann auch einen Tipp abgegeben, der nicht unbedingt zum Klassenerhalt gereicht hätte, also Platz 8 oder schlechter. Hey Leute – Selbstvertrauen und Zuversicht sieht aber anders aus!

Woher ich meine Zuversicht genommen habe?  Ganz einfach – aus der Entwicklung bei uns im Verein sowie der 1. Mannschaft über die letzten Jahre und speziell aus den Erfahrungen der letzten Saison in der Landesklasse sowie der Relegationspartie gegen Bernburg. Unser DWZ-Durchschnitt steigt von Jahr zu Jahr leicht an, keiner lässt sich von verlorenen Partien entmutigen, wenn einer mal einen Durchhänger hat, springt ein anderer ein. Auch unsere Ersatzmänner waren zur Stelle, wenn sie gebraucht wurden. Und das Ganze ging in dieser Saison sogar ohne größere Diskussionen ab. Einzelne Unverbesserliche müssen  mal begreifen, dass die 1. Mannschaft das Aushängeschild eines Vereins ist. Klar ist uns bewusst, dass dies zu Lasten der anderen Mannschaften im Verein geht. Wenn die Spielerdecke im Verein insgesamt nicht so groß ist, ist dies immer problematisch. Aber solch eine Leistung wie in unserer ersten Landesliga-Saison geht nur als Gemeinschaft – nicht nur der 8 Mann der 1. Mannschaft, sondern aller Spieler im Verein! Vielleicht wird es ja in einigen Jahren besser und wir können dann die Früchte ernten, die Uwe und Christian mit ihrer Nachwuchsarbeit säen. Beiden ist nicht genug für ihren Einsatz zu danken, denn nur so können auch wir als Verein langfristig bestehen und überleben.

Aber genug der (langen) Vorrede. An dieser Stelle hab ich lange überlegt, wie ich die Saison aus meiner Sicht beschreiben will. Die einzelnen Saisonberichte waren ja schon sehr ausführlich. Ich fang einfach mal mit unserer Aufstellung an. Ich hatte schon in der Landesklasse oft angeboten, dass auch mal jemand anderes das 1. Brett spielen könnte. Dabei hatte ich ehrlich gesagt vor allem Uwe im Visier. Da wir die Landesliga-Saison als „Abenteuer und Lernsaison“ angesehen haben, meinte Uwe zu mir, dass er in dieser Saison gerne mein Angebot annehmen würde. Dann kam unerwartet Frank „um die Ecke“ und wollte unbedingt neben Uwe sitzen, schließlich war das ja bisher immer so. Mir war es egal, also mussten wir noch mit Ingolf als DWZ-Zweiten klären, ob dies auch für ihn in Ordnung wäre. Nach Ingolf seinem „okay“, waren also die ersten vier Bretter klar und hinten blieb es wie es war. Uwe, Frank, ich und Ingolf, dann Marco, Jörg, Micha und Dirk. Klar war auch, dass Jörg arbeitsbedingt ab und an ausfallen würde – nach dem wir seit der vorigen Saison schon auf Ko verzichten müssen, ein weiterer kleiner Rückschlag. Aber wie oben geschrieben war diese Saison klar, wenn wir einen Ersatzmann brauchen würden, dann ist Marta da.

Dass es Uwe und Frank dort vorn schwer haben werden, war zu erwarten. Ziel für die Beiden waren trotzdem 50%. Dass sie dies nicht ganz erreicht haben, hatte unterschiedliche Ursachen. Sicher ist, dass es an den Spitzenbrettern der Landesliga, und nicht nur dort, ein sehr hohes Niveau gibt. So hatte es Uwe u.a. mit GM Burkhard Malich und Frank Enigk (Teilnehmer Deutsche Meisterschaft 1996, 2000) und Frank beispielsweise mit IM Heinz Liebert und IM Constanze Jahn zu tun. Hieran muss man sich auch erst mal gewöhnen und wissen, dass schon kleine Fehler nicht oder kaum zu reparieren sind und kleine Ungenauigkeiten oft „gnadenlos“ ausgenutzt werden. Auch bei zu viel Passivität ist es schwierig, die Partie erfolgreich zu gestalten. Am Ende standen bei Uwe 2,5/8 plus 1 kampfloser Punkt, wobei die Niederlage in Merseburg unnötig war. Bei Frank war auch in der einen oder anderen Partie mehr möglich, z.B. gegen Dessau. Am Ende waren es für ihn 2,5/9 Und ich denke, beide können mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Na ja, unsere Mittelachse mit mir an 3 und Ingolf an 4 war wie erwartet schwer zu schlagen. Meine beiden Niederlagen (FM Anton Csulits, Benno Pankrath) hatten völlig unterschiedlichen Charakter. Gegen FM Csulits stellte ich die Partie mit einem Fingerfehler (falscher Springerzug) in ausgeglichener Stellung ein. Gegen Benno bin ich überhaupt nicht in die Partie gekommen und die 0 war somit verdient. Äußerst glücklich waren sicher die Siege in Merseburg, wo ich in verlorener Stellung meinen Gegner in ein Mattnetz locken konnte, und Naumburg, wo Bernd Salewski in aussichtsreicher Stellung aber großer Zeitnot nicht die korrekte Fortsetzung fand. Aber im Schach ist es halt oft der letzte Fehler der entscheidende oder eben die Uhr. So war ich am Ende mit 6/8 doch sehr zufrieden mit meiner Saison. Zur zentralen Endrunde musste ich aus gesundheitlichen Gründen leider passen – im Ernstfall hätte ich mich wohl aber ans Brett gequält. Auch Ingolf konnte mit 5/7 und einem kampflosem Sieg überzeugt. Ärgerlich war die Niederlage gegen Samuel Gering aus Merseburg, aber eindeutig verdient. Aufregend, vor allem für die Außenstehenden, war sein Sieg in Naumburg. Aber Ingolf hat wie immer solides Schach gespielt, war gut vorbereitet und wenn sich die Chance ergab, schlug er zu – so wie wir ihn halt kennen!

Marco und Jörg werden sicher etwas missmutig auf die Saison zurück blicken. Marco holte 3/9 und Jörg 0,5/5. Warum es bei Jörg nicht so richtig lief in diesem Jahr, weiß ich auch noch nicht. Aber eine Klasse höher ist es eh schwieriger und aus beruflichen Gründen hatte er in diesem Jahr wenig Spielpraxis. Marco hat viele sehr, sehr gute Partien gespielt, seine Gegner teilweise klar überspielt. Leider hatte er einige Schwierigkeiten mit der Verwertung, der in Eröffnung und Mittelspiel erarbeiteten Vorteile, wie in den Partien gegen die Sportfreunde Benne, Packroff oder Fritsch. Wichtig war vor allem sein Sieg in Merseburg! An der Verwertung von Vorteilen werden wir arbeiten, dann wird Marco im nächsten Jahr dieses Defizit abstellen und die Punkte holen, die schon in diesem Jahr möglich waren. Also Kopf hoch und nächstes Jahr wird alles besser.

Für mich waren Micha und Dirk die Überraschungen der Saison! Mit 5/8 und einem kampflosem Punkt für Micha und 4/9 für Dirk waren beide entscheidende Punktesammler für unseren Klassenerhalt. Mit einer DWZ von 1629 bzw. 1698 in die Saison gestartet, hatten Sie oftmals 200-300 DWZ-Punkte Rückstand auf ihre Gegner. Davon ließen sich beide aber nicht entmutigen oder einschüchtern und machten ihren Gegnern das Schachleben schwer. Auch brachen sie bei langen Partien am Ende nicht ein, sondern hielten bis zum Ende dagegen und nutzten dann selbst die kleinste Schwäche der Gegnerschaft aus, wie Micha beispielsweise gegen Katja Mädel oder Dirk gegen Burghardt. Ich, für meinen Teil, hatte dies nicht erwartet – gehofft aber schon. Wenn wir an den jeweiligen Schwächen der beiden Arbeiten, dann kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie das Ergebnis in der nächsten Saison wiederholen!

Auch Marta und Christian haben als Ersatzleute einen großen Anteil am Klassenerhalt. Marta spielte in seinen Einsätzen seine große Erfahrung aus und blieb bei 2/3 ungeschlagen. Gegen Naumburg war sogar noch ein Sieg mehr möglich. Christian holte bei 2 Einsätzen einen halben Punkt gegen Andrea Glaser – stark.

Wo haben wir unsere Punkte geholt? Gegen die direkten Mitkonkurrenten im Abstiegskampf Zeitz, Burg und Piesteritz holten wir 3:3 Punkte –das Unentschieden gegen unseren Angstgegner Zeitz gar nur zu 7. Dazu gab es einen Sieg gegen Ersatzgeschwächte Köthener sowie 2 Unentschieden gegen Merseburg und Naumburg. So schlossen wir die Saison auf Platz 6. ab. Und das, abgesehen von mir, nur mit Gräfenhainicher Urgesteinen!

Gut, ich habe bei unserer Pizza-Wette also auch keinen Punkt gemacht, aber das ist völlig egal!

Wichtig ist, dass wir die nächste Saison wieder so konzentriert und mit aller Unterstützung im Verein angehen. Meist ist ja die 2. Saison nach einem Aufstieg die schwierigere. Also dann mal los mit der Saisonvorbereitung – aber mit welcher Aufstellung?!

Nr. VfL GHC 1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 P %
1 Kurth 0,5 0,5 0 0,5 0 0 0,5 + 0,5 3,5 39
2 Dubbratz 1 0 0 1 0 0 0 0 0,5 2,5 28
3 Michel 1 1 0 1 0 1 1 1 6,0 67
4 Hintzsche + 1 0 1 1 0 1 1 6,0 75
5 Schubert 0 0 0,5 0 1 1 0 0,5 0 3,0 33
6 Schäftner 0,5 0 0 0 0 0,5 10
7 Quinque, M + 0 0,5 1 0,5 1 1 0 1 6,0 67
8 Neumann 1 0 0 0 0,5 1 0,5 0 1 4,0 44
9 Kowalski
10 Marwinski 0,5 1 0,5 2,0 67
11 Schütze
12 Quinque, K
13 Neustadt
14 Juraschek
15 Zieschang
16 Gast
17 Seyler
18 Schneider
19 Prof. Bührdel 0 0,5 0,5 25
20 Dorandt
Brettpunkte 6,0 3,5 1,5 4,5 3,0 4,0 3,5 4,0 4,0
M-Punkte 2 0 0 2 0 1 0 1 1

Abschlusstabelle:

Rang MNr Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt
1. 4. USV Halle III 2042 9 0 0 18 – 0 48.5
2. 8. USV Halle II 2071 6 1 2 13 – 5 38.5
3. 9. Naumburger SV 2009 5 1 3 11 – 7 44.0
4. 7. SV Merseburg 2058 4 2 3 10 – 8 40.0
5. 3. SK Dessau 93 1962 3 4 2 10 – 8 35.5
6. 1. VfL Gräfenhainichen 1857 2 3 4 7 – 11 34.0
7. 2. CFC Germania Köthen 2000 2 2 5 6 – 12 33.0
8. 6. GW Piesteritz 1952 2 2 5 6 – 12 31.5
9. 5. Burger SC 1945 2 1 6 5 – 13 31.5
10. 10. SV Motor Zeitz 1880 1 2 6 4 – 14 23.5
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Eine Antwort to “I. Mannschaft”

  1. Steffen Bartsch Says:

    Hallo Frank Schönfeld
    Ich erinnere mich gern noch an die Landesliga und die tollen Spiele gegen Piesteritz.Ist schon 10 Jahre her.Aber war Klostermansfelds beste Zeit.Jetzt bin ich schon lange in Emden Ostfriesland und spiel für diesen Verein.Hab mich noch verbessert auf 2066 aber höher sollte es nicht gehen.Du bist immer noch stark wie ich hier sehe.Bin dieses Jahr nicht so gut.Viel Glück mit deiner Manschaft.Für uns wirds auch schwer dieses Jahr.

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